Neue Plattform für die Mini-G-Klasse: Update
Kleine G-Klasse soll ein echter Offroader werden
Dass Mercedes an einer Mini-G-Klasse arbeitet, ist nichts Neues. Aber anders als angenommen soll der Mini-G auf einer eigenen Offroad-Plattform stehen. Die Infos!
Bild: AUTO BILD
Schon vor zwei Jahren hatte Mercedes auf der IAA in München eine Designskizze einer kleinen G-Klasse gezeigt – damals noch unter dem Arbeitstitel "g-class". Auf der diesjährigen IAA zeigten die Schwaben einen neuen Teaser der kleinen G-Klasse, die voraussichtlich ab 2027 auf den Markt kommen soll.
Und anders als bisher angenommen soll die Mini-G-Klasse nicht nur optisch eine Mini-Kopie des ikonischen Geländewagens werden, sondern auf einer eigens entwickelten Offroad-Plattform stehen. Gegenüber Autocar bestätigte Mercedes, dass es sich beim Baby-G um eine maßgeschneiderte "Body-on-Frame-Plattform" handeln wird, also eine Art Miniatur-Leiterrahmen-Chassis.
Darüber hinaus gab Mercedes bekannt, dass die Mini-G-Klasse wohl mit einem eigenen Namen an den Start gehen wird. Wie der kleine Offroader heißen soll, verrieten die Stuttgarter aber noch nicht.

Noch verpackt taucht die g-Klasse im Produktportfolio des Mercedes-Geländewagens auf.
Bild: Mercedes Benz
AUTO BILD zeigt mit einer Illustration, wie der Mini-Geländewagen aussehen könnte: Optisch wird sich die kleine G