Sieben Starthilfekabel im Vergleich

Starthilfekabel: Preise, Tipps

So gelingt das Überbrücken mit Starthilfekabel

Ist die Autobatterie leer und der Motor springt nicht mehr an, helfen Starthilfekabel zum Überbrücken Starthilfekabel her. Damit der Motorstart gelingt, sollten die Kabel aber einige Voraussetzungen erfüllen. AUTO BILD klärt auf.
Dicke, Länge und Klemme – das alles sind Punkte, die beim Starthilfekabel wichtig sind. Denn ist es zu schwach dimensioniert, die Klemmen unbrauchbar oder das Material minderwertig, verpufft ein Großteil der Energie und der Motor springt nicht an. Das Problem: Von außen sehen Starthilfekabel fast alle gleich aus: Es gibt ein rotes und ein schwarzes Kabel, an dessen Enden sich jeweils Zangen befinden. Sie verbinden Plus- (rot) und Minuspol (schwarz) von der schwächelnden Autobatterie mit der Batterie des Spender-Fahrzeugs. Für den Fall der Fälle ist es besonders im Winter ratsam, Starthilfekabel im Kofferraum dabeizuhaben. AUTO BILD erklärt, was beim Kauf eines guten Starthilfekabels zu beachten ist und wie man es richtig anschließt.
Alles für die Starterbatterie

AEG Starthilfekabel (16 mm²)

Für Benzinmotoren bis 2,5 l

Einhell Starthilfekabel (25 mm²)

Für Benzinmotoren bis 5,5 l, Dieselmotoren bis 3,0 l

AUTONIK Starthilfekabel (35 mm²)

Für Benzinmotoren bis 7,0 l Dieselmotoren bis 4,0 l

ProUser Lithium-Ionen Starthilfe

Für Motoren bis 2,5 l

CTEK MXS 5.0 Batterieladegerät

12 Volt, 5 Ampere

Autobatterien

Starterbatterien ab 50 Euro

Autobatterietester

Voltmeter ab 12 Euro

Notfallkit

Sicherheitskit ab 25 Euro

Starthilfekabel: Was ist der richtige Querschnitt?

Nicht nur dicke Leitungen entscheiden über den Erfolg bei der Starthilfe. Auch die Anschlüsse müssen stimmen.

©DPA

Einer der wichtigsten Punkte beim Starthilfekabel ist der Querschnitt. Die Größe richtet sich nach dem Hubraum des Motors, der Starthilfe benötigt. Ist der Querschnitt zu gering, fließt zu wenig Strom, und das Überbrücken misslingt. Im schlechtesten Fall erhitzt sich das Kabel und verursacht Kurzschlüsse und Brandschäden. Deswegen gilt grundsätzlich: Im Zweifel das dickere Kabel verwenden. Achtung: Neben den üblichen Kupferkabeln sind mittlerweile auch Aluminium-Kabel sehr verbreitet. Diese sind jedoch weniger leitfähig, weswegen der Querschnitt größer sein muss, als bei einem vergleichbaren Kupferkabel.
• Starthilfekabel für Benziner: Bei kleineren Benzinmotoren mit geringem Hubraum sind Starthilfekabel mit einem Querschnitt von 20 mm² ausreichend. Oft wird auch zu Kabeln mit einem Querschnitt von nur 16 mm² geraten – die sind allerdings schnell überfordert. Wer ein 20-mm²-Kabel nimmt, ist auf der sicheren Seite. Bei Alu-Kabeln sollte der Querschnitt mindestens 25 mm² groß sein. Ab zwei Litern Hubraum ist ein Querschnitt von mindestens 25 mm² (Alu 40 mm²) ratsam. Für noch größere Benziner (ab drei Liter), sollten Starthilfekabel mit 35 mm² Querschnitt (Alu 55 mm²) gewählt werden.
• Starthilfekabel für Diesel: Bei Dieselmotoren sollte der Querschnitt mindestens 25, bei Aluminium-Kabeln sogar 40 mm² betragen. Ab drei Litern Hubraum liegt man mit 35 mm² Kupfer- oder 55 mm² Aluminium-Kabel richtig.

