Nach turbulenten Jahren will Mitsubishi wieder in der dicht besiedelten Golf-Klasse mitmischen. 14 Monate nach Einführung der Limousine bringen die Japaner ein Fließheckmodell des Lancer, das mit Billigung von Audi Sportback heißt. Doch für einen Golf-Rivalen ist der Japaner eigentlich viel zu groß. Der Lancer Sportback ist fast 4,60 Meter lang und passt so besser in die Mittelklasse. Vorn und hinten trägt er große Überhänge. Sein Heck erinnert entfernt an den legendären Saab 900, den Mitsubishi ungeniert als Vorbild nennt. Ein schräger Typ, dieser Mitsubishi, der auch bei der Fahrdynamik europäische Vorbilder kopiert. Sein sportliches Fahrwerk erinnert an den Alfa 159 und sorgt für viel Fahrvergnügen, bietet aber auf schlechten Straßen noch angenehmen Komfort.
Mitsubishi Lancer Sportback Ralliart
Schaltung und Lenkung arbeiten tadellos – Mitsubishi versteht etwas von fahrerorientierter Abstimmung. Der 1,5-Liter-Basisbenziner (109 PS) reicht für genügsame Gemüter, ist an Autobahnsteigungen und bei Überholmanövern aber überfordert. Volumenmodelle werden der 1.8er-Benziner (143 PS, ab 19.250 Euro) und der Diesel (140 PS, ab 21.490 Euro). Im Innenraum gefällt der Sportback mit sauber gestaltetem Cockpit, guter Verarbeitung und großen Sitzen, die aber in Kurven zu wenig Seitenhalt bieten. Vorn wie hinten ist das Platzangebot großzügig. Kein Wunder – bei der Größe.