Ab Anfang März 2008 stehen die Zeichen auf Sturm – genauer gesagt auf Sonnensturm . Diese kosmischen Turbulenzen können Navigationsgeräte ordentlich durcheinander wirbeln. Grund: Die GPS-Signale werden durch die Sonnenwinde gestört. "Positionsfehler können bis zu 100 Meter betragen", sagt Dr. Norbert Jakowski vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum. Besonders betroffen sind mobile Geräte. Sie müssen ohne unterstützende Daten des Autos auskommen. Festeinbauten sind hier klar im Vorteil, da sie auf Informationen wie Geschwindigkeit und Lenkradwinkel zugreifen können.

Heftigste Störungen von 2011 bis 2013

Viele mobile Navis beherrschen jedoch das so genannte "Map Matching" und bleiben bei kleinen Störungen auf der Straße. Doch nicht nur die Genauigkeit der Navis leidet unter den Sonnenstürmen. Das Signal wird insgesamt schwächer, und die Satelliten sind schwerer zu orten. Im schlimmsten Fall findet das Gerät kein Signal. Den Höhepunkt der Sonnenaktivität erwarten die Forscher von 2011 bis 2013. Wann und wie stark die Winde auftreten, lässt sich nicht voraussagen.