Während Arbeitsplätze und Aktienkurse um die Wette schrumpfen, setzt Subaru voll auf Wachstum. Wenn der neue Legacy im September zum Verkaufsstart vor fährt, dann streckt er sich zehn Zentimeter länger, macht sich fünf Zentimeter breiter und trägt das Dach acht Zentimeter höher als bisher. Schöner wird die japanische Mittelklasse damit zwar nur bedingt, wohl aber deutlich geräumiger. Zusammen mit acht Zentimeter mehr Radstand verwöhnt der Legacy vor allem die Fondgäste, die ihre Beine entspannt ausstrecken und den Kopf aufrecht halten können.

Ein Turbo entlockt dem 2,5-Liter-Boxer 281 PS

Subaru Legacy
Bild: Werk
Doch auch für den Fahrer wird gesorgt. Den 2,5-Liter-Boxer-Vierzylinder (Basisversion: etwa 170 PS) treibt ein Turbo auf rund 281 PS (in der Japan-Version), das maximale Drehmoment liegt bei 350 Nm – und das zwischen 2000 und 5600 Umdrehungen. Beeindruckende Werte, die sich in ebenso beeindruckenden Fahrleistungen niederschlagen. Fast ohne Traktionsprobleme und ohne Turboloch stürmt der Allradler nach vorn und lässt bis an den Begrenzer kaum nach. Zu diesem sportlichen Antritt passt das verbesserte Fahrwerk, das eine enge Verbundenheit mit der Straße schafft und die 4,74-Meter-Limousine (wahlweise auch als Kombi) fast spielerisch durch Kurven räubern lässt. Neben den 2,5-Liter-Versionen, die sich auf Wunsch mit einem stufenlosen CVT-Getriebe namens Lineartronic kombinieren lassen, erwarten wir noch zwei Zweiliter Boxer mit jeweils 150 PS. Neben dem kleinen Benziner weckt dabei besonders der sparsame und kultivierte Boxerdiesel unser Interesse. Leider hält sich Subaru mit technischen Details und vor allem mit Preisen derzeit noch vornehm zurück.

Fazit

von Peter Lyon
Der neue Legacy wächst in den Abmessungen und erreicht klassengerechte Platzverhältnisse, der aufgeladene Boxer verhilft ihm zu ausgesprochen sportlichen Fahrleistungen – ob er ein großer Wurf wird, werden die Preise zeigen.