Toyota Auris Diesel/Hybrid: Vergleich
Welcher Auris spart am besten?

Sie ähneln sich wie Zwillinge, kosten fast gleich viel – dennoch trennen die Auris-Brüder 2.0 D-4D und Hybrid 1.8 Welten. Bei welchem Tyoyota ist das Sparpotenzial am höchsten?
Bild: Toni Bader
- Uli Holzwarth
Blasser Mitläufer oder strahlendes Vorbild – beim Toyota Auris macht der Antrieb den Unterschied. Als Diesel einer unter vielen, avanciert der Japaner mit dem Doppelherz des Prius zum viel beachteten Vorreiter – als erster Vollhybrid in der Kompaktklasse. Gegen dieses Saubermann-Image nagelt der Diesel-Auris vergeblich an. Zumal der Preisvorteil gegenüber dem Hybriden gerade mal 50 Euro beträgt (als Executive) – Peanuts bei einem Endbetrag von knapp 25.000 Euro. Hat der Teilzeit-Stromer jetzt nicht nur bei Öko-Fundis die neu modellierte Nase vorn? Halt, so leicht gibt sich der Selbstzünder nicht geschlagen.
Überblick: Alle News und Tests zu Toyota

Bild: Toni Bader
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Dass der Diesel schneller spurtet und eine höhere Spitze erreicht, interessiert Knauser-Könige weniger als die vergleichsweise sanftere Federung.Der Hybrid rumpelt dagegen mit tiefergelegter Karosserie und steifen 17-Zoll-Niederquerschnittreifen ziemlich trocken über Unebenheiten, flitzt dafür dank der direkteren Lenkung flinker und präziser ums Eck. Trotz der Komfortschwächen liegt der sparsame Hybrid am Ende vorn. Er verleiht dem Auris etwas von dem Glanz, den der Name suggeriert. Als D-4D bleibt der Japaner dagegen weiterhin ein unscheinbarer Allerweltstyp.
Fazit
Wenn Auris, dann als Hybrid – der Motorenmischling entscheidet das Bruder-Duell überraschend eindeutig für sich. Er fährt viel sauberer und günstiger als der Diesel, mit dem Doppelherzen gewinnt die graue Maus der Kompaktk lasse zudem beträchtlich an Format – nicht nur bei Ökos. Angesichts des praktisch gleichen Preises spricht wenig für den D-4D. Er ist in dieser Form zu sehr Durchschnittstyp und damit keine echte Alternative.
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