Sonnenschutzsysteme im Test

Sonnenschutzsysteme im Test

Sonnenschutzsysteme fürs Auto: Test

Wer spendet den besten Schatten?

In der heißen Jahreszeit sind besonders Kinder durch extreme Temperatur- und Lichtverhältnisse im Auto gefährdet. Abhilfe schafft ein Sonnenschutz. AUTO BILD hat zehn Systeme getestet.
Rekordtemperaturen, Hitzewellen und Trockenheit: Auch in diesem Sommer erwarten Experten wieder heißes Wetter. Eine Autofahrt wird durch den Hitzestau schnell zum Drahtseilakt für die Nerven – besonders wenn Kinder auf der Rückbank mitfahren. Ihnen brennt die Sonne direkt ins Gesicht, sie schwitzen, werden geblendet. Deswegen sollte im Sommer unbedingt ein Sonnenschutz an den Scheiben angebracht werden.

Schnelle Hilfe zwischendurch: Ein provisorisch eingeklemmtes Tuch schützt erstaunlich gut, behindert aber die Sicht.

Denn das bloße Einschalten der Klimaanlage reicht oft nicht aus: Sie benötigt eine gewisse Zeit, um die Luft im Auto zu kühlen, und sie kann die Insassen nicht vor der Ultraviolettstrahlung (UV) sowie unangenehmem Blenden schützen. Von der gefährlichen UV-B-Strahlung wird zwar der Großteil durch die Fenster abgeschirmt, vor UV-A-Strahlen ist man im Auto jedoch nicht gänzlich geschützt. Sie sind zwar weniger gefährlich, können mit der Zeit aber auch schädlich für Haut und Augen sein. Vernünftige Sonnenschutzsysteme schonen die empfindliche Haut und die Augen von Kleinkindern. Falls Hunde mitreisen, spendet dieses Zubehör auch ihnen kühlenden Schatten. AUTO BILD hat zehn Sonnenschutzsystem zum Nachrüsten getestet.
# Sonnenschutze im Test  
1.

Sonniboy ClimAir Komplett-Set

Preis: 199,00 Euro
Befestigung: Festeinbau (Klemmen)

 
2.

Pemotech Sonnenschutz Auto Baby

Preis: 18,08 Euro
Befestigung: Überzieher

 
3.

Systemoto Selbsthaftender Sonnenschutz

Preis: 17,14 Euro
Befestigung: selbstklebende Folie

 
4.

Hauck Shade Me 2

Preis: 12,99 Euro
Befestigung: Saugnapf

 
5.

OK Cars Sonnenschutz

Preis: 9,99 Euro
Befestigung: Saugnapf

 
6.

Mulltuch

Preis: 6,95 Euro
Befestigung: Einklemmen

 
7.

Filtravedo universal 45 cm

Preis: 8,99 Euro
Befestigung: Saugnapf

 
8.

Laloona Universal Sonnenschutz

Preis: 13,49 Euro
Befestigung: Saugnapf

 
9.

Reer Auto Sonnenblende

Preis: 5,99 Euro
Befestigung: Saugnapf

 
10.

A.T.U Sonnenschutz

Preis: 1,99 Euro
Befestigung: Saugnapf

 

Test: Zehn Lösungen zwischen 2 und 200 Euro

Nachrüstlösungen gibt es von der einfachen Sonnenblende für 2 Euro bis hin zum Premium-­Set für 200 Euro. Die verschiedenen Systeme werden per Saugnapf befestigt, über die Hintertür gezogen, fest eingebaut, haften an der Scheibe oder werden als Notlösung einfach ins Seitenfenster geklemmt. Den besten Sonnenschutz bietet das speziell angepasste Sonniboy­-Set von ClimAir (erhältlich für diverse Modelle und Marken), weil es auch die Heckscheibe abdeckt, gefolgt vom Pemotech­-Überzug. Die Fabrikate von Laloona, Reer und A.T.U fallen durch. 
Fazit von Christian Bruns: Sonniboys Rundumschutz spendet reichlich Schatten und ist sehr effektiv, dafür sehr teuer. Es geht auch günstiger, dann aber mit Komforteinschränkungen.

Was für Sonnenschutzsysteme gibt es?

Blende: Sie sind wohl das gängigste System. Dabei wird der Sonnenschutz in der Regel mit einem Saugnapf in der Scheibe befestigt. Oftmals passen sie jedoch nicht exakt ins Fenster.
Folie: Sie wird passgenau ins Fenster geklebt und bleibt dort dauerhaft. Wer hier ein schönes Ergebnis möchte, muss Zeit und Fingerspitzengefühl in das Anbringen investieren.
Rollos/Gardinen: Rollos und Gardinen werden fest eingebaut und können bei Bedarf heruntergelassen oder zugezogen werden. Wer flexibler sein möchte, findet auch Modelle, die mit Saugnapf angebracht werden können.
Sonnenschutzüberzug: Wie der Name schon sagt, werden sie über die Autotür gezogen. Dadurch bieten sie guten Sonnenschutz, bei dem trotzdem das Fenster geöffnet werden kann. Allerdings ist es während der Fahrt nicht möglich, den Sonnenschutz zu bedienen.

Welche Regeln sind zu beachten?

In der Straßenverkehrsordnung (§ 40) ist geregelt, welche Fenster im Auto mit einem Sonnenschutz versehen werden dürfen. Dort heißt es: "Scheiben aus Sicherheitsglas, die für die Sicht des Fahrzeugführers von Bedeutung sind, müssen klar, lichtdurchlässig und verzerrungsfrei sein." Entsprechend dürfen an der Windschutzscheibe und den vorderen Seitenscheiben keine Sonnenschutze angebracht werden. Auch eine Tönung mit Folien ist in diesem Bereich untersagt. Erlaubt ist maximal ein Streifen oben an der Windschutzscheibe, dieser ist in der Regel bereits ab Werk getönt. (Mehr zum Thema Autoscheiben tönen lesen Sie hier.)

Autoren: Christian Bruns, ,

Stichworte:

Klimaanlage

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