Sultan von Brunei: Autosammlung geleakt
Das Geheimnis einer der wertvollsten Autosammlungen ist gelüftet

Bild: instagram.com/Supercarblondie
Das Geheimnis wurde gelüftet! Über viele Jahrzehnte war die Autosammlung des Sultans von Brunei eines der größten Mysterien unter Petrolheads. Gerüchte und Mythen gab es viele, Fakten nur wenige. Noch weniger Fotos existierten. Angeblich sollte die Sammlung rund 7000 Autos umfassen und über eine Milliarde Euro wert sein. Belege gab es keine – bis jetzt. Vor wenigen Tagen wurde ein Cloud-Album geleakt, das Fotos von mutmaßlich allen Autos des Sultans von Brunei umfasst!
Schon mal vom Bentley Dominator, Ferrari F90 oder Aston Martin AM4 gehört? Nicht? Kein Wunder, denn das ist nur ein kleiner Auszug der Autos, die explizit für die königliche Familie von Brunei gebaut wurden. Hier geht es direkt zum spektakulären Fotoalbum!
Zusammengetragen wurde die unglaubliche Sammlung zwischen 1980 und 2000 von Prinz Jefri, dem Bruder des Sultans. Gerüchte besagen, dass Prinz Jefri ein riesiger Auto-Enthusiast gewesen sein soll und er durchschnittlich pro Tag umgerechnet rund 500.000 Euro für die Traumautos ausgegeben haben soll. Traumautos, die zum Teil auf expliziten Kundenwunsch für die Königsfamilie angefertigt wurden. Es gibt Mythen, dass Hersteller wie Bentley oder auch Aston Martin in dieser Zeit lediglich durch die Aufträge aus Brunei überleben konnten. Was es bisher nur ganz vereinzelt gab, sind Fotos und Nachweise über die Existenz der Autosammlung.
Zwischen 3000 und 7000 Autos?
In den Garagen-Komplexen, zu denen auch ein sogenannter "Dark Room" und ein gläserner Schaukasten für die extrem wertvollen Autos gehören, herrschte über alle Jahre striktes Foto-Verbot. Dennoch gelangten immer wieder Fotos an die Öffentlichkeit, die das gesamte Ausmaß der Sammlung jedoch nur erahnen ließen. Zuletzt gab es gleich mehrere Instagram-Accounts, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Licht ins Dunkel der vermutlich größten Autosammlung der Welt zu bringen. Bis heute ist nicht genau bekannt, wie viele Autos die Sammlung tatsächlich umfasst. Es sollen zwischen 3000 und 7000 Autos sein.
Die wenigen geladenen Gäste, die sich vor Ort ein Bild von den Autos machen konnten, berichteten, dass die Innenräume vieler Autos stark verschimmelt waren, weil die Klimaanlagen der einzelnen Garagen abgeschaltet wurden. Während sich anfänglich noch ein ganzes Team von Mechanikern um die Autos gekümmert haben soll und die Hersteller jedes Jahr Servicekräfte nach Brunei entsandten, wurden die Autos über die Jahre wohl nicht mehr so penibel gepflegt, hieß es.
Auf den kürzlich aufgetauchten Fotos ist in der Tat zu erkennen, dass die Innenräume vieler Autos von Schimmel befallen sind. Aber: Wo kommen die Tausenden Fotos so plötzlich her, nachdem es über Jahrzehnte praktisch still um die Sammlung war?
Fotos stammen aus dem Jahr 2001
Eine Antwort, die sicherlich auch die königliche Familie gerne hätte. Feststeht, es handelt sich hierbei um Inventarfotos aus dem Jahr 2001, die einen Großteil der Sammlung zeigen. Wie die über 20 Jahre alten Fotos per Cloud-Album an die Öffentlichkeit gelangten, ist nicht überliefert. Fakt ist: Petrolheads und Auto-Liebhaber aus der ganzen Welt können sich endlich an dem Anblick der teilweise einzigartigen Autos erfreuen. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, hier ein kleiner Auszug der absoluten Highlights der Sammlung:
- fünf Dauer Porsche 962 LM
- mehr als zehn Porsche 959
- sechs Ferrari F50 (zum Teil auf Rechtslenker umgebaut)
- sieben Ferrari F40
- Ferrari F40 LM (Rechtslenker mit Testarossa-Sitzen)
- Ferrari 288 GTO Evoluzione (Rechtslenker mit Radio)
- mehr als zehn Jaguar XJ220
- zwei Jaguar XJR-15
- McLaren F1 GT (einer von drei)
- drei McLaren F1 LM
- McLaren F1 GTR
- drei McLaren F1 (Straßenversionen)
- vier Bugatti EB110 SS
Hinzu kommen unzählige Spezialanfertigungen verschiedener Hersteller. Alleine Bentley hat für die Königsfamilie rund ein Dutzend exklusiver Modelle wie den Dominator, Java, Grand Prix, Silverstone, Imperial oder den Buccaneer angefertigt. Gleiches gilt für Aston Martin, Ferrari und vor allem Mercedes, die beispielsweise mehrere S-Klassen der Baureihe W 140 mit 7,3-Liter-V12 unter der Haube zum Kombi umgebaut haben. Zu den Spezialaufträgen zählten auch mehrere Ferrari 456 mit Nachtsichtgeräten oder ein gepanzerter Porsche 928. Der Fantasie waren offensichtlich keine Grenzen gesetzt.
Wie es heutzutage um die Autos bestellt ist, ist nicht bekannt. Aber: Nur sehr wenige Fahrzeuge der Sammlung wie der gelbe McLaren F1 wurden verkauft, andere wie zum Beispiel der über 20 Millionen Euro wertvolle McLaren F1 GT wurden auf dem Weg zum Service in Großbritannien gespottet. Doch der Großteil der Autos dürfte sich nach wie vor in den Garagen die Reifen eckig stehen und möglicherweise vor sich hin schimmeln.
Für alle, die in den kommenden Stunden noch nichts vorhaben, hier noch mal der Link zum Fotoalbum – viel Spaß beim Durchstöbern!
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