Quietschgeräusche können einem den letzten Nerv rauben – auch beim Autofahren. Besonders, wenn sie im Elektroauto auftreten. Denn was viele an der E-Mobilität schätzen, ist die fast lautlose Fahrt.
Windgeräusche und das Abrollen der Räder mal außen vor gelassen: In E-Autos hört man jedes kleine Knacken und Knarzen noch deutlicher (Überblick: Vor- und Nachteile von E-Autos). Das merken jetzt auch Tesla-Fahrer auf der ganzen Welt. Sie berichten: Lenkt man beim Model 3 und Model Y ein, quietscht es plötzlich. Hamburger Ingenieure von MEYLE nahmen sich des Problems an.
Rabatt
Tesla Model Y

Tesla Model Y mit Rabatt kaufen

Bei carwow.de gibt es viele Neuwagen mit Rabatt, darunter auch der Tesla Model Y.

"Quietschgeräusche können bei vielen Alltagsgegenständen nach einiger Zeit auftreten", sagt Stefan Bachmann, Leiter Fahrwerk & Lenkung beim Zulieferer. "Von einem Tesla haben wir dies allerdings weniger erwartet. Diesem merkwürdigen Quietschen wollten wir sofort auf den Grund gehen. Aus Prinzip eben."

Der Querlenker ist Teslas Problemzone

Nach einer Analyse und zahlreichen Tests fand das Entwicklerteam von MEYLE heraus: Das Quietschen geht vom Querlenker aus. Konstruktionsbedingt ist dieser nämlich nicht ausreichend vor Nässe geschützt. Tritt also Wasser ins Traggelenk ein, führt das zu den nervigen Geräuschen. In seltenen Fällen kann sogar die Präzision der Lenkung darunter leiden.
Deshalb haben die Entwickler erst einen Prototyp in einem neuen Design angefertigt und so lange verbessert, bis kein Quietschen mehr vom Querlenker in Tesla Model 3 und Model Y ausging.

Verglichen mit dem Originalteil von Tesla besteht der MEYLE-Querlenker nicht aus einem Stahl-Kunststoff-Verbund, sondern aus geschmiedetem Aluminium. Das sorgt zum einen für Gewichtseinsparung und zum anderen für noch mehr Stabilität.
Das Kugelgelenk fällt in der MEYLE-Version größer aus und hat keine Öffnungen oder Rinnen im oberen Bereich. Dadurch kann kein Wasser eindringen.
Der MEYLE-HD-Querlenker wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2023 verfügbar sein. Gut gemacht – oder, Elon Musk?

Von

Jan-Menno Gebhardt