Sparwunder: Tankkosten in einem Monat halbieren
Sprit sparen, so geht's

Die Treibstoffpreise können Autofahrer nur sehr bedingt beeinflussen, den Verbrauch ihres Fahrzeugs hingegen schon. So fährt man deutlich sparsamer.
Bild: dpa
Ja, ja, ist ja logisch. Am wenigsten Treibstoff verbraucht man, wenn man aufs Fahrrad umsteigt. Funktioniert nur nicht, wenn beim Wocheneinkauf neben unzähligen Lebensmitteln auch zwei Getränkekisten auf dem Zettel stehen oder der Weg zur Arbeit einfach zu weit und ein ÖPNV nicht vorhanden ist.
Und dennoch haben Autofahrer höchstselbst mit ihrem Verhalten das größte Sparpotenzial beim Spritverbrauch. Zum Beispiel auf der Autobahn. Beständig Richt- statt Höchstgeschwindigkeit verlängert die Reichweite ganz erheblich.
Lieber niedrigtourig fahren
Ebenso einfach auch bei Stadt oder Landfahrten umzusetzen: Statt jeden Gang bis in die Drehzahlgrenze auszufahren, lieber früher hochschalten. Ab und zu ein Blick auf den aktuellen Durchschnittsverbrauch in der Cockpitanzeige hilft Fahrern mit schwerem Gasfuß vielleicht, sich zu disziplinieren und spritsparender zu fahren.
Vorausschauend fahren hilft ebenfalls sparen. Ist in noch einiger Entfernung etwa eine rote Ampel in Sicht, nehmen Sparfüchse den Fuß vom Gas und nutzen beim Ausrollen so lange wie möglich die Schubabschaltung des Motors zum Bremsen.

Der Reifendruck spielt eine nicht unerhebliche Rolle beim Kraftstoffverbrauch.
Bild: Sven Krieger
Öfter mal den Reifendruck kontrollieren hilft ebenfalls beim Spritsparen, denn auch der richtige Luftdruck im Reifen hat einen positiven Einfluss auf den Benzinverbrauch.
Luftwiderstand gering halten
Vom letzten Urlaub noch den Dachgepäckträger oder womöglich sogar die Dachbox auf dem Auto? Weg damit. Ungenutzt spazieren gefahren stören sie die Aerodynamik, erhöhen den Luftwiderstand und machen jedes Auto zu einem Spritfresser.
Das gilt auch für jedes überflüssige Gramm Gewicht. Müll gehört entsorgt, Getränkekisten in den Pfandautomat und nicht tagelang ins Auto. Jedes Kilo mehr erhöht den Verbrauch. Wer es auf die Spitze treiben will, kann ja gleich auch die ohnehin immer ungenutzte Rückbank ausbauen.
Richtige Tageszeit beim Tanken
Aber auch beim Tanken selbst lässt sich Geld sparen. Mit dem richtigen Zeitpunkt etwa. Nach Marktuntersuchung des Bundeskartellamts sind die Preise morgens zwischen 5 und 8 Uhr durchschnittlich deutlich höher als abends zwischen 18 und 22 Uhr. Bis zu zwölf Cent pro Liter variieren demnach die Preise an einer einzelnen Tankstelle im Tagesverlauf.
Natürlich helfen vor einem Tankstopp auch Preisvergleiche. Bis zu 22 Cent Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot in einer Stadt hat das Kartellamt bei seinen Untersuchungen festgestellt.
Preise vergleichen
Einmal billig, immer billig gilt zwar nicht immer, aber eben doch erstaunlich oft. Jeder, der die Preise auf seinen Routinefahrten ständig beobachtet, wird schnell feststellen, wo es sich lohnt, öfter zu tanken. Wer die Preise vielleicht etwas großflächiger vergleichen will, ist mit einer der vielen Tank-Apps gut bedient.
Das gilt definitiv nicht für Tankstellen auf der Autobahn. Da beträgt der Aufschlag im bundesdurchschnitt rund 25 Cent über dem "normalen" Preis. Die Fahrt zum nächstgelegenen Autohof kostet zwar ein bisschen Zeit, spart aber bares Geld. Und noch ein Erfahrungswert: Von der Abfahrt aus gesehen ist die zweite Tanke meistens günstiger als die erste.
Und auch technisch sollte man sein Fahrzeug fit halten. Der rechtzeitige Wechsel eines verschmutzten Luftfilters kann laut Experten den Spritverbrauch um rund 30 bis 50 Prozent senken. Nicht zu lange auf Winterreifen fahren hilft ebenfalls sparen. Die haben wegen ihres gröberen Profils einen höheren Rollwiderstand und sorgen damit für einen höheren Spritverbrauch.
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