Toyota Highlander kommt als Elektro-Siebensitzer
So lang wie ein Range Rover: Toyota stellt XXL-E-SUV vor

Toyotas neues Elektro-SUV im XXL-Format setzt auf einen vertrauten Namen: Highlander. Bis zu sieben Personen finden Platz, die Reichweite liegt bei über 500 Kilometern.
Bild: Toyota Motor Sales, USA
Toyota hat ein neues elektrisches SUV-Flaggschiff – und das trägt einen bekannten Namen: Highlander. Das seit der Jahrtausendwende in den USA, Japan und Australien verkaufte Hybrid-SUV ist vereinzelt auch auf deutschen Straßen zu sehen. Denn zwischen 2021 und 2024 wurde es auch bei uns angeboten. Die elektrische Neuauflage wurde jetzt in den USA vorgestellt.
Mit einer Länge von 5,05 Metern ist der Toyota im Segment der XXL-SUV angekommen – und liegt damit auf Augenhöhe mit dem Range Rover. An dessen Silhouette dürfte man sich auch orientiert haben: Wie der Brite trägt das japanische SUV ein lang gestrecktes, leicht nach hinten abfallendes Greenhouse.
Der Rest des Designs folgt Toyotas aktueller Formensprache: futuristisch, mit klaren Kanten statt weichen Rundungen. Diesen Ansatz verfolgen allerdings derzeit mehrere Hersteller. Ein prägnantes Merkmal, das den Toyota klar aus der Masse hervorhebt, fehlt ihm jedoch.

Der bullige Highlander kommt mit klaren Kanten statt weichen Rundungen. Dazu gibt's durchgehende LED-Bänder.
Bild: Toyota Motor Sales, USA
Bis zu 1291 Liter Kofferraum
Im Innenraum finden bis zu sieben Personen in drei Sitzreihen Platz – damit ist der Highlander der erste vollelektrische Siebensitzer der Marke. Naturgemäß schrumpft bei voller Bestuhlung das Kofferraumvolumen – 450 Liter passen dann nur noch rein. Ist die dritte Sitzreihe umgeklappt, stehen stattliche 1291 Liter zur Verfügung.
Im Cockpit dominiert ein 14 Zoll großer Infotainment-Touchscreen. Wichtige Funktionen lassen sich jedoch weiterhin über physische Tasten bedienen. Der Fahrer blickt auf ein 12,3 Zoll großes Display, ergänzt durch ein Head-up-Display.
Ungewöhnlich ist die Position des Startknopfs: Er sitzt mittig im Armaturenbrett, direkt vor der anschließenden Mittelkonsole. Auch dort geht Toyota eigene Wege. Die Fahrstufenanzeige und die Taster für Parkstellung und elektronische Handbremse sind mittig in ein mit Alcantara ausgekleidetes Fach integriert.

Je nach Ausstattung gibt es beheizte und belüftete Sitze, ein Panoramaglasdach und eine Ambientebeleuchtung mit 64 Farben.
Bild: Toyota Motor Sales, USA
Zur Serienausstattung gehört der sogenannte "Drive Recorder". Dabei dienen die fahrzeugeigenen Kameras als Dashcam und zeichnen 20-sekündige Videosequenzen auf. Die Aufnahme startet automatisch im Falle eines Unfalls, lässt sich aber auch manuell aktivieren.
Bis zu 520 Kilometer Reichweite
Toyota bietet drei Antriebsvarianten an. In der Basisversion wird die Kraft an die Vorderräder übertragen. 224 PS und 268 Nm stehen im Datenblatt. Die Reichweite gibt Toyota mit bis zu 462 Kilometern an – ermöglicht durch eine 77-kWh-Batterie.
Die kommt auch im Allrad-Highlander zum Einsatz. Dort sinkt die Reichweite allerdings auf maximal 434 Kilometer. Grund dafür sind die zwei Elektromotoren – jeweils einer pro Achse –, die naturgemäß mehr Leistung mobilisieren: 343 PS und 438 Nm stehen hier zur Verfügung.

Dank Vehicle-to-Load-Funktion kann das SUV auch Strom an andere Geräte abgeben.
Bild: Toyota Motor Sales, USA
Die gleiche Leistung bietet auch das Topmodell – selbstverständlich mit Allradantrieb. Hier kommt allerdings eine größere Batterie mit rund 96 kWh zum Einsatz. Die Reichweite gibt Toyota mit bis zu 515 Kilometern an.
Zur maximalen Ladeleistung macht der Hersteller noch keine Angaben. Die Akkus sollen sich jedoch in rund 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden lassen.
Marktstart noch 2026
Der neue Elektro-Highlander soll in den USA Ende 2026 auf den Markt kommen. Preise nennt Toyota bislang nicht. So günstig wie das Verbrenner-Vorgängermodell dürfte das SUV allerdings kaum werden – dieses startet in den USA bei umgerechnet rund 38.410 Euro.
Möglicherweise eröffnet der Elektro-Highlander Toyota auch die Chance, das Modell wieder in Europa anzubieten. Hier würde er dann gegen Konkurrenten wie den Kia EV9 antreten.
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