Tesla Model S und Model X aus Konfigurator entfernt
Eigentlich stand ein Facelift an: Zwei Tesla nicht mehr bestellbar

Bild: Tesla / AUTO BILD-Montage
Wer ein neues Tesla Model S oder Model X bestellen will, hat seit Juli 2025 Pech: Auf der offiziellen Tesla-Seite sind aktuell keine neuen Autos dieser Baureihen bestellbar, lediglich Vorführfahrzeuge und zertifizierte Gebrauchtwagen sind noch verfügbar.
Hintergrund dürfte die erst kürzlich gezeigte Modellpflege beider Modelle sein, die laut Medienberichten in Deutschland aber nicht mehr angeboten werden soll.
Tesla Model S und Model X: Optik leicht geändert, Technik bleibt
Erst im Juni hatte Tesla Model S und Model X einem Facelift unterzogen. Die Überarbeitungen fallen im Vergleich zu früheren Updates allerdings eher zurückhaltend aus: Die Optik wurde hauptsächlich im Bereich der Front- und Heckschürze überarbeitet, dazu kommen die aufpreispflichtigen neuen Außenlackierungen "Frost Blue Metallic" und "Diamond Black".

Mit dem Facelift bekommen das Model S und Model X eine aufgefrischte Optik, neue Materialien im Innenraum und mehr Komfort.
Bild: Tesla
Das Tesla-Logo ist künftig in Schwarz ausgeführt. Neue Felgendesigns ergänzen die Auswahl und tragen zur moderaten Auffrischung des Auftritts bei. Am Model S Plaid wurden außerdem Diffusor und Lufteinlässe überarbeitet, um Aerodynamik und Fahrstabilität zu optimieren. Darüber hinaus hat Tesla eher am Komfort und an der Ausstattung gearbeitet. In puncto Antrieb bleibt alles beim Bewährten, in der "Long Range"-Version geht das Model S mit rund 660 Kilometer Reichweite (gemessen nach US-Zyklus) an den Start.
Doch nicht nur in Deutschland – dem drittwichtigsten Absatzmarkt für Tesla in Europa – werden Tesla Model S und Model X nicht mehr angeboten. Auch in Großbritannien (Platz zwei) und Norwegen (Platz eins) sind die beiden Modelle vorerst aus dem Konfigurator geflogen.
Model S und X werden kaum verkauft
Der Grund für den Rückzug aus Deutschland wird nachvollziehbar, wenn man sich die Zulassungszahlen anschaut. Im ersten Halbjahr 2025 ging das Model S in Deutschland nur 58-mal über den Tresen, vom Model X wurden 59 Neuwagen verkauft. Damit verlieren die in Deutschland ohnehin schon absatzschwachen Modelle weiter an Beliebtheit, im gesamten Jahr 2024 kamen beide Baureihen zusammen auf gerade mal 666 Neuzulassungen.
Zum Vergleich: Der Tesla Model 3 wurde 2024 insgesamt 7012-mal verkauft, das noch beliebtere Model Y sogar 29.896-mal. Vor diesem Hintergrund ist eine Homologation zweier Modelle mit derartig geringen Verkaufszahlen schlichtweg unrentabel. Ob es sich um eine endgültige Entscheidung handelt oder die Faceliftmodelle in Zukunft doch noch ihren Weg zu uns finden, ist bislang unklar.
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