Pannen passieren gefühlt meistens nachts – und in der Regel nicht unter Straßenlaternen. Sondern eher dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Wer da ohne Licht einen Reifen wechseln muss, tappt im Dunkeln. Unser Tipp für die schummrige Jahreszeit: eine praktische Stirnleuchte als Alternative zur klassischen Taschenlampe ins Auto legen. Vorteil einer Kopflampe: Sie haben immer die Hände frei. AUTO BILD und BIKE BILD haben zehn Modelle getestet. 
Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
KNOG BILBY 400
59,95 EUR
MAGICSHINE MOH25
66,00 EUR
FENIX HL18R-T
54,90 EUR
LEDLENSER MH7
59,90 EUR
LUPINE PENTA 5700K
160,00 EUR
NITECORE NU32
44,95 EUR
Petzl BINDI
39,95 EUR
BLACK DIAMOND STORM 400
55,00 EUR
SIGMA HEADLED II
24,95 EUR
FORCLAZ BIWAK 500 USB ROT
14,99 EUR

Stirnlampen-Test: Das können gute Lampen

Bei den Stirnlampen geht es im Test nicht nur um die Helligkeit. Klar braucht es ausreichend Licht, um im Motorraum hantieren zu können. Es zählen aber auch andere Faktoren: Wie trägt sich die Lampe? Wie lange hält sie durch? Außerdem sollte sie kaum Platz wegnehmen, wenig wiegen – und am besten kein Vermögen kosten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wasserdichtigkeit. Vier Modelle sind nur spritzwassergeschützt. Ein starker Regen kann also schon zum Defekt führen. Wir empfehlen Lampen mit aufladbaren NiMH-Akkus. Und zwar am besten ein Modell mit USB-Anschluss. Das lässt sich direkt im Auto an einer USB-Buchse oder per 12-Volt-Adapter laden. Achtung, Akkus sind Verschleißteile. Bei fünf der getesteten Modelle kann der Akku nicht gewechselt werden. Somit sind diese Lampen früher oder später Elektronikmüll. Einen guten Ansatz hat hier die Lupine. Der Hersteller wirbt damit, jedes Bauteil, auch den Akku, austauschen zu können. Neben der Funktion als Pannenhelfer sind die kleinen Scheinwerfer auch perfekte Outdoor-Begleiter.
Fazit zum Stirnlampen-Test: Mit einer guten Stirnlampe haben Sie alles im Blick und im Griff. Die großen Vorteile einer Kopfleuchte sind die freien Hände und die gute Ausleuchtung, die eine Reparatur am Auto in der Dunkelheit wesentlich vereinfachen.

Die beste Stirnlampe: Knog Bilby 400

Die Knog Bilby 400 hat ein Band aus medizinischem Silikon mit daraus entnehmbarer Lampe. Sie wird ohne Kabel direkt am USB-Anschluss geladen. Oben sind zwei Tasten. Die eine ist für den Modus, vier gibt es, die andere für die Helligkeitsstufe. Der Boost-Modus ist enorm hell, der weiße Lesemodus perfekt, um andere nicht zu blenden. Für einen schnellen Radwechsel oder eine kleine Reparatur im Motorraum empfehlen wir den breiten Lichtkegel. Testsieg!
Knog Bilby 400
Bilby 400
Knog
Bilby 400

sehr gut

  • Breiter Lichtkegel
  • Lange Akkulaufzeit
  • Wasserdicht
Preis 59,95 €

So haben AUTO BILD und BIKE BILD getestet

Schrauber und Pannenhelfer wünschen sich handliche, leichte Stirnlampen. Entsprechend haben wir nur kleine Modelle in den Test  aufgenommen und auch das Gewicht bewertet. 40 Gramm ergaben zehn Punkte, 140 Gramm fünf Punkte. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Tragekomfort. Hier gab es zum Beispiel Abzug, wenn die Lampe leicht drückte, bei Bewegung etwas instabil auf dem Kopf saß oder uns beim Tragen selbst geblendet hat. Natürlich wurde auch die Helligkeit bewertet – und zwar auf höchster Dauerstufe. Wichtig vor allem, wie breit, hell und weit sie leuchten kann. Im Punkt Laufzeit haben wir bei Zimmertemperatur getestet, wie lange die Lampen auf höchster Stufe durchhalten. Drei Stunden ergaben zehn Punkte, eine Stunde sechs Punkte. Allerdings sind nicht nur die Laufzeiten der hohen Stufen, sondern auch die der niedrigen wichtig. Hält die niedrigste nutzbare Stufe weniger als 20 Stunden, wurden zwei Punkte abgezogen. Der Bewertungspunkt Funktionalität fasst einige Kriterien zusammen. Zwei Punkte wurden abgezogen, wenn die Lampe nicht wasserdicht ist. Einen weiteren Punkt Abzug gab es für eine fehlende helle oder eine fehlende schwache Helligkeitsstufe. Lassen sich die Lampen nicht stufenlos in der Neigung einstellen, haben wir erneut einen Punkt abgezogen. Eine fehlende USB-Ladebuchse bedeutete zwei Punkte minus. Einstellbare Lichtkegel per Drehkranz honorierten wir dagegen ebenfalls mit einem Bonuspunkt.

Von

Svenja Schrade