Toyota Land Cruiser FJ: Erster Check im Baby-Land-Cruiser
Dieser Kniff soll Reparaturen günstig machen

Toyota hat mit dem FJ einen Mini-Land Cruiser vorgestellt. Der verbindet Offroad-Manier mit kompakten Abmessungen. Erster Check!
Bild: TME
Schon lange kursierten Spekulationen und Gerüchte über eine Downsizing-Version des Toyota Land Cruiser. Kürzlich machte Toyota es dann endlich offiziell: Der kleine Geländewagen mit dem Namen Land Cruiser FJ soll 2026 auf den Markt kommen. Sein Debüt auf der Japan Mobility Show 2025 nutzte AUTO BILD für eine kleine Sitzprobe!
Toyota Land Cruiser: eine Ikone seit 1951
Der Land Cruiser erblickte bereits 1951 das Licht der Welt – da hieß er noch Toyota BJ. Der Anspruch damals wie heute: Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Geländegängigkeit. Mit rund 12,15 Millionen verkauften Einheiten in über 190 Ländern und Regionen weltweit schuf er sich den Ruf einer richtigen Offroad-Ikone, die 2024 zuletzt ein Update in Form einer neuen Generation bekam.
Doch Downsizing scheint nicht nur bei Motoren im Trend zu liegen: So hat Mercedes erst vor Kurzem die Baby-G-Klasse bestätigt. Jetzt ziehen die Japaner mit der Mini-Version des Land Cruiser nach – und die sorgt für einigen Trubel auf der Messe.
Design und Abmessungen
Die Designer haben sich deutlich an der Optik des brandneuen großen Bruders (Version für Japan) orientiert. Kantig trifft auf Retrostil – mit dem Ergebnis eines unverkennbaren Designs in kompakterer Form.

Die kantige Form des Land Cruiser FJ haben die Toyota-Designer von der Studie Compact Cruiser EV aufgegriffen.
Bild: TME
Die Front gibt es in zwei verschiedenen Varianten: Eine hat ein Retrodesign mit runden Scheinwerfern, was an frühere Generationen erinnert, während die andere mit C-förmigen Tagfahrlichtern ähnlich zur Studie auffällt. Beide verbindet ein schmaler Kühlergrill mit mittigem Toyota-Schriftzug.

Toyota zeigt zwei unterschiedliche Optiken: die eine im Retrostil, die andere etwas moderner mit C-förmigen Scheinwerfern.
Bild: TOYOTA MOTOR CORPORATION
Weiter unten befindet sich ein üppiger Frontstoßfänger aus Kunststoff mit einer in Alu-Optik eingelassenen Spange. Dazu kommen ausgestellte Kotflügel, große in Kunststoff eingerahmte Radläufe und sogenannte "Molle-Panels", die das Befestigen von Outdoor-Equipment und zusätzlichen Stauraum ermöglichen sollen.

Auf der Messe zeigte Toyota den FJ mit robustem Schwellerschutz, erhöhten Lufteinlässen und einer auf dem Dach montierten ARB-Platte.
Bild: AUTO BILD / Nele Klein
Am Heck gibt es eine senkrecht stehende Heckscheibe, ein Reserverad und ebenfalls C-förmige Rückleuchten. Ergänzt wird das Design noch mit schwarz lackierten 18-Zoll-Felgen.

Das Reserverad am Heck komplettiert den Outdoor-Look der Downsizing-Version.
Bild: TME
Sowohl die vorderen als auch die hinteren Eckstoßfänger sind laut Toyota abnehmbar, sodass nur beschädigte Teile ausgetauscht werden können – das verbessert die Reparaturfreundlichkeit des Wagens. Es soll außerdem einige Individualisierungsoptionen geben.

Bild: AUTO BILD / Nele Klein
Im Gegensatz zum gewachsenen Land Cruiser wird der kleine Bruder kompakter. Nur in der Höhe fällt der Unterschied marginal aus.
- Länge: 4575 mm (minus 350 mm)
- Breite: 1855 mm (minus 130 mm)
- Höhe: 1960 mm (minus 20 mm)
- Radstand: 2580 mm (minus 270 mm)
Innenraum orientiert sich am großen Bruder
Wer schon mal am Steuer des aktuellen Land Cruiser gesessen hat, wird schnell merken, dass es sich beim FJ um ein weiteres Familienmitglied handelt. Denn auch hier setzt sich das gewohnte Design fort. Die Kabine ist hochwertig in dunkler Optik ausgekleidet – nicht zuletzt dank des dunklen Dachhimmels.
Dazu kommen ein ordentlich gefüttertes Multifunktionslenkrad mit haptischen Tasten und Schaltern, die ein angenehmes Feedback geben, ein digitales Kombiinstrument sowie ein großes, rechteckiges Infotainmentdisplay. Die Sitze bieten ausreichend Seitenhalt, sind bequem und bekommen durch helle Kontrastnähte einen edlen Touch. Das Platzangebot ist ebenfalls löblich.

Schlichtes, aber vertrautes Interieur im FJ, das sehr dem des großen Land Cruiser ähnelt. Die Platzverhältnisse sind großzügig.
Bild: TME
Toyota verrät, dass der FJ mit dem sogenannten Toyota Safety Sense, einem aktiven Sicherheitspaket inklusive Kollisionswarner, ausgestattet sein wird. Ob auch Systeme des großen Bruders wie Gelände-Tempomat oder der Multi-Terrain-Monitor Einzug halten werden, bleibt offen.
Basis und Antrieb
In Sachen Antrieb setzen die Japaner auf den 2,7-Liter-Vierzylindermotor vom Typ 2TR-FE mit 163 PS und einem Drehmoment von 246 Nm. Er ist mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe und einem zuschaltbaren Allradantrieb gekoppelt. Bei der Plattform handelt es sich um eine Weiterentwicklung der "IMV-Serie" – eine Fahrzeugplattform für SUV und Pick-ups, die auf einer Leiterrahmen-Konstruktion basiert. So sollen geländetaugliche Bodenfreiheit und Böschungswinkel gewährleistet werden.
Marktstart 2026 geplant
Fehlt nur noch das große Aber: Zwar soll die Markteinführung in Japan Mitte 2026 erfolgen, doch aktuell gibt es leider keine Pläne, dass der Baby-Land-Cruiser auch zu uns nach Europa kommt. Grund dafür sind die strengen Emissionsregelungen der EU.
Fazit
Der kleine FJ hat Potenzial: Er verbindet die Offroad-Manier des ikonischen Land Cruiser mit Kompaktheit für den Alltag und bietet dennoch viel Platz. Modern, rustikal und retro – ein gelungener Mix. Wir können also nur hoffen, dass Toyota Wege findet, den kleinen FJ auch bei uns anzubieten – seine Abnehmerschaft würde er hierzulande ganz sicher finden.
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