Model 3 auf der Rennstrecke

Tesla Model 3 Performance: Rennstrecken-Test

So performt das Model 3 auf der Rennstrecke

Viel Leistung trifft auf hohes Gewicht: Zum ersten Mal können wir mit dem Tesla Model 3 Performance auf Zeitenhatz gehen. Wie schlägt er sich?
Eine spannende Sache, dieser Tesla Model 3: weil es ihn nun als sportliche Performance-Version gibt, weil das Beschleunigungserlebnis in die Nackenschmerz-Kategorie fällt und weil die Anreise zur Rennstrecke fast ebenso spannend ist wie Rundenzeiten, Messwerte etc. Tesla spielt mit dem Model S nun schon seit gut sieben Jahren auf dem deutschen Markt mit, seit 2018 gibt es das kleinere Model 3. Mit ihm können wir erstmals auf Zeit fahren und Messungen durchführen.

Das Sprintvermögen des Model 3 ist beeindruckend

Sportlich: Tempo 100 hakt der Model 3 in 3,9 Sekunden ab, 200 km/h stehen nach 15,3 Sekunden an.

Ab auf die Bahn Was haben wir mit dem Tesla vor? Natürlich die harte Nummer: Rennstrecke, Verbrauch, Wiegen – im Grunde das volle Testprozedere. Um alles in einem Aufwasch durchzuziehen, fahren wir zur Dekra an den Lausitzring. Hier haben wir Schnelllader, Test- und Rennstrecke. 377 Kilometer sind es von der Redaktion zum Lausitzring. Kein Problem: Wer sich zur Watt-Wanderung bei rund 120 km/h einpendelt, bringt es auf reale 500 Kilometer Reichweite. Vollgas sprengt den Rahmen drastisch: Der Volllastanteil, der ein Sechstel unserer knapp 110 Kilometer langen Standard-Verbrauchsrunde ausmacht, reduziert die Reichweite auf 290 km. In der Lausitz angekommen geht es direkt aufs Testoval. Die Sprints auf 100 und 200 km/h sind beeindruckend. Nicht nur, weil man subjektiv keinen Verbrenner röhren hört, mit 3,9 und 15,3 Sekunden ist der Model 3 auch richtig schnell. Allerdings hat er im Test die Werksangabe deutlich verfehlt. Tesla gibt den Sprint von Null auf Hundert nämlich mit nur 3,4 Sekunden an. 

Auf der Rennstrecke macht es der Tesla ganz ordentlich

Tesla Model 3, BMW 3er, Audi A4: Test - Elektro - Plug-in-Hybrid

Tesla gegen BMW und Audi

Für die Rennstrecke im bekannten Trioval aktivieren wir den Track Mode, laden durch und feuern zum ersten Mal aus der Boxengasse. Als E-Auto liefert der Tesla ein ergreifendes Beschleunigungserlebnis, welches sich mit linearer Wucht der Physik entgegenstellt. Durch den Dauerdruck und das Motorengeräusch à la Straßenbahn wirkt es eindrucksvoller als die Leistungsparabeln, die sich in den Fahrstufen eines vergleichbar schnellen Verbrenners darbieten. Ab rund 180 km/h ebbt der Schub dann langsam ab und entspricht bis zur Spitze von 261 km/h einem angemessen motorisierten Verbrenner. Der Vergleich zum letzten BMW M3 liegt nahe. Der Tesla leistet zwar 22 kW (30 PS) mehr, wiegt aber auch rund 300 Kilo mehr, was wiederum vom fulminanten Drehmoment von 639 Nm eingeebnet wird. Für entsprechendes Handling sorgen das um 10 mm tiefergelegte Fahrwerk sowie die 355-Millimeter-Bremsanlage aus dem Hause Brembo.
Das Fazit von Andres Jüngling: "Allradgrip und enorme Vortriebskraft: Diese Kombination allein sorgt schon für vorzügliche Fahrleistungen. Ein feinnerviges Fahrwerk macht das Kurvenkratzen zur Wonne. Jetzt noch eine Diät fürs Gewicht, und fertig wäre ein toller Elektrosportler. Leider stammen Lenkung und ESP-Toleranz aus dem Öko-Regal und nicht aus der Sportabteilung. Ob Tesla das noch in den Griff bekommt?" AUTO BILD SPORTSCARS-Testnote: 2-
Wie sich der Tesla Model 3 auf dem Lausitzring schlägt und welche Bestzeit er erzielt, erfahren Sie in der Bildergalerie.

Model 3 auf der Rennstrecke

Tesla Model 3 PerformanceTesla Model 3 PerformanceTesla Model 3 Performance

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