Wer sein Elektroauto direkt an der heimischen Wallbox auflädt, spart beträchtlich – nicht nur gegenüber dem Strompreis an öffentlichen Ladesäulen, sondern auch im Vergleich zu Spritpreisen an der Tankstelle. Damit ist das E-Auto nach dem krassen Strompreisanstieg während und nach Kriegsbeginn in der Ukraine nun bei den Betriebskosten erneut die bessere Wahl gegenüber dem Verbrenner.

Berechnung bei jährlicher Fahrleistung von 11.000 km

Das Preisvergleichsportal Check24 hat für seine Berechnung gemittelte Preise und Verbrauchswerte miteinander ins Verhältnis gesetzt. Für ein Elektroauto wurde ein Verbrauch von 21 kWh Strom auf 100 km angesetzt, die durchschnittliche Fahrleistung im Jahr mit 11.000 km angenommen. Als durchschnittlicher Strompreis wurden 36 Cent pro Kilowattstunde definiert – das ist der aktuelle Bestandskundenpreis, für Neukunden ist es aktuell sogar noch zehn Cent günstiger.

Die besten Wallboxen

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Komplette Liste: Die besten Wallboxen
Sofern es nun gelingt, den Akku ausschließlich am privaten Stromanschluss zu füllen, ergeben sich laut der Berechnung jährliche Stromkosten von 840 Euro. Beziehen Verbraucher ihren Strom von einem alternativen Stromanbieter, entstehen jährlich sogar nur 627 Euro an Energiekosten.
Aral Pulse Ladesäule
Das Schnellladen am Straßenrand bringt zwar einen Zeitgewinn, aber auch höhere Ladekosten.
Bild: Aral
Da die Spritpreise in den vergangenen Monaten im Schnitt erheblich gestiegen sind, sehen Verbrenner bei den reinen Kilometerkosten alt aus. Beim Verbrenner mit Benzinmotor setzte das Vergleichsportal 7,7 Liter Durchschnittsverbrauch auf 100 km an. Multipliziert mit dem aktuellen Benzinpreis in Höhe von 1,82 Euro pro Liter ergeben sich bei 11.000 km im Jahr 1542 Euro. Der Diesel (1,66 Euro pro Liter, Durchschnittsverbrauch 7 Liter/100 km) liegt mit 1278 Euro im Jahr dazwischen.

Schnellladen fast so teuer wie Benziner fahren

Auch die Kosten fürs öffentliche Laden haben die Preis-Checker mit dem Wallbox-Laden zu Hause ins Verhältnis gebracht. Hier setzten sie einen Durchschnittspreis fürs AC-Laden von 55 Cent pro kWh an – natürlich kann öffentliches Laden auch günstiger, aber auch sehr viel teurer sein.
Wer jedoch in der Stadt in einem Mehrfamilienhaus wohnt, der hat oft keine andere Möglichkeit, als öffentliche Ladesäulen zu nutzen. Dann zahlt man unter den genannten Parametern 1271 Euro, also geringfügig weniger als Dieselfahrer. Und 431 Euro mehr als diejenigen, die nur zu Hause laden.
Jetzt wird's arg theoretisch: Wer ausschließlich am DC-Schnelllader die Akkus füllt, zahlt bei einem angenommenen Durchschnittspreis von 66 Cent/kWh insgesamt 1524 Euro für die 11.000 km im Jahr. Das sind 685 Euro mehr, als wenn der Strom am heimischen Anschluss gezapft wird.
Vor allem aber ist es teurer als Diesel- und nur wenig günstiger als Benziner-Fahren. Bei der Wahl des Antriebs im nächsten Auto sollte also vermehrt das Augenmerk darauf gelegt werden, ob das Laden an einer Wallbox zu Hause möglich ist.