Test: Sechs Allradler im Schnee
Winter-Einsatz für 4x4-Sportler

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Reichlich Neuschnee und abgesperrte Pisten: ein Traum für Fans des instabilen Fahrzustands. Und ein Fest für Audi TT RS, Porsche 911 Turbo, Lamborghini Gallardo Spyder, Mitsubishi Lancer Evo, Nissan GT-R und Subaru Impreza WRX STI.
Ob sich Ulrichen noch an uns erinnert? An den Murciélago Roadster, den Wiesmann Roadster, den Lotus 2-11 und den Bentley Azure, mit denen wir im Vergleichstest vor zwei Jahren hier viel Spaß hatten? Bestimmt. Jetzt sind wir wieder hier, der Spaß steht aber weit hinten. Wenngleich es sich nicht völlig vermeiden lässt, dass das Fahren auf abgesperrten Schneepisten zu einem besonderen, weil seltenen Ereignis wird. Aber diesmal wollen wir Daten und Zahlen sammeln; Messwerte, Rundenzeiten - natürlich auf Schnee. Unser Testfeld: Zwei der derzeit profiliertesten Allradler sollen ihr Können auf Schnee zeigen, der Nissan GT-R und der Porsche 911 Turbo, Letzterer gerade zum "Sportscar des Jahres 2009" gekürt.
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Bild: Lena Barthelmeß
Die Beschleunigungs- und Bremstests auf Schnee starten im Morgengrauen

Bild: Lena Barthelmeß
Als Nächster ist der Subaru dran, der, wie auch der Evo und der Nissan GT-R, über einen permanenten Allradantrieb verfügt, der die Kraft zwischen beiden Achsen über ein zentrales Differenzial verteilt. "Der krallt sich schon ganz anders in den Schnee", erklärt SPORTSCARS-Testfahrer Guido Naumann, kritisiert aber die hakelige Schaltung. Nach 8,8 Sekunden erreicht der WRX STI Tempo 100 und braucht 96,1 Meter bis zum Stillstand. Der Evo hat hier einen Vorteil, denn das Doppelkupplungsgetriebe verfügt über einen speziellen Automatikmodus für solche Bedingungen: 8,6 Sekunden sagt die Uhr, der Bremsweg liegt bei 100,8 Metern. Dann fegt der Audi TT über die Piste und füllt die eiskalte Ebene mit seinem markigen Fünfzylindersound. Wieder eine Verbesserung: Nach 8,1 Sekunden durchbricht der TT RS die 100er-Schallmauer, steht nach sensationellen 93,8 Metern.
Das Siegerkriterium in diesem Vergleichstest heißt Effizienz

Bild: Lena Barthelmeß
Wie erwartet umrundet der Evo den Kurs, wie es sich gehört: ausgewogenes Wechselspiel zwischen Über- und Untersteuern im Slalom, wunderbar im Drift um Kehren zu steuern. Doch das Dopppelkupplungsgetriebe patzt beim Hochdrehen, die Seitenführung der Reifen könnte besser sein. Die erste Zeit: 1:10,00 Minuten legt der Evo vor. Ähnlich wohl fühlt sich der STi beim Slalom, zeigt aber reifenbedingt eine größere Untersteuertendenz und muss so mit Hilfe der Handbremse um die Kehre gezwungen werden. Seine Zeit: 1:09,62 Minuten. Ein völlig anderes Gefühl vermittelt der TT RS: Bedingt durch starkes Untersteuern verliert der Audi in den beiden Kehren etwas Zeit, kann aber durch vorzügliche Traktion und sehr neutrale Auslegung beim Slalom punkten und sorgt so für die erste Überraschung: Nach 1:06,55 Minuten steht die Uhr – Bestzeit bis dahin.
Wie sich der Rest des Testfeldes geschlagen hat, lesen und sehen Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Vergleich mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es als Download im Heftarchiv.
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