Test Jeep Patriot 2.4 Eco+
Richtig Gas geben

1200 Euro Aufpreis verlangt Jeep für den Eco+. Darin enthalten ist nicht nur die Gasanlage, sondern auch ein Tom-Tom-Navi, das alle gut 4000 Gastankstellen Deutschlands gespeichert hat.
Bild: Werk
- Martin Braun
Den seit Ende 2007 bei uns lieferbaren Jeep Patriot gibt es ab sofort nicht nur als Benziner oder als Turbodiesel, sondern auch in einer Version für Flüssiggasbetrieb — mit voller Herstellergarantie.
Karosserie/Qualität
Beim kantigen Patriot gefallen der bequeme Einstieg, die parkfreundlich knappen Außenabmessungen und die ordentliche Serienausstattung mit CD-Radio, 17-Zoll-Alurädern und Klimaanlage. Negativ: knapper Fondknieraum, kleiner Gepäckraum, dürftige Qualität der Kunststoffe. Im Sommer 2009 kommt deshalb ein neu gestalteter Innenraum.
Fahrfreude/Antrieb
Man kann diesen Patriot wahlweise mit Superbenzin aus dem regulären 51-Liter-Tank füttern oder mit Flüssiggas aus einem runden 72-Liter-Reservoir. Wer genau darauf achtet, erkennt nach dem manuellen Umschalten auf Gas ein etwas verringertes Motortemperament. Alternativ zur Fünfgang-Schaltung des Testwagens gibt es ein stufenloses Automatikgetriebe.
Fahrleistungen
Im Gasbetrieb verschlechtern sich die Fahrleistungen etwas: Von 0 bis 100 km/h in 11,0 statt 10,5 Sekunden, von 80 auf 120 km/h im großen Gang 23,5 statt 21,1 Sekunden, 181 statt 186 km/h Spitze.
Fahrwerk/Sicherheit
Das serienmäßige und übervorsichtige ESP zieht in flott gefahrenen Kurven frühzeitig die Notbremse. Ordentliche Bremsen und vier Airbags sind ebenfalls an Bord.
Geländetauglichkeit
Die Kupplung wird im Gelände und Tiefschnee arg strapaziert. Negativ sind auch nur 185 mm Bodenfreiheit und die tiefe Frontschürze, mit der man im Gelände früh aufsitzt.
Komfort
Kleine, tief angebrachte Sitze, stets hörbarer Motor, aber ausreichender Federungskomfort.
Preis/Kosten
Nur 1200 Euro Aufpreis verlangt Jeep für den Eco+. Darin enthalten ist nicht nur die Gasanlage, sondern auch ein Tom-Tom-Navi, das alle gut 4000 Gastankstellen Deutschlands gespeichert hat. Gas kostet derzeit rund 45 Cent/Liter weniger als Benzin, allerdings verbraucht der Motor mit Gas im Test 11,9 l/100 km, mit Benzin nur 9,6 Liter. Deshalb dauert es rund 43.000 Kilometer, bis man den Aufpreis eingespart hat.
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