Subaru XV I: Gebrauchtwagen-Test
Vorsicht vor dem Boxer-Diesel!

Auch in die erste Generation des XV baute Subaru seinen ungewöhnlichen Diesel-Boxermotor ein. Das war keine gute Idee. Gebrauchtwagen-Test!
- Martin Braun
Manchmal erlebt man ein besonders großes Desaster, wenn man es besonders gut meint. Beispiel: Subaru und der Dieselmotor. Die japanische Allrad-Marke ist seit 1980 in Deutschland vertreten und musste seitdem zuschauen, wenn andere Hersteller gute Geschäfte mit der Kombination aus Allrad und Dieselmotor machten. Zwar interessieren sich für den sparsamen, aber härter laufenden Ölverbrenner nur die Europäer und nicht der Rest der Welt. Aber schließlich ist Subaru auch in Europa zur Zeit der Jahrtausendwende eine gut eingeführte Marke mit einem hervorragenden Ruf in Sachen Zuverlässigkeit und Langlebigkeit.
2008 kam der Diesel, 2018 ging er wieder

Dieser Subaru-eigene Boxer-Turbodiesel hat den Japanern viel Verdruss und Kosten beschert.
Die Benziner-XV bleiben von Schäden verschont

Der Laderaum hat eine Länge von 0,80 bis 1,58 Meter und bietet 380 bis 1270 Liter Volumen.
In Sachen Zufriedenheit ist die Kundschaft gespalten
Die Wartung selbst und die Betreuung durch die Subaru-Vertragshändler wird dagegen fast uneingeschränkt positiv beurteilt. 94 Prozent der XV-Besitzer sind zufrieden mit der Arbeitsleistung der Subaru-Werkstätten. Der Preis für eine große Inspektion wird mit durchschnittlich 460 Euro angegeben. Bei der Zufriedenheit und dem Wiederkauf gibt es eine Spaltung: Die Dieselfahrer wollen mehrheitlich (59 Prozent) auf eine andere Marke umsteigen, nachdem Subaru die Dieselproduktion 2018 eingestellt hat. Die Benzinerfraktion schwört der Marke dagegen die Treue. 52 Prozent wollen wieder hier kaufen – ein heutzutage unfassbar guter Wert. Abwanderer (elf Prozent) gibt es aber auch hier – hauptsächlich, weil Subaru inzwischen keine Handschaltung mehr anbietet.Fazit von Redakteur Martin Braun: Die Benziner kann man uneingeschränkt empfehlen, den Diesel nehmen bitte nur wahre Optimisten. Denn hier ist das Risiko teurer Schäden enorm hoch. Kein Wunder, dass Subaru aus dem Dieselprojekt ausgestiegen ist.
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