Subaru Outback 2.5i AWD im Dauertest
So hat der Subaru Outback 100.000 Kilometer gemeistert
Bild: AUTO BILD
Der Subaru-Schlüssel war bei uns immer gefragt bei denjenigen, die Langstrecken zu bewältigen und zugleich keine Eile hatten, weil die Route ohnehin durch Tempolimit-Länder führte.
Das Navi könnte neuer sein
Kritikpunkte, die sich durch das Fahrtenbuch ziehen: Die nicht zuletzt aus Platzgründen verbaute CVT-Automatik arbeitet zwar ruckfrei, aber mit spürbarem Gummibandeffekt – beim kräftigen Beschleunigen dreht der wohlklingende 2,5-Liter-Saugboxer erst übertrieben hoch, der Tempozuwachs stellt sich nur mit Verzögerung ein.

Schnee und Matsch verlieren im Subaru ihren Schrecken – dank zupackendem Allradantrieb via Lamellenkupplung.
Bild: AUTO BILD
Da das Getriebe die kurzen Übersetzungen zu lange festhält, jubeln Dynamiker auch den Verbrauch hoch. Das nervt ausgerechnet im Zugfahrzeugbetrieb, ansonsten eine Paradedisziplin des Outback. Es hilft, per Schaltpaddel manuell hochzuschalten.
Zweiter Kritikpunkt: übereifrige Assistenten. Zitat: "Ein Orchester aus Warntönen, und diese belehrenden Lenkeingriffe!" Ausschalten geht nur über ein vierstufiges Menü und einmal Wischen. Weitere Kritikpunkte: Wenig Ablagen vorn, das Navi ist nicht das modernste, und die Menüführungen wirken teils unlogisch. Die Blinkerautomatik verwirrt, statt zu entlasten.

Der Subaru Outback darf 2,2 Tonnen ziehen. Eine Grafik im Heckkamerabild ermöglicht ein präzises Ankuppeln.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Die Pluspunkte des Outback
Kommen wir zum Lob, und das überwiegt: der luftige Motorraum, der Werkstätten die Arbeit erleichtert, die gute Rundumsicht, große Sitze, bis zu 1822 Liter gut nutzbarer Laderaum.
Der eigenwillige Japaner – gegen den Trend baut er höher als der Vorgänger – bietet so einige versteckte Qualitäten, die ihn für etwas schwerere Aufgaben zur ersten Wahl machen. Anfahren in Steilhängen kann man mit ihm ohne Traktionsverlust, ohne hochspritzende Steinchen. Selbst nach x-facher Wiederholung "kocht" es nicht im stufenlosen Getriebe, dem Subaru einen Wandler vorgeschaltet hat – hier waren Entwickler mit Offroaderfahrung am Werk.

Die Lenkung will bei Geradeausfahrt oft korrigiert werden. Echte Uhren, Klimabedienung via Zentralbildschirm und echte Temperaturtasten.
Bild: AUTO BILD
Die Reling – mit 100 kg Last dynamisch und 318 kg statisch – eignet sich bestens für Dachzelte. Ein der Jägerei zugeneigter Kollege lobt 213 mm Bodenfreiheit, günstige Karosseriewinkel und Stahl-Unterfahrschutz (180 Euro extra). An die aus der Mitte heraus indifferente Lenkung, die sich ab 150 km/h arg versteift, gewöhnt man sich wie an das ganze Auto. Aus diesem Holz dürften gern mehr Dauertests geschnitzt sein.
Fazit
Subaru bleibt Subaru: schön eigenwillig, mit Saugboxer, allradtechnisch ausgefeilt, konnektivitätstechnisch weniger. Obwohl durstig, empfiehlt sich der außen wie innen große Outback als Reisekumpel mit Entspannungseffekt. Zu viel Dichtmasse und kleine Rostansätze hier und da, aber alle Aggregate blieben trocken und frei von Ölnebel. Und: Trotz 100.000-km-Dauertest-Stress wirkt das Interieur noch recht frisch.
Service-Links










