Der Stellantis-Konzern bekommt mit Amazon mächtige Unterstützung für seine neue Infotainmentgeneration. Das wurde von Amazon im Zuge der CES in Las Vegas verkündet. Die digitale Plattform soll künftig Millionen von Fahrzeugen Zugang zu hochmodernen Features geben. Auch Opel, Peugeot und Fiat profitieren als Teile der Stellantis-Gruppe künftig von dieser Kooperation.
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Erste Google, jetzt Amazon. Eigentlich sollte der Suchmaschinendienst zusammen mit Stellantis am neuen Infotainment arbeiten, aus der Zusammenarbeit wurde aber nichts und so musste sich der Automobil-Konzern nach einem neuen Partner umsehen. Die Wahl fiel auf Amazon und hier konkret auf AWS (Amazon Web Services), Amazon Devices und Amazon Last Mile. Zusammen soll das neue "STLA Smart Cockpit" entstehen, ein skalierbares und over-the-air updatebares Betriebssystem mit Alexa als Sprachsteuerung.

Modernes Infotainment mit Cloudanbindung

Ab 2024 soll das System das digitale Leben der Insassen nahtlos in die Fahrzeuge bringen und sogar Zahlungsdienstleistungen anbieten können. Amazon liefert dafür Software, die speziell auf die Bedürfnisse im Automobil-Bereich zugeschnitten sein soll. Stellantis behält die Freiheit darüber, welche Features es wirklich ins die Fahrzeuge schaffen und wie die Oberfläche bedient werden soll. Außerdem soll das System von seinen Nutzern lernen und so individuelle Vorschläge zur Bedienung machen. Opel-Kunden werden somit im Straßenverkehr andere Menüpunkte vorgeschlagen bekommen als Jeep-Fahrer im Gelände. Unterschiedliche Apps sollen sich aus einem eigenen Store herunterladen lassen und so mehr Individualisierbarkeit erlauben. Auch Clouddienste spielen beim neuen System eine zentrale Rolle.

Amazon-Rechner helfen bei der Fahrzeugentwicklung

Aber nicht nur das Infotainment wird in Zukunft mithilfe von Amazon weiterentwickelt, auch die Ingenieure in der Fahrzeugentwicklung profitieren von den Rechenkapazitäten in den USA. Unter dem Namen "Virtual Engineering Workbench" (Virtuelle Entwicklungs-Werkbank) sollen automatisierte Arbeitsabläufe entstehen und die Entwicklungsteams bei Hochleistungs-Simulationen und Tests unterstützen. Schon heute setzen Ingenieure aus unterschiedlichen Bereichen auf die Amazon-Rechenzentren.