Musik hören und Fahrrad fahren? Das geht, ohne dass man seine Ohren komplett gegen nervige, aber sicherheitsrelevante Verkehrsgeräusche abschirmt. Smart-Helme mit integriertem Headset machen das möglich. Dank Bluetooth-Standard können sie problemlos mit allen üblichen Smartphone-Modellen gekoppelt werden. BIKE BILD hat drei Modelle des noch recht kleinen Smart-Helm-Angebots in Deutschland getestet. Hier kommen die Ergebnisse! (Weitere Helme mit Beleuchtung im Test gibt's hier.)

Platz 1: Livall BH51M Neo

Fahrradhelm Livall BH51M Neo
Auf dem Siegertreppchen ganz oben: Platz 1 für den Livall BH51M Neo.
Egal ob Pendler oder Sportler, Livall hat Smarthelme für alle Anwender im Sortiment. Der BH51M Neo ist Livalls Topmodell, das sich an Pendler richtet. Mit 486 Gramm ist er kein Leichtgewicht, fällt beim Tragen aber auch nicht unangenehm auf. Die Passform ist indes Geschmackssache, einigen könnte der BH51M Neo etwas zu breit sein. Der Helm ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Smartfunktionen von Newcomern wie Livall ausgereift sind: Die Bluetooth-Verbindung steht sofort, die Bedieneinheit am Lenker verbindet sich klaglos, und die Musik aus dem Headset schallt klar und deutlich heraus. Exemplarisch zeigt der BH51M Neo auch, dass Livall noch nicht mit den Helmspezialisten mithalten kann, wenn es um Tragekomfort, Einstellbarkeit und fahrradspezifische Ausstattung geht. Hier sind heimische Spezialisten wie Uvex, Alpina oder Ked dem China-Produkt noch überlegen.
Smart-Funktionen: 4 Punkte (max. 5)
Beleuchtung: 4,5 Punkte (max. 5)
Ausstattung: 0,5 Punkte (max. 5)
Gewicht: 3 Punkte (max. 5)
Design: 4,5 Punkte (max. 5)
Punkte gesamt: 16,5 Punkte (max. 25)
Note: sehr gut (Testsieger)

Platz 2: Sena R1 Evo

Fahrradhelm Sena R1 Evo
Den zweiten Rang im Test belegt der Sena R1 Evo.
Der unscheinbarste Kandidat unter den Smart-Helmen kommt von Sena, einem Spezialisten für Motorradhelme mit Kommunikationsfunktionen. Dementsprechend technisch ausgereift ist das Headset. Mit dem R1 Evo kann man nicht nur Musik hören und Anrufe entgegennehmen, via Intercom wird man direkt mit anderen Sena-Nutzern in der Nähe verbunden (wenn man den gleichen Kanal verwendet). Probleme gab es beim Test der Sena-App, die den Helm nicht erkannte, die Headset-Funktion war dadurch allerdings nicht eingeschränkt. Etwas Übung braucht man für die Bedieneinheit an der Seite. Welche Funktion die drei Seitentasten in welchem Kontext haben, ist nicht sofort ersichtlich. Das leider recht kleine Licht lässt sich via Sprachbefehl (oder per Knopfdruck) an- und ausschalten, die Passform des recht sportlichen Helms fällt eher breit und rundlich aus.
Smart-Funktionen: 3 Punkte (max. 5)
Beleuchtung: 3 Punkte (max. 5)
Ausstattung: 2 Punkte (max. 5)
Gewicht: 3,5 Punkte (max. 5)
Design: 4,5 Punkte (max. 5)
Punkte gesamt: 16 Punkte (max. 25)
Note: gut

Platz 3: Lumos Matrix

Fahrradhelm Lumos Matrix
Auf dem dritten Platz: der Lumos Matri.
Dass die Lumos-Helme als einzige im Apple-Store vertrieben werden, verrät schon, wer die Zielgruppe dieser smarten Kopfschützer ist: die digitale Avantgarde. Der Lumos, für den es natürlich nicht nur eine iOS-, sondern auch eine Android-App gibt, passt optisch perfekt zu den mobilen Endgeräten und bedient die Bedürfnisse der Digital Natives nach blinkender Aufmerksamkeit, progressivem Bike-Lifestyle und spielerischen Gadgets gleichermaßen. Highlight: Auf dem Matrix-Display können eigene Botschaften oder eine Vielzahl von hippen Animationen abgespielt werden. Und das heißt nicht, dass der Lumos ein schlechter Helm ist, das Mega-Display und die integrierten Frontscheinwerfer treiben allerdings das Gewicht (603 Gramm) nach oben. Den Matrix gibt es nur in einer Größe, allerdings liefert Lumos zwei verschiedene Polstereinlagen für kleine und große Köpfe mit.
Smart-Funktionen: 2 Punkte (max. 5)
Beleuchtung: 5 Punkte (max. 5)
Ausstattung: 2 Punkte (max. 5)
Gewicht: 1,5 Punkte (max. 5)
Design: 3,5 Punkte (max. 5)
Punkte gesamt: 14 Punkte (max. 25)
Note: befriedigend