Klagen über mangelnde Verarbeitung gab es schon öfter, aber das hat eine neue Qualität: Ein Twitter-Post aus den USA zum marktfrischen Tesla Model Y sorgt derzeit im Netz für Aufregung. Darin schildert ein User, wie ihm und seinem Vater in dessen nagelneuem Elektroauto in voller Fahrt das mächtige Glasdach wegfliegt. "Hey, Elon Musk, warum erzählst du uns nicht, dass Tesla jetzt Cabrios verkauft?", fragt "Nathaniel" ironisch. Das dazu gezeigte kurze Video (zeigt viel blauen Himmel) ist zwar wenig aussagekräftig, übereinstimmenden Medienberichten zufolge jedoch sind der Post sowie die Schilderung vorab in der Tesla-Lounge bei Reddit durchaus stimmig.
Demnach hatte der neue Besitzer sein Model Y erst zwei Stunden zuvor in einer Tesla-Filiale im kalifornischen Dublin (westlich von San Francisco) abgeholt. Nach einigen Kilometern Fahrt gab es im Kompakt-SUV zunächst heftige Windgeräusche, dann verabschiedete sich plötzlich das gesamte Panoramadach auf dem Highway 580. Nachdem die kurze Panik überstanden war, fuhren Vater und Sohn zurück zum Händler, von wo aus zügig die Polizei über das UFO ("ungewöhnliches Flugobjekt") auf dem Highway informiert wurde. Berichte über einen daraus folgenden Unfall oder gar Verletzte gab es glücklicherweise nicht.

Tesla-Chef Musk reagierte bislang nicht

Und wie reagierte Tesla? Ein Manager vor Ort konnte wenig zur Aufklärung beitragen. Möglicherweise sei die Abdichtung des Panoramadachs schlecht verklebt gewesen, oder die Fabrik habe einfach nur vergessen, das Dach abzudichten. Sein kostenloses Reparaturangebot samt Ersatzfahrzeug schlugen die beiden Tesla-Fahrer vorerst aus. Der im Tweet angesprochene Firmenchef Elon Musk, ansonsten sehr aktiv bei Twitter, reagierte bislang nicht – anders als bei schlimmen Unfällen mit teilautonomen Tesla in der Vergangenheit.Der Tesla Model Y ist das neueste Volumenmodell der amerikanischen Elektroauto-Pioniere. Die siebensitzige SUV-Variante des Model 3 verspricht in der Performance-Version (65.000 Euro) eine Reichweite von 480 Kilometern, eine Beschleunigung von 3,7 Sekunden auf Tempo 100 und 241 km/h Top-Geschwindigkeit. Das Model Y soll Anfang 2021 nach Deutschland kommen, wo es später auch in der neuen Gigafactory vor den Toren Berlins gefertigt werden soll. Erst vor einigen Wochen hatte sich ein Besitzer in einem Forum über die laienhafte Befestigung eines Wärmetauschers im Motorraum mit Teilen aus dem Baumarkt beschwert.