Tank-Tipps für die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel
Wann Benzin und Diesel günstig sind – und wann nicht!
Rund um die Feiertage dreht sich das Preisroulette an Tankstellen anders als sonst: Es gibt günstige und eher teure Tage. Welche das sind, hat AUTO BILD mithilfe der KI gecheckt. Wann lohnt sich Volltanken – wann eher nicht?
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Raphael Schuderer
Weihnachten und die Zeit rund um den Jahreswechsel sind Hauptreisezeit. Viele wollen mit dem Auto zu Familie und Freunden – und müssen vorher noch tanken. Doch Vorsicht: Traditionsgemäß dreht sich rund um die Feiertage das Preisroulette an den Zapfsäulen anders als sonst. Wann ziehen die Kraftstoffpreise an, und wann lohnt sich das Volltanken?
Bei der Preisprognose hilft die künstliche Intelligenz. AUTO BILD hat mithilfe der KI analysiert, wie sich die Spritpreise voraussichtlich entwickeln. In die Berechnung flossen die Feiertage der einzelnen Bundesländer ein – ebenso die Preisschwankungen der vergangenen zehn Jahre.
Die Vorschau zeigt eindeutig: Früh tanken lohnt sich! Pünktlich zum Fest steigt neben der Vorfreude meist auch der Spritpreis. Erst nach den Weihnachtsfeiertagen ist wieder mit Entspannung und sinkenden Preisen zu rechnen. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt allerdings der CO₂-Preis im kommenden Jahr – dazu unten mehr.
Wann zu Weihnachten und zum Jahreswechsel das Tanken günstig ist
An diesen Wann zu Weihnachten und zum Jahreswechsel das Tanken günstig ist
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Unsicherheitsfaktor CO₂-Preis
Ein zusätzlicher Preisfaktor ist die Abgabe für CO₂. Bis Jahresende liegt sie bei 55 Euro pro ausgestoßener Tonne. Ab dem 1. Januar 2026 bewegt sich der Betrag im Rahmen des Emissionshandels in einem Preiskorridor von 55 bis 65 Euro. Das System funktioniert so: Wer Schadstoffe in den Verkehr bringt – im Fall der Kraftstoffe also die Mineralölkonzerne –, muss CO₂-Zertifikate erwerben. Diese stehen gewissermaßen für Verschmutzungsrechte und werden ab 2026 frei innerhalb des genannten Korridors an der Börse gehandelt. (THG-Prämien im Vergleich: Anbieter mit der höchsten Quote 2026)
Erhöhung um maximal 3 Cent pro Liter
Offen ist, ob der Höchstbetrag von 65 Euro bereits zum Jahreswechsel erreicht wird. Dann könnte der Literpreis für Kraftstoff ohne Bioanteil um bis zu drei Cent pro Liter steigen – bei Benzin etwas weniger (rund 2,8 Cent), bei Diesel etwas mehr (rund 3,2 Cent). AUTO BILD hat hierzu beim Bundesumweltministerium nachgefragt. Ein Sprecher erklärte: "Der CO₂-Preis kann sich um null Cent erhöhen oder um maximal rund drei Cent. Die tatsächliche Steigerung ergibt sich aus dem Zertifikatehandel an der Börse." Autofahrer müssen diese Entwicklung also abwarten.
Tages-Preisverlauf IMMER beachten:
Wichtig zu wissen: Auch im Tagesverlauf ändern sich die Spritpreise mehrfach. Am günstigsten ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr.
Die Grafik zeigt einen typischen Tagesverlauf für Benzin und Diesel.
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Die teuersten Zeiten liegen laut ADAC zwischen 7 und 8 Uhr morgens. Insgesamt schwanken die Preise im Tagesverlauf um durchschnittlich 13 Cent pro Liter.