Startbooster

Startbooster: Starthilfegeräte im Test

Startbooster im Check: Was bringen die kleinen Starthelfer?

Sind Startbooster eine gute Hilfe bei schwächelnder Batterie und eine Alternative zum Überbrückungskabel? AUTO BILD hat zwei Modelle ausprobiert. Und: Tipps zum Kauf eines Akku-Boosters.
Ein kurzes Klacken und danach Stille, mehr passiert beim Dreh am Autoschlüssel nicht – die Autobatterie ist tot. Das ist besonders ärgerlich, wenn man nach dem Eiskratzen ohnehin schon spät dran ist und kein Überbrückungskabel zur Hand hat. Vorausgesetzt, es ist überhaupt ein hilfsbereiter anderer Autofahrer in der Nähe, der Starthilfe geben kann. Eine praktische Alternative sind die sogenannten Startbooster – auch Akku-Booster, Batterie-Booster oder Jump-Pack genannt. Das sind kleine Starthilfegeräte, die der schlappen Batterie beispringen sollen, um den Motor fix auf Touren zu bringen. AUTO BILD hat zwei Geräte ausprobiert und gibt hilfreiche Tipps zum Kauf!

Zwei Startbooster im Vergleichstest

Der Motor verweigert den Start, die Batterie ist schlapp! Keine Überraschung, wir haben für den Test von zwei Akku-Boostern extra leere Stromspender verbaut. 2,05 Volt zeigt das Messgerät bei der Benz-Batterie an, ein tiefentladener Akku.
Kunzer Multi Pocket Booster: Die leere Batterie des Mercedes? Kein Problem für den Multi Pocket Booster von Kunzer. Er erweckt die C-Klasse wieder zum Leben, dank eines Startstroms von 500 Ampere und 1200 Ampere Spitze. Gewicht: 1100 Gramm. Diese technischen Daten erreicht er mithilfe eines Lithium-Polymer-Akkus. Der Kunzer Booster kostet allerdings auch über 200 Euro.
Startbooster von A.T.U.: Im zweiten Versuch, an einem Suzuki Swift, nutzen wir einen mit 50 Euro deutlich günstigeren Booster von A.T.U. Hier versteckt sich eine Bleibatterie im Kunststoffgehäuse, der Startstrom liegt bei 350 Ampere, die maximale Stromabgabe bei 700 Ampere, das Gewicht bei 3340 Gramm. Mit dem Swift kommt das Gerät locker klar, beim Mercedes jedoch scheitert die Starthilfe. Kein Vorwurf, in der Anleitung wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der A.T.U-Booster nur für Benziner bis 1,6 Liter Hubraum geeignet ist.
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Noco Boost Pro GB150 4000A 12V

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Kunzer CSC 12

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Worauf muss man beim Startbooster achten?

Hubraum: Damit die Starthilfe funktioniert, muss der Startbooster stark genug für das Auto sein. In der Regel geben die Hersteller Hubraum-Grenzen für die Eignung ihrer Geräte an.
Sicherheit: Um keinen Kurzschluss oder andere Probleme zu verursachen, sollte der Startbooster mit einigen Schutzfunktionen ausgestattet sein. Darunter Verpolungsschutz, Überladungsschutz und Überhitzungsschutz.
Akku: Die Kapazität des Akkus ist eher weniger wichtig, wenn es um erfolgreiches Starten des Motors geht. Allerdings sollte am besten ein Lithium-Ionen-Akku verbaut sein. AGM-Batterien, wie sie manchmal in günstigen Modellen zu finden sind, können häufig nicht ausreichend Strom transportieren. Und: Der Akku sollte vollgeladen sein, damit er leistungsfähig ist.
CA-Wert: Der CA-Wert gibt den Startstrom an, den der Startbooster bei einer Temperatur von null Grad für 30 Sekunden halten kann. Generell gilt: je höher, desto besser. Aber ein Wert von 1000 A sollte es schon sein.
Zusatzfunktionen: Viele Startbooster eignen sich auch zum Laden von Handys oder Tablets. Außerdem haben manche weitere Zusatzfeatures wie zum Beispiel ein integriertes Licht. Hier sollte man abwägen, was wirklich benötigt wird, denn jede weitere Funktion macht das Gerät auch größer und schwerer.

FAQ - Startbooster

Wie funktioniert ein Startbooster?

Der Startbooster besteht aus einem großen Akku sowie zwei Klemmen für die Autobatterie. Der Akku wird in der Regel an der Haushaltssteckdose geladen, kann aber auch im Auto während der Fahrt am 12-Volt-Anschluss mit Strom versorgt werden. Sobald die Autobatterie streikt, wird er wie ein normales Starthilfekabel an die Autobatterie angeschlossen und ermöglicht das Anlassen des Motors.

Welche Vorteile hat der Startbooster?

Im Gegensatz zum klassischen Kabel wird hier für die Starthilfe kein zweites Fahrzeug als Stromspender benötigt. Anders  als das Autobatterie-Ladegerät muss der Batterie-Booster (sofern er eine Lade-Funktion bietet) nicht an eine Steckdose angeschlossen sein, sondern funktioniert mobil. Er ist also ideal für unterwegs. Neben der Pannenhilfe kann der Startbooster auch als Powerbank für Smartphone oder Tablet genutzt werden.

Worauf sollte man bei der Nutzung achten?

Wichtig ist, dass der Startbooster regelmäßig aufgeladen wird, damit er zuverlässig funktioniert. Außerdem sollte das Gerät nicht im Auto gelagert werden, denn ähnlich wie die Autobatterie selbst wird auch der Booster bei kalten Temperaturen in Mitleidenschaft gezogen.

Können Startbooster die Autobatterie laden?

Zum Nachladen der Autobatterie sind Startbooster in der Regel nicht geeignet – dafür wird ein Ladegerät benötigt. Der Startbooster liefert lediglich den Strom, der nötig ist, um den Motor anzulassen.

Wichtig: Ursache der schwachen Batterie klären

Ist die Starthilfe notwendig, steckt oft eine größere Ursache dahinter. Oft sind es viele Kurzstrecken: Die Fahrzeit reicht nicht aus, um die Batterie wieder ausreichend nachzuladen, das heißt, jede Fahrt saugt den Akku ein wenig weiter leer. Doch kommt der Ausfall der Batterie häufiger vor, muss sie getauscht werden. Außerdem sollte man abklären, ob es andere Gründe gibt (z. B. defekte Lichtmaschine). Übrigens: Wer seine leere Batterie überbrücken musste, der sollte als Daumenwert mindestens 30 Minuten fahren, um anschließend seinen Wagen wieder normal starten zu können. Wie Sie ihre Batterie im Winter optimal pflegen, lesen Sie hier!

Fotos: Noco

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