Man kann dem WRX STi ja einiges vorhalten: dass er konzeptionell nach wie vor ein recht eigenbrötlerisches Süppchen kocht, zum Beispiel; oder dass er immer etwas halbstark auftritt. Doch eines sollte man dem japanischen Allrad-Kauz nie in Abrede stellen: dass er sich über all die Jahrzehnte hinweg stets treu geblieben ist. Insofern überrascht es irgendwie kaum, dass sich das Datenblatt der seit Juni2014 verfügbaren Neuauflage einmal mehr wohlvertraut liest: Allrad mit Zentraldifferenzial, Quaife-Sperre vorn, Torsen-Differenzial hinten sowie elektronisches Torque-Vectoring an beiden Achsen; geboxerter 2,5-Liter-Turbo mit 300 PS und 407 Newtonmeter Drehmoment; Sechsgang-Handschaltung, 255 km/h, 5,2 Sekunden auf 100. Klingelt’s? Richtig! Faktisch wandelt der Neue auf vertrauten Spuren. Selbst der Normverbrauch änderte sich nur nachkommastellig. Von einer Mogelpackung zu sprechen, wäre dennoch zu hart. Denn auch wenn es die Daten nicht vermuten lassen, so hat sich am STi tatsächlich einiges geändert.Und dazu gehört auch der Grundpreis, der um 7500 Euro (Active) beziehungsweise 7900 Euro (Sport) nach unten korrigiert wurde. Damit startet das Vergnügen künftig bei 41.900 Euro, was in etwa dem Tarif einer S3 Limousine entspricht. Unterschied: Während der Audi ein von vorn bis hinten durchtechnologisiertes Kind der Moderne ist, bleibt der Subaru technisch so organisch wie ehrlich.


Fazit

von Manuel Iglisch
Reizvoll war die einzigartig "rallyegiöse" Abstimmung des STi schon immer. Dank des deutlich niedrigeren Preises wird sie nun auch attraktiv. Zumal die Agilität auf Asphalt einen spürbaren Sprung nach vorn gemacht hat. Schade nur, dass uns der spritzigere Zweiliter-Boxer aus Japan weiterhin vorenthalten wird.