Test Heico C30/MS-Design Focus ST
Tarnen und täuschen

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Ein Triebwerk, zwei Marken, zwei Konzepte: Heico und MS-Design haben sich den Fünfzylinder-Turbo aus Volvo C30 und Ford Focus ST vorgeknöpft.
Fünfzylinder-Motoren und Volvo – das ist schon seit Jahren Tradition. Die meisten Schweden-Karossen werden mit den kernig klingenden Triebwerken ausgeliefert. Auch unter der Haube der neuen C30-Topversion T5 arbeitet ein Fünfzylinder-Turbo mit 220 PS. Konzernbruder Ford wählte 2005 bei der Präsentation seines neuen Focus ST dasselbe turbobefeuerte 2,5-Liter-Triebwerk, jedoch mit 225 PS. Dennoch kein Grund für die Tuningfraktion, nicht noch ein bisschen an der Leistungsschraube zu drehen: Focus ST und C30 T5 bieten den Tunern dank Aufladung reichlich Spielraum in Sachen Chiptuning. "HS3 Camouflage" von Heico Sportiv und "Race" von MS-Design heißen die rollenden Resultate.
Tarnanzug gegen auf Sport getrimmtes Blechkleid


Ein Motor, zwei Charaktere


Die linke Fahrspur räumt nur einer der beiden souverän frei
Ins Hintertreffen gerät der Focus auch mit seinen Serienbremsen. Sie verzögern schlechter und lassen sich nicht so präzise dosieren wie die des Heico. Ein wichtiger Punkt, der dem HS3 neben seinem absolut narrensicheren Fahrverhalten zum Sieg verhilft. Beide Tuner verwenden zwar dieselbe Motorbasis – die Resultate könnten unterschiedlicher jedoch kaum ausfallen. Der Volvo C30 von Heico räumt mit seiner martialischen Optik souverän die linke Spur frei. Und beweist, dass hinter der Tarn-Fassade auch Power steckt. Der Focus ST von MS-Design trägt zwar den Namen "Race", kommt dem aber nicht sehr nahe. Der Ford empfiehlt sich für alle, die mit schicker Optik und guten Fahrleistungen zufrieden sind.
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