Mit dem kantigen Cybertruck wollte Tesla den Automarkt aufmischen. Doch der eiserne Pick-up ist ein Ladenhüter. Mit neuen Konditionen will man nun den Verkauf ankurbeln.

Nur 40.000 statt 500.000 Tesla Cybertruck verkauft

500.000 Exemplare des Cybertruck wollte man 2024 verkaufen, tönte Elon Musk, als das E-Auto vorgestellt wurde. Bislang wurden allerdings nur rund 40.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Die Produktion musste deshalb schon gedrosselt werden. Doch das reicht nicht: Tesla schraubt jetzt an den Konditionen, um den Ladenhüter an die Kunden zu bringen.

Cybertruck zum Dumping-Zins

Wie das Fachblatt "Electrek" meldet, senkt Tesla den Finanzierungszins für den Cybertruck von 6,00 auf 1,99 Prozent – so hoffe man, im ersten Quartal 2025 zumindest noch 10.000 Fahrzeuge verkaufen zu können. Hochgerechnet aufs ganze Jahr wären das dann wieder nur rund 40.000 Stück. Das reiche nicht mal aus, um die Entwicklungskosten für den Cybertruck wieder reinzuholen, so Electrek.

Tesla Model 2 wäre besser gewesen

Die Experten sind sich einig: Anstelle eines Muskelprotz-Autos wie dem Cybertruck hätte man besser den Tesla Model 2 auf den Weg bringen sollen, also einen kleinen Tesla für entsprechend weniger Geld.
Aber so sieht es beim US-Autobauer derzeit schlecht aus. Schon bevor sich Musk im Vorfeld der Bundestagswahl für die AfD aussprach, brachen hierzulande die Verkaufszahlen ein. Die Äußerungen führten nicht zur Stabilisierung, im Gegenteil: Auch in anderen EU-Staaten ging der Absatz unter anderem wegen der Nähe von Musk zu Donald Trump in den Keller.
Das bekam sogar die Tesla-Aktie zu spüren. Analysten hoffen nun darauf, dass Tesla in diesem Jahr doch noch ein neues E-Auto für rund 35.000 Euro bringt, um den Kurs wieder nach oben zu treiben.

Deutschland-Start ungewiss

Aufgrund seiner Bauform erhält der Cybertruck in Deutschland übrigens keine Straßenzulassung. Gerüchten zufolge wollte Tesla eine abgespeckte Variante irgendwann nach Europa bringen. Das dürfte angesichts des ausbleibenden Erfolgs wohl fraglich sein.