Das hat – auch für Tesla-Verhältnisse – lange gedauert: Rund zehn Jahre nach der Ankündigung von Elon Musk, dass es bald vollautonom fahrende Tesla-Taxis geben werde, fahren nun tatsächlich elektrische Model Y ohne Chauffeur durch die Straßen.

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Es handelt sich dabei nicht um einen offiziellen Fahrservice, sondern um ein Pilotprojekt. 10 bis 20 umgebaute Fahrzeuge vom Typ Model Y sind in Austin (Bundesstaat Texas) unterwegs. Und zwar durch "ausgewählte Straßen" der Stadt, wie es bei Tesla heißt. Es muss dabei eine verantwortliche Person an Bord sein. Die Aufsicht sitzt auf dem Beifahrersitz und greift ein, wenn ein Problem auftritt bzw. die Elektronik nicht weiterweiß.
Der Aktienkurs des Unternehmens machte nach der Nachricht einen kleinen Freudenhüpfer um immerhin acht Prozent.

Wer kann im Tesla Robotaxi mitfahren?

Im Moment ist es eine geschlossene Veranstaltung: Mitfahren dürfen nur eingeladene Personen, teilt Tesla selbst mit. Medien berichten, der Anbieter lädt zurzeit bevorzugt Journalisten und Influencer zu Mitfahrten ein, die dem Unternehmen freundlich gesonnen sind. Wann das Pilotprojekt für jedermann offensteht, ist nicht bekannt.
Musk Self Driving Promises
Bisher bietet Tesla das Robotaxi nur geladenen Gästen an – und auch nur in einzelnen Straßenzügen von Austin/Texas. Eine Aufsichtsperson ist immer mit an Bord.
Bild: Eric Gay
Der Robotaxi-Fahrdienst fährt übrigens auch nicht rund um die Uhr, sondern von 6 Uhr morgens bis 0:00 Uhr (Mitternacht). In der Zwischenzeit muss das Robotaxi vermutlich laden. Gebucht wird über die Tesla-App und hinterlegtem Zahlungsmittel. Die Fahrt kostet pauschal 4,20 Dollar und ist "subject to change", wird sich also noch ändern.

Was bietet das Robotaxi von Tesla?

Derzeit eine Mitfahrt auf Einladung in ausgewählten Straßenzügen von Austin/Texas. Während der Fahrt haben die Passagiere über einen Touch-Bildschirm Zugriff auf bestimmte Funktionen. Sie können die Temperatur an Bord ändern, die Sitze einstellen und Musik abzuspielen. Auf dem Bildschirm werden auch Fahrdaten und der Reisefortschritt angezeigt.
Falls man vor der Zeit aussteigen möchte, gibt man das ebenfalls über das fest installierte Display ein. Gibt es ein Problem, kann man über das Gerät Hilfe erreichen.

Hat das Robotaxi noch Lenkrad und Pedale?

Ja, vorläufig sind die eingesetzten Fahrzeuge umgebaute Model Y. Später sollen sie durch das Robotaxi ohne Lenkrad ersetzt werden. Wird es identisch sein mit dem Zweisitzer Cybercab, das der US-Hersteller kürzlich in auf einer Welt-Tournee – auch mit Station in Deutschland – vorstellte? Unklar. Der Name "Cab", amerikanisch für Taxi, deutet das zwar an – doch andererseits wäre ein Zweisitzer in seiner Kapazität arg beschränkt, viele lukrative Touren müsste das Cybercab ziehen lassen.

Warum startet Teslas Robotaxi ausgerechnet in Austin/Texas?

Austin ist bekannt für besonders unternehmensfreundliche Behörden. Auch die Gesetzgebung des Bundesstaats steht in dem Ruf, relativ lax gegenüber autonomem Fahren zu sein. In der viertgrößten Stadt von Texas mit knapp einer Million Einwohnern sind regelmäßig innovative Verkehrsprojekte gestartet. So begann die Carsharing-Marke Car2Go von Daimler eines ihrer zwei Pilotprojekte in Austin. In den vergangenen Jahren hat sich Austin zu einem bevorzugten Testfeld für autonomes Fahren entwickelt. Auch die Marken Waymo und Cruise haben hier frühzeitig Aktivität gezeigt.
Hinzu kommt: Tesla betreibt in Austin seine jüngste Gigafactory, die bisher fünfte im Konzern. Sie lieferte 2022 die ersten Fahrzeuge vom Typ Model Y aus. Tesla will mit dem Start in Austin möglicherweise auch zeigen, dass seine Technologie mit der von Waymo Schritt halten kann – die Google-Tochter ist bereits seit längerer Zeit in Austin unterwegs.
Wann das Robotaxi in anderen Städten und möglicherweise auch in Deutschland den Dienst aufnimmt, kommuniziert Tesla nicht. Allerdings ist davon auszugehen, dass zuvor das Pilotprojekt erfolgreich beendet sein muss. Es dürfte also noch einige Zeit dauern, bis das Robotaxi anderswo verfügbar ist.

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Welcher Anbieter führt aktuell bei autonomen Roboter-Taxis?

Tesla ist es nicht. Der Elektroauto-Pionier hat mit seinem Robotaxi-Projekt allenfalls an die Verfolgergruppe aufgeschlossen. Ganz vorn ist der US-Anbieter Waymo One. Der zum Alphabet-Konzern – also zum Google-Imperium – gehörende Fahrdienst-Anbieter ist in fünf US-Städten (Atlanta, Los Angeles, Phoenix, San Francisco, Austin) in Betrieb, weitere sollen folgen. Demnächst soll der Service auf Miami und Washington D.C. ausgedehnt werden. Waymo macht inzwischen mit über 1500 Autos mehr als 250.000 Fahrten mit Passagieren, ohne dass ein Mensch am Steuer oder eine Aufsichtsperson im Auto sitzt.
Self-Driving Robotaxis Tested In Austin
Waymo im Rückspiegel: Tesla hat mit seinem Pilotprojekt an den Marktführer Waymo One aufgeschlossen. Allerdings fährt Waymo bereits ohne Begleitperson.
Bild: Bob Daemmrich
Mit Waymo gleichauf ist in China die Marke Apollo Go. Sie gehört zu Baidu, dem chinesischen Suchmaschinen-Konzern. In derzeit elf Riesenstädten, darunter Wuhan, Peking, Shanghai und Shenzhen, fährt Apollo Go bereits mit selbst entwickelten Roboter-Taxis. Auch hier befindet sich keine Aufsichtsperson im Fahrzeug.

Warum entwickeln so viele Unternehmen Robotaxis?

Zur Verfolgergruppe gehören zum Beispiel Motional mit Beteiligung von Hyundai, Zoox von Amazon, das israelische Unternehmen Mobileye und neuerdings auch Volkswagen. Hier wird mit Level 4 gefahren – also muss immer eine Person an Bord sein, die im Notfall das Steuer übernehmen kann. Andere Unternehmen sind wieder ausgestiegen, etwa GM mit der Marke Cruise nach einem tödlichen Unfall.
Die großen Namen machen deutlich: Hier wird mit einem riesigen weltweiten Markt gerechnet. Schätzungen gehen davon aus, dass 2035 bis zu 450 Milliarden Euro allein in den USA und in Europa für fahrerlose Beförderung ausgegeben werden wird.
Zoox hat kürzlich ein Werk für selbstfahrende Taxis in den USA in Betrieb genommen und will noch 2025 in Las Vegas den ersten öffentlichen Robotaxi-Fahrdienst anbieten. Mobileye kooperiert mit mehreren Projekten in Deutschland. Volkswagen hat kürzlich in Hamburg einen halböffentlichen Testbetrieb mit elektrischen Kleinbussen vom Typ VW ID.Buzz aufgenommen. Hier dürfen vorläufig nur VW-Mitarbeiter fahren, doch demnächst soll die Mitfahrt für jedermann möglich gemacht werden. Mit dem Taxivermittler Uber hat VW bereits einen Rahmenvertrag über 10.000 Fahrzeuge abgeschlossen. Auch mit der BVG aus Berlin, dem ÖPNV-Anbieter der Hauptstadt, wird verhandelt.

Was macht Tesla anders als andere Robotaxis?

Anders als andere Hersteller verlässt Tesla sich bei seinem Konzept des autonomen Fahrens ausschließlich auf kamerabasierte Überwachungssysteme. Das heißt: Kameras registrieren, wohin das Auto fährt und ob sich Objekte nähern. Das ist billiger, als zusätzlich Laserscanner (Lidar) einzusetzen – das machen alle anderen Anbieter. Allerdings kommt Kameraüberwachung bisher nicht an die Präzision heran, die eine Kombination verschiedener Systeme ermöglicht. In der Vergangenheit kam es zu Unfällen mit autonom fahrenden Tesla-Fahrzeugen, die Experten auf Berechnungsfehler der Überwachungskameras und ihrer Elektronik zurückführen.

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Dazu gehört auch das Phänomen der sogenannten Phantombremsungen: Demnach bremst das Fahrzeug während der Fahrt scheinbar grundlos und mitunter so heftig, dass der rückwärtige Verkehr nicht rechtzeitig verzögern kann und es zu Auffahrunfällen kommt. Derzeit untersucht das Kraftfahrt-Bundesamt diesen Sachverhalt. Allerdings sind Phantombremsungen auch von anderen Fabrikaten bekannt. Auf einem aktuellen Video aus Austin ist das Phänomen erneut dokumentiert: Ein Robotaxi fährt auf einen Polizeiwagen zu, der mit Blaulicht auf dem Seitenstreifen parkt – und bremst abrupt.