Toyota Corolla Touring Sports im Test

Toyota Corolla Touring Sports

Corolla-Kombi punktet mit Platzangebot

Toyota hat sich vom Auris verabschiedet und den Corolla zurückgeholt. Jetzt ist auch der Kombi fertig, den wir mit Hybridantrieb testen konnten.
Der Toyota Corolla ist eines der erfolgreichsten Autos der Geschichte. Bisher wurden von dem asiatischen Kompaktklassemodell seit den 60er-Jahren mehr als 45 Millionen Autos verkauft. Nachdem der Imagewechsel vor mehr als zehn Jahren auf ein mutigeres Design und den neuen Namen Auris nur sehr mäßig funktionierte, kehrt Toyota nunmehr auch in Europa zur alten Bezeichnung und zu einem gefälligeren und dynamischeren Blechkleid zurück. Und das gilt natürlich auch für die Kombi-Version namens Touring Sports.

Mit dem Platzangebot kann der Touring Sports punkten

In den Kofferraum passen maximal 1600 Liter, auf der Rückbank gibt es auch für Große reichlich Platz.

Wie von einem Kombi zu erwarten, kann der Toyota Corolla Touring Sports insbesondere mit seinem Platzangebot punkten. Denn während es vorne klassentypisch zugeht, gibt es im Fond auch für großgewachsene Insassen genügend Beinraum. Das Ladevolumen stieg im Vergleich zum Vorgänger um 68 auf 598 Liter. Wer die Rücksitze umlegt, kann das Volumen auf rund 1600 Liter vergrößern. Gut ablesen lassen sich die Instrumente, die wahlweise eine Mischung aus analoger Anzeige und digital dargestellten Informationen bilden. Deutlich zugelegt hat der Corolla nicht zuletzt bei den Fahrerassistenzsystemen, wo es jetzt unter anderem einen Notbrems- und Spurhalteassistenten oder einen Abstandstempomaten gibt. Unter der Haube haben die Kunden die Wahl zwischen einem 1,2 Liter großen Turbomotor und zwei Hybridantrieben mit 122 oder 180 PS.

Das stufenlose Getriebe macht immer noch keine Freude

Der schwächere Hybridantrieb ist eher gemütlich, der Verbrauch liegt auf der Probefahrt bei sechs Litern.

Das von uns gefahrene schwächere Doppelherz im Antriebsstrang reicht immerhin für 180 km/h Höchstgeschwindigkeit und einen Spurt 0 auf Tempo 100 in wenig beachtlichen 11,1 Sekunden. Die ersten Meter geht es dabei rein elektrisch los – theoretisch bis Tempo 55. Nach einigen Hundert Metern und beim festeren Druck auf das Gaspedal ist es mit dem reinen Elektrovortrieb jedoch vorbei und der Verbrenner springt sanft ein. Auf der Autobahn schaltet sich der Benziner beim Mitschwimmen im Verkehr und leichter Verzögerung sogar bis 115 km/h immer wieder ab und ermöglicht so besonders sparsames "segeln". Nach 120 Kilometern überwiegend auf Landstraßen zeigte der Bordcomputer statt der versprochenen 4,5 Liter immerhin realistische 6,0 Liter pro 100 Kilometer an. Der von Toyota prognostizierte elektrische Fahranteil von bis zu 50 Prozent lag jedoch in weiter Ferne.
Der Elektromotor hält sich tapfer dabei, den 4,65 Meter langen Familienkombi immer wieder bei der Beschleunigung zu unterstützen. Unverändert nervt beim Zwischenspurt das CVT-Getriebe, dessen omnipräsente Geräuschkulisse ab 4000/min in ein wild angestrengtes Heulen umschlägt. Hier ist man mit der stärkeren Zweiliter-Variante besser bedient, die das Geräuschniveau zudem mit Doppelglasscheiben vorn und einer zusätzlichen Motordämmung reduziert.

Das Fahrwerk ist gekonnt abgestimmt

Der Touring Sports ist straff aber nicht unangenehm hart, die Lenkung gibt sehr gute Rückmeldung.

Deutlich besser als der Hybridmotor schlägt sich das Fahrwerk der 1,8-Liter-Variante. Die Federung ist straff, und die Lenkung gibt sehr gute Rückmeldung von der Beschaffenheit der Fahrbahn. Angenehm macht sich die breitere Spur und der um zehn Zentimeter verlängerte Radstand bemerkbar, der nicht nur bei höheren Geschwindigkeiten mehr Ruhe ins Fahrzeug bringt. Neben den verschiedenen Fahrprogrammen, die sich auch auf Gaspedalkennlinie und Getriebe auswirken, bietet der Corolla verschiedene Modi, bei denen der Normalmodus den ausgewogensten Eindruck macht, aber auch die Sporteinstellung keine unnötige Härte ins Fahrzeug bringt. Neben der Kombiversion wird der Toyota Corolla in seiner zwölften Generation auch als Schrägheck und Limousine angeboten. Der Fünftürer beginnt bei 20.990 Euro für den 1,2 Turbo, während der kleine 1,8-Liter-Hybrid bereits 27.290 Euro kostet. Die Preise für den Kombi sind noch nicht bekannt.

Autor: Joaquim Oliveira

Stichworte:

Kombi

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.