Elon Musk ist bekannt für sein extrovertiertes Wesen. Da überrascht es auch nicht, dass er mit der neuesten autonomen Fahrsoftware im Tesla angeben will. Doch die Vorführung misslingt … zumindest zum Teil.
Was war passiert? Musk hat im Livestream auf seiner Kurznachrichtenplattform X (ehemals Twitter) Teslas Full Self Driving (FSD) Beta V12 vorgeführt. Während der 45-minütigen Demo-Tour saß der Chef zwar auf dem Fahrersitz, ließ aber den Autopiloten ran und filmte die Fahrt mit dem Handy in der Hand.
Möglich macht's eine Software, die mit künstlicher Intelligenz programmiert wurde und vollautonomes Fahren ermöglichen soll – und die auch auf der Demofahrt über weite Strecken ohne Probleme funktionierte. Wäre da nicht eine rote Ampel gewesen…

Tesla-Fauxpas an roter Ampel

Der Ausgangspunkt der Tour war in Palo Alto am neuen Engineering-Hauptsitz von Tesla. Zunächst überzeugte die Technik mit einer fehlerfreien Fahrt. Musk konnte es sich auf dem Fahrersitz gemütlich machen. Selbst mehrspurige Kreuzungen waren kein Problem. Am Ziel parkte der Tesla selbstständig ein – und machte sich anschließend auf den einprogrammierten Rückweg.

Autopilot interpretiert rote Ampel falsch

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Der Schock-Moment bei Minute 20: Musk musste ans Lenkrad greifen, als das Fahrzeug versuchte, an einer roten Ampel zu beschleunigen. Offenbar hatte die Software die Farbe der Ampel falsch interpretiert und wollte die Kreuzung trotz Stopp-Signal überqueren.
Musk spielte den Fehler anschließend herunter. Begründung: Ein Fauxpas wie dieser sei der Grund, warum Version 12 noch nicht freigeschaltet wurde. Dabei hatte er noch am 26. Juni auf seiner Plattform X kommentiert, dass FSD 12 keine Betaversion sein wird.
Doch nicht nur die Software im Tesla performte nicht wie gewünscht. Auch Musk selbst verstieß gegen seine eigenen Regeln, indem er die Fahrt filmte und mit Fans interagierte. Hintergrund: Eigentlich sollen Fahrer und Fahrerinnen auch während einer autonomen Tour ihre Hände immer am Lenkrad lassen.

Sicherheitsbehörde untersucht Teslas Autopilot

So heißt es im Tesla-Handbuch: "Full Self-Driving (Beta) ist ein praktisches Feature. Behalten Sie Ihre Hände jederzeit am Lenkrad, achten Sie auf die Straßenverhältnisse und den Verkehr in der Umgebung und seien Sie immer bereit, sofort zu handeln. Die Nicht-Beachtung dieser Anweisungen kann zu Schäden, schweren Verletzungen oder dem Tod führen."
Parallel zu Musks Demofahrt tauchten Meldungen auf, wonach die Sicherheitsbehörde NHTSA bald ihre Untersuchung des Tesla-Autopiloten abschließen könnte. Die Behörde war aktiv geworden, nachdem es mehrere Unfälle mit Teslas autonomer Software gegeben hatte.