Er sucht die Lücke: Fast genau zwischen Corsa 1.4 16V (90 PS) und dem OPC-Modell (192 PS) steckt Opel den neuen Corsa GSI. Den Namen gibt es schon seit 20 Jahren, doch erstmalig wird neben dem drei- auch ein fünftüriger GSI angeboten. Weiteres Novum ist sein Antrieb: Statt eines Saugmotors arbeitet im Corsa GSI neuerdings ein aufgeladener 1,6-Liter-Vierzylinder mit 150 PS. Ein angenehmes Aggregat: Schon bei niedrigen Touren liegen bis zu 210 Newtonmeter Drehmoment an. Ob volle Beschleunigung oder sanftes Gleiten – das kleine Turbotriebwerk beherrscht alle Spielarten und glänzt mit toller Elastizität. Das Werk nennt einen Verbrauch von 7,9 Litern auf 100 Kilometer, doch auf der ersten Ausfahrt im gemischten Betrieb konnte er dieses Versprechen nicht halten und lag gut 1,5 Liter darüber. Noch viel störender ist die Fahrwerkabstimmung. Der GSI ist derart straff, dass selbst auf guten Straßen kleinste Stöße penetrant in die Karosserie übertragen werden. Bei schnelle  Autobahnfahrt reagiert er zu nervös auf Spurrillen und nervt mit schlechtem Geradeauslauf. Diese Auslegung ähnelt der des extremen OPC und ist wenig familienfreundlich. Ob er so die Lücke findet?

Fazit von AUTO BILD Redakteur Jörg Maltzahn

Toller Motor, zu hartes Fahrwerk: Der neue GSI könnte die PS-Lücke im Corsa-Programm füllen, schreckt aber durch seine sehr sportliche Abstimmung komfortorientierte Käufer ab. Schlechte Straßen und lange Autobahnetappen fordern Nehmerqualitäten.