Test Mazda CX.7 2.3
Turbo-Sportsgeist

Seit über einem Jahr gibt es ihn bereits in den USA, jetzt kommt der CX-7 nach Europa – und will ein besonders sportliches SUV sein. Der neue Allrad-Mazda überzeugt mit konsequent sportlicher Ausrichtung.
- Martin Braun
Die Ford-Tochter Mazda zielt mit dem neuen CX-7 auf europäische Allradler wie BMW X3 und Land Rover Freelander. Dynamik und prägnantes Aussehen stellten die Japaner dabei vor den Nutzwert.
Karosserie/Qualität
Mit 4,68 Meter Länge fällt der Mazda etwas größer aus als ein BMW X3. Er erfreut mit angenehmen Platzverhältnissen und einem 455-Liter-Gepäckraum. Der lässt sich über umklappbare Rückbanklehnen blitzschnell auf 1,76 Meter Länge und 1348 Liter Volumen erweitern. Die abgeschrägte Heckpartie begrenzt allerdings das Volumen beim Transport von sperrigem Frachtgut.
Fahrfreude/Antrieb
Bis 2009 zusätzlich ein Turbodiesel angeboten wird, bleibt ein Vierzylinder-Benziner mit Turboaufladung die einzige Motorisierung. Der 2,3-Liter mit Direkteinspritzung reagiert gut aufs Gas, braucht aber mindestens 2500 Touren, um seine Turbolethargie abzustreifen. Dann aber sind die versprochenen 260 PS vollzählig spürbar. Die präzise Schaltung mit als Schongang ausgelegtem sechsten Gang macht Laune. Ein Automatikgetriebe gibt es allerdings in Deutschland nicht. Die primär angetriebenen Vorderräder zucken beim brüsken Anfahren nur kurz, schon beteiligt sich auch der über eine Mehrscheibenkupplung aktivierte Hinterradantrieb.
Fahrleistungen
Wer die Drehzahl über 2500 Touren hält, erlebt rasantes Temperament. Bei echten 213 km/h wird sanft abgeregelt.
Fahrwerk/Sicherheit
Sechs Airbags, ESP sowie enorm zupackende Bremsen – so soll es sein.
Geländetauglichkeit
Die Bodenfreiheit von 195 mm ist klassengerecht ausreichend. Aber die lange, tiefe Nase und der ungeschützte Unterboden mahnen zur Vorsicht.
Komfort
Der Turbobenziner läuft im Stadtverkehr fast unhörbar, protestiert erst ab 5000 Touren. Aber das Fahrwerk federt ähnlich knochentrocken wie im BMW X3.
Preis/Kosten
Ein ähnlich gut gehender BMW X3 2.5si kostet über 10.000 Euro mehr. Der Super-Plus- Verbrauch des Turbo-Mazda schwankt. Man kann mit 8,5 l/100 km gleiten oder mit 15 Liter spurten.
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Martin Braun
Der neue Allrad-Mazda überzeugt mit konsequent sportlicher Ausrichtung und bemerkenswert
günstigem Preis. Aber ohne Automatik und ohne Dieselmotor wird er in Deutschland ein Exot bleiben.
günstigem Preis. Aber ohne Automatik und ohne Dieselmotor wird er in Deutschland ein Exot bleiben.
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