Autonomes Fahren gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Zwar befinden sich die meisten dieser Projekte noch in Testphasen oder sind ausschließlich als Pilotprojekte angelegt, doch für viele Hersteller – egal ob aus der Tech- oder Automobilbranche – stehen Robotaxis und Co. auf der Zukunftsagenda.

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So auch beim amerikanischen Autobauer Tesla, der ein neues Model Y komplett autonom, ohne Fahrer oder Fernsteuerung, zu seinem neuen Besitzer fahren ließ.

Elon Musk spricht von "vollständiger Autonomie"

Tesla selbst spricht von einem "bemerkenswerten Meilenstein". Laut YouTube Caption ging die Reise für das rein elektrischen SUV in der texanischen Gigafactory los. Die Strecke belief sich auf rund 24 Kilometer und führte das Fahrzeug circa 30 Minuten lang durch Parkflächen, Stadtverkehr und über die Autobahn – bei Geschwindigkeiten von bis zu 72 Meilen pro Stunde, was etwa 116 km/h entspricht.
Im Youtobe-Video ist zu sehen, wie das Model Y souverän durch Kreisverkehre, Wohngebiete, Autobahnabschnitte und Ampelkreuzungen navigiert.

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Tesla-Chef Elon Musk verkündete das Ereignis begeistert auf X und betonte dabei, dass es keinerlei menschlichen Eingriff gegeben habe. Das laut Tesla serienmäßige und frisch vom Band gelaufene Fahrzeug habe die komplette Route ohne Überwachung oder Eingriff bewältigt. Lediglich ein Vermerk im Video weist darauf hin, dass die Tesla-Software "Full Self-Driving", kurz "FSD" (autonomes Fahren), aktiv gewesen sei.
Tesla Model Y liefert sich selbst aus
Das Video zeigt, wie das Model Y eigenständig über Highways und Straßen manövriert.
Bild: Tesla / YouTube
In Deutschland ist das sogenannte "Full Self-Driving"-System (FSD) von Tesla bislang nicht verfügbar. Stattdessen kommt hier die Funktion "Autonomes Fahren (Überwacht)" zum Einsatz – eine Technologie, die in der Praxis aber weiterhin dem Fahrer die Verantwortung überlässt.
Tesla Model Y
Erst Anfang dieses Jahres bekam Teslas Verkaufsschlager Model Y ein Facelift verpasst.
Bild: Tesla
Konkret handelt es sich um eine Level-2-Automatisierung. Das Fahrzeug kann unter bestimmten Bedingungen selbstständig lenken, Spurwechsel durchführen, abbiegen oder navigieren, der Fahrer muss jedoch durchgehend aufmerksam bleiben und jederzeit eingreifen können.
Während Tesla in den USA bereits mit Robotaxi-Pilotprojekten experimentiert, ist ein vollwertiger Rollout von FSD in Europa noch nicht erfolgt. Frühestens Ende 2025 könnte die Technologie auf den europäischen Markt kommen – abhängig von behördlichen Genehmigungen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Autonomes Fahren in den USA

Obwohl Tesla das Ereignis als Meilenstein feiert, hagelt es Kritik: Laut eines Berichts von "Elektrec" sei es nicht korrekt, dass Tesla das erste Unternehmen mit einem autonomen Fahrzeug auf öffentlichen Highways sei. Wettbewerber wie Waymo (Tochtergesellschaft von Google) testen seit Längerem fahrerlose Fahrzeuge im regulären Verkehrsbetrieb, dessen Nutzung zeitnah weiter ausgerollt werden soll.

FSD im Beta-Stadium

Ein weiterer Streitpunkt betrifft die rechtliche Lage. Teslas FSD-System befindet sich weiterhin offiziell im Beta-Stadium. Das Fahren von Autos, ohne die Hände am Lenkrad zu haben, ist in manchen Ländern nicht gestattet und daher rechtliche problematisch. Die US-Verkehrsaufsicht NHTSA untersucht aktuell außerdem mehrere Zwischenfälle, in denen Teslas Autopilot- und FSD-Systeme in Robotaxi-Tests verwickelt waren.
So eindrucksvoll die autonome Auslieferung eines Tesla Model Y auch war – unumstritten ist sie nicht. Dennoch ist das Ereignis ein starkes Signal für die Zukunft des autonomen Fahrens. Ob es ein Einzelfall bleibt oder den Auftakt zu einem neuen Standard markiert, wird die Zukunft zeigen.