Starthilfekabel anschließen: Wie geht es richtig?

Video: Ratgeber Starthilfe (2017)

So klappt die Starthilfe

Damit es nicht zu Kurzschlüssen kommt, ist es wichtig, das Starthilfekabel beim Überbrücken des Autos in der richtigen Reihenfolge an den richtigen Polen anzuschließen. Die meisten Kurzschlüsse entstehen, weil die Pole falsch verbunden wurden – dabei ist das richtige Anbringen der Zangen gar nicht so schwer (mehr zum Thema: Auto überbrücken).
1. Das rote Kabel an den Pluspol der Spender-Batterie
2. Das rote Kabel an den Pluspol der leeren Batterie
3. Das schwarze Kabel an den Minuspol der Spender-Batterie
4. Das schwarze Kabel an einen Massepunkt (z. B. blankes Metallteil im Motorraum) des Empfänger-Autos (NICHT an den Minuspol)
5. Wenn alle Kabel angeschlossen sind, zuerst den Motor des Spender-Fahrzeugs und dann den Motor des Empfänger-Fahrzeugs starten.
6. Nach erfolgter Starthilfe die Kabel in umgekehrter Reihenfolge wieder abnehmen.

Worauf sollte man beim Starthilfekabel achten?

Standard: Die Starthilfekabel sollten der DIN-Norm 72.553 oder der ISO-Norm 6722 entsprechen. Damit genügen sie dem vorgeschriebenen Qualitätsstandard.
Biegsamkeit: Bei niedrigen Temperaturen verhärtet der Kunststoff der Isolierung. Damit die Starthilfekabel auch bei Minusgraden noch biegsam sind, sollte beim Kauf auf die Biegsamkeit geachtet werden.
Polzangen: Die Zangen an den Kabelenden müssen – bis auf die Kontaktteile natürlich – komplett isoliert sein. Ansonsten droht ein Kurzschluss, sobald die Zangen Metallteile des Autos berühren. Verzahnte Innenseiten der Zange und eine kräftige Feder verhindern ein Abrutschen des Kabels beim Startversuch. Darüber hinaus darf die Isolierung aber nicht zu dick sein, sonst gibt es "Platzprobleme" beim Aufstecken.
Länge: Die Kabel sollten auf keinen Fall kürzer als zwei Meter sein, ansonsten ist der Bewegungsspielraum zwischen den Fahrzeugen zu klein. Am gebräuchlichsten sind Starthilfekabel mit drei bis vier Metern Länge. Wichtig: Mit der Länge des Kabels wächst der Widerstand. Bei noch längeren Kabeln sollte dementsprechend zu einem größeren Querschnitt gegriffen werden.

Was kostet ein Starthilfekabel?

Starthilfekabel sind nicht teuer, der Pannenhelfer kostet meist nur 15 bis 20 Euro und ist im Baumarkt, Kfz-Fachhandel oder zahlreichen Online-Shops erhältlich. Je nach Querschnitt und Verarbeitung können auch schon mal 40 oder 50 Euro auf dem Preisschild stehen. Von Billig-Kabeln für ein paar Euro sollte man jedoch lieber die Finger lassen, sie taugen meist nichts, weil sie zu wenig Strom transportieren und können im schlechtesten Fall sogar überhitzen.

Was ist ein Startbooster?

Ein Startbooster ist eine Art Powerbank, also ein Akku, der mit zwei Starthilfekabeln ausgestattet ist. Der Startbooster wird mit den Zangen dann wie das Starthilfekabel einfach an die schwache Autobatterie angeschlossen. Da hier kein zweites Fahrzeug als Stromspender benötigt wird, ist er eine praktische Alternative zum klassischen Starthilfekabel. Allerdings sollte er nicht permanent im Auto mitgeführt werden, denn auch der Startbooster verliert bei Kälte an Leistung.
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