Studie Autofahrer-Profile
Wackeldackel und Häkel-Klorolle

Zeige mir dein Auto, und ich sage dir, wer du bist: Eine Studie enthüllt, wie Menschen von der Automarke auf den Besitzer schließen. Ergebnis: Mercedes-Fahrer gelten als spießig, im Porsche sitzen sportliche Draufgänger, im Mini attraktive Studentinnen.
- Peter Schelling
Am Lenkrad ein gesetzter Mann mit Pepitahut und Hornbrille, hinten auf der Ablage schunkelt ein Wackeldackel mit dem Kopf, oder eine Rolle weichen Klopapiers mit einem gehäkelten Wollüberzug harrt der Dinge, die da kommen: Das war das Bild, das die Bundesbürger bis in die 80er Jahre von Audi hatten. Der Audi-Jahrgang 2008 sieht ganz anders aus: Am Steuer eines schnittigen Cabrios sitzt ein braun gebrannter Skilehrertyp und föhnt den Pagenkopf im Fahrtwind. Zu seiner Rechten eine hübsche Blondine. In beiden Klischees steckt ein Kern Wahrheit – von der Automarke schließen viele direkt auf den Besitzer und umgekehrt. Wer hat sich nicht selbst schon bestätigt gefühlt: Je größer das Auto, desto kleiner sein Fahrer.

Mercedes-Fahrer sind im Schnitt 51 Jahre alt
Bei der Frage nach dem Durchschnittsalter der Fahrer ergaben sich ebenfalls eindeutige Zuordnungen. Die jüngsten Fahrer vermuten die Befragten mit 29 Jahren im Mini, gefolgt vom kleinen Smart (31,7 Jahre). Wer im Mercedes sitzt, zählt laut Umfrage bereits 51 Lenze. Wie abschreckend dieser Ruf zu sein scheint, belegt folgende von einem Magazin überlieferte Begebenheit. Eine Mutter schaut sich beim Händler ein Fahrzeug der M-Klasse an. Ihr elfjähriger Sohn sagt: "Mit dem bringst du mich nicht zur Schule. Das ist peinlich." Ganz widerspruchsfrei ist die Umfrage nicht: So sind 56 Prozent der Befragten der Ansicht, Porsche-Fahrer seien Draufgänger. Zugleich wird ihr Durchschnittsalter auf 42 Jahre geschätzt. Hat man da die wildesten Zeiten nicht schon längst hinter sich?
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