Wohnmobil-Test Sunlight A 60

Sunlight A 60: Wohnmobil-Test

Sunlights kürzester Alkoven: Viel Wohnraum in der Vertikalen

Viva la Alkoven! Die Nasenbären bleiben die absoluten Lieblinge bei Familien. Für 2021 hat Sunlight seine vierte und kürzeste Variante ins Programm genommen.
Unsere Städte wachsen, Wohnraum in den Metropolen wird knapper. Flächen für Neubebauung gibt es kaum noch. Vielerorts wird deshalb einfach in die Höhe gebaut. Vertikale Verdichtung nennt man das. Bei der steigenden Zahl der Reisemobilisten, die in der Hochsaison einen Platz in den Top-Regionen suchen, wäre das vielleicht auch mal eine Idee für die Campingbranche. Wie das aussehen könnte, macht uns Sunlight mit seinem neuen Alkoven A 60 vor: Das Wohnmobil bietet vier echte Schlafplätze, ein offenes Raumgefühl und jede Menge Stauraum auf unter sechs Meter Fahrzeuglänge!
Das ist er: Der kürzeste Alkoven, den die Erwin-Hymer-Tochter derzeit im Programm hat. Und optisch ein typischer Sunlight: Das Holzdekor ist modern und gemütlich, die matt weißen Schrankfronten sorgen für Helligkeit und lassen den Wohnraum noch größer wirken, als er es wegen der hohen Alkovendecke ohnehin ist. Der Möbelbau fühlt sich beim Testcampen sehr solide an – so sind wir es gewohnt von Sunlight­-Reisemobilen. Für eine fototaugliche Lichtstimmung sorgen tagsüber die großen Seiten- und Dachfenster und am Abend ein gemütliches Lichtkonzept mit teilweise indirekter Beleuchtung.
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Ab Werk bringt der kleine Alkoven nur die Basics mit

Dachschränke und Regal bieten ausreichend Stauraum über dem Heckbett.

©Christoph Börries / AUTO BILD

Das hat er: Ziemlich viel Stauraum für einen kurzen Nasenbären. So sind über dem Heckbett drei Dachschränke und ein Regal für die Bettlektüre angebracht. Und der hydraulisch klappbare Lattenrost gibt einen zweiten Kleiderschrank (zusätzlich zum Kleiderschrank neben der Küche) und ein Staufach frei. Nur in der Heckgarage wird es bei den kurzen Abmessungen des A 60 ziemlich eng. Ab Werk ist der kleine Alkoven lediglich mit den Basics ausgestattet. Für unser reisetaugliches Testfahrzeug kommen noch der 140­-PS­-Motor (949 Euro), 16­-Zoll-Stahlfelgen (279 Euro), eine zweite Heckgaragenklappe (359 Euro), Markise und Fahrradträger (zusammen 1545 Euro), Chassis-Paket (u. a. Klimaanlage, Beifahrerairbag, Tempomat, beheizte Außenspiegel, 1999 Euro) und das Basic­-Paket (u. a. Panoramadachhaube, Spiegel mit Beleuchtung und Garderobenhaken, Steckdosen, 999 Euro) hinzu. Nicht so schön sind dabei die "Pflichtoptionen" (z. B. Duschraumverkleidung, 499 Euro), die in jedem Fall fällig werden, auch wenn der Kunde sich gegen Basic­ und Chassis­-Paket entscheidet. 3361 Euro kommen da zusammen, die man eigentlich auf den Basispreis des Fahrzeugs aufschlagen müsste.

Technische Daten
Motorisierung MultiJet II 140
Leistung 103 kW (140 PS) bei 3600/min
Hubraum 2287 cm3
Drehmoment 350 Nm bei 1400/min
Höchstgeschwindigkeit 130 km/h
Getriebe/Antrieb Sechsgang manuell/Vorderrad
Tankinhalt/Kraftstoffsorte 75 l/Diesel
Länge/Breite/Höhe 5950/2320/3140 mm
Radstand/Bereifung 3450 mm/215/70 R 15 C
Leergew. fahrbereit/Zuladung (Testmobil) 2847/653 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst) 2000/750 kg
Material Wand/Dach/Boden Alu/GFK/Holzverbund
Liegefläche Alkoven L x B 2100 x 1600 mm
Liegefläche Heck L x B 2100 x 1400/1300 mm
Kühlschrank/inkl. Eisfach 113/14 l
Herd 3 Flammen
Bordbatterie 95 Ah
Frisch-/Abwassertank 122/92 l
Gasvorrat/Heizung 2x 11 kg/Truma Combi 6
Grundpreis 40.399 Euro
Testwagenpreis 46.678 Euro

Der hohe Schwerpunkt sorgt ab 120 km/h für leichtes Wanken

Mit den optionalen 140 Pferdchen geht's entspannt voran. Weniger Leistung sollte es aber nicht sein.

©Christoph Börries / AUTO BILD

So fährt er: Recht leise für einen Alkoven. Die hohe Front und die (eigentlich schön) großen Dachhauben verursachen ein wenig Ohrensausen. Doch der Ausbau selbst bleibt still. Die sechs Ducato­-Meter mit den optionalen 140 Pferdchen durch enge Gassen zu manövrieren, ist sehr entspannt. Weniger Leistung (Serie sind 120 PS) sollte es allerdings nicht sein, denn der mächtige Aufbau gibt ordentlich Widerstand auf der Autobahn. Das Problem mit kurzen Alkoven: Der hohe Schwerpunkt, dem das Gegengewicht fehlt. Das sorgt bei Geschwindigkeiten jenseits von 120 km/h für leichtes Wanken, das zwar nicht gefährlich, aber doch unangenehm ist. Hinzu kommt die Windanfälligkeit des Alkoven – Fahrdynamikwunder darf man vom A 60 nicht erwarten. Gut, dass die meisten Reisemobilisten nach Entschleunigung streben. (Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile)

Wohnmobil-Test Sunlight A 60

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Weitere Themen: Dachzelte im Vergleich
Fazit von Jenny Zeume: Schick, solide und geräumig: Mit dem machen Sie nichts falsch! Der A 60 bietet trotz seiner kurzen sechs Meter Länge vier vollständige Schlafplätze und jede Menge Wohnraum. Was uns nervt, sind die Pflichtoptionen in der Preisliste. Urteil: vier von fünf Punkten.

Autor: Jenny Zeume

Fotos: Christoph Börries / AUTO BILD

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