Kaum ein Auto polarisiert derzeit so sehr wie der Tesla Cybertruck. An Elon Musks futuristischem wie klobigen Prestigeprojekt scheiden sich weiter die Geister. Eines ist aber in keinem Fall eine gute Idee: den Cybertruck weiterzuverkaufen, sollten Sie schon eines der begehrten Exemplare erworben haben. Zumindest, wenn Sie es sich mit Tesla nicht verscherzen wollen.
Denn verstoßen Halter gegen die Anti-Verkaufsklausel, die Tesla in den Kaufvertrag zum Cybertruck aufgenommen hat, droht tatsächlich Ärger. Die Klausel besagt, dass der Elektro-Pick-up frühestens nach einem Jahr wieder abgegeben werden darf.

Cybertruck-Bestellungen werden storniert

Was passiert, wenn man sich der Vorgabe widersetzt, fand nun ein Mitglied des Online-Forums "Cybertruck Owners Club" namens "malinecentral" raus: Er stellte seinen Cybertruck eigenen Angaben zufolge auf mehrere Websites, "um zu sehen, wie es läuft", schildert der Besitzer.
Tesla Cybertruck - Vorstellung
Der Tesla Cybertruck ist Elon Musks ganzer Stolz. Das bekommen jetzt auf fragwürdige Weise auch seine Kunden zu spüren.
Bild: Tesla
Tesla bekam das jedoch mit und ließ umgehend Konsequenzen folgen: Das Unternehmen stornierte kurzerhand zwei weitere offene Reservierungen, die der Halter für den Cybertruck bereits getätigt hatte. Teslas Abteilung für Verlust und Prävention habe ihn nun intern markiert, schreibt "malinecentral", dem von einem Verkaufsleiter bestätigt wurde, dass seine Reservierungen storniert wurden.
Immerhin: Das Geld dafür habe er in beiden Fällen zurückbekommen. Für die Zukunft gelte das allerdings nicht mehr, bei einer weiteren Order dürfte der Nutzer auf den Gebühren für Reservierung und Bestellung von rund 100 respektive 250 US-Dollar sitzen bleiben. Grund: Er sei nun bereits über seinen Status benachrichtigt.

Blacklist: Tesla benimmt sich wie Bugatti

Offen bleibt dabei allerdings, ob die Sperre nur für den Cybertruck gilt oder auch alle weiteren Tesla-Modelle. Zumindest der Service für seine bestehenden Tesla-Modelle sei davon nicht betroffen, berichtet der Halter.
Das Vorgehen des Herstellers erinnert indes stark an Bugatti: Dort stehen ebenfalls viele, teils namhafte Kunden auf der Blacklist, weil sie es gewagt haben, einen der sündhaft teuren Supersportwagen weiterzuverkaufen – sehr zum Missfallen der Premium-Marke.