Tesla Cybercab: autonomes Fahren und eine neue Mobilität
Welcher Plan wirklich hinter dem Tesla Cybercab steckt

Bild: AUTO BILD
Was für eine Show! Als Tesla im Oktober 2024 sein Cybercab in den Hollywood-Studios präsentierte, war ich skeptisch. Ein Zweisitzer ohne Lenkrad und Pedale? Das klang nach Konzepten wie Audis Grandsphere oder Mercedes Vision Urbanetic, die vor Jahren gezeigt und wieder eingestampft wurden. Doch bei genauerem Hinsehen wird klar: Dieses Fahrzeug ist viel mehr als eine Studie.
Ein kompaktes Auto für die Stadt
Das Cybercab ist klein, kompakt und passt perfekt in die Stadt. Komfortable Sitze ermöglichen das Arbeiten am Laptop oder das Gucken von Filmen über den integrierten Bildschirm. Die Flügeltüren sind nicht nur futuristisch, sondern praktisch für enge Parklücken. Im Kofferraum? Platz für zwei große Koffer und Handgepäck – erstaunlich viel für ein so kompaktes Auto.

Die seitlichen Kameras sollen auch dann noch funktionieren, wenn die Türen offen sind.
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Tesla Cybercab: kaufen oder einfach per App nutzen
Ab 2026 soll das Cybercab für unter 30.000 US-Dollar zu haben sein. Oder: Per App verfügbar, zahlt man nur für die Nutzung. Ein Service, der die Art, wie wir Mobilität erleben, grundlegend verändern könnte. Das Auto ist dabei nicht nur für den Privatgebrauch gedacht, sondern vor allem als Teil einer urbanen Mobilitätslösung – Robotaxi für alle.
Kabelloses Laden und autonome Reinigung
Mit kabellosem Laden und automatischer Reinigung bleibt die Flotte stets einsatzbereit – ideal für Sharing-Dienste. Kein Kabel einstecken, einfach parken, und die Batterie lädt automatisch. Gerade für Dienste, bei denen Fahrzeuge oft genutzt werden, ein echter Vorteil.

Viel Platz und nur ein Bildschirm. Während das Cybercab fährt, kann man arbeiten, einen Film schauen oder schlafen.
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Autonomes Fahren auf neuem Niveau
Ab 2025 plant Tesla den Einsatz von Level-3-Autonomie – Autobahnfahrten bis 130 km/h ohne Eingriffe des Fahrers. Während Mercedes und BMW autonomes Fahren bisher auf die Oberklasse und Geschwindigkeiten bis 60 km/h (ab 2025 bis 95 km/h) begrenzen, will Tesla diese Technologie kostengünstig massentauglich machen – vom Model 3 bis zum Cybercab.
Full-Self-Driving setzt nur auf Kameras
Teslas Full-Self-Driving-System (FSD) verzichtet komplett auf Radar oder Lidar und setzt ausschließlich auf Kameras. Meine bisherigen Erfahrungen mit FSD waren gemischt, während Kollegen aus den USA von der Leistung begeistert berichten.

Elon Musks Vorstellung von der Zukunft der Mobilität.
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Wird Tesla von gelockerten Gesetzen profitieren?
Es gibt Spekulationen, dass Tesla in den USA nach der Präsidentschaftswahl 2024 von gelockerten Vorschriften für autonomes Fahren profitieren könnte. In China dürfen Hersteller wie Geely bereits unter realen Bedingungen Daten sammeln und autonomes Fahren testen. Dieser Wettbewerbsvorteil beschleunigt die Entwicklung enorm. Tesla könnte in den USA Ähnliches erleben und so seine Fortschritte weiter vorantreiben.
FSD-Lizenzen als Schlüssel zum chinesischen Markt
Zusätzlich wird gemunkelt, dass Tesla seine FSD-Software an chinesische Hersteller wie SAIC und Geely lizenzieren könnte. Das würde Tesla nicht nur Lizenzgebühren, sondern auch Millionen neuer Fahrzeugdaten bescheren – ein entscheidender Vorteil im Wettlauf um die Mobilität der Zukunft.
Teslas Vision: Vernetzte Mobilität für alle
Das Cybercab ist nur die Spitze des Eisbergs. Teslas Vision-System und FSD sind schon heute in allen Modellen integriert – von Model 3 bis Model X. Sollte Tesla der Durchbruch gelingen, könnten weltweit Millionen Fahrzeuge über Nacht autonom fahren.
Fazit
Bisher hat mich FSD nicht überzeugt, und ich habe Zweifel, ob ein rein kamerabasiertes System langfristig funktionieren kann. Aber wenn Tesla es schafft, könnte die gesamte Flotte über Nacht ins Zeitalter des autonomen Fahrens katapultiert werden. Andere Hersteller mit ihren teuren Systemen hätten dann ein echtes Problem. Ein solcher disruptiver Moment – wie wir ihn zuletzt bei künstlicher Intelligenz mit ChatGPT erlebt haben – könnte die Branche auf den Kopf stellen. Elon Musk hat schon oft bewiesen, dass er das Unmögliche möglich macht. SpaceX? Gewonnen. Elektroautos massentauglich machen? Geschafft. Jetzt setzt er alles auf autonomes Fahren. Und das Cybercab ist seine riskanteste Wette. Wird sie aufgehen?
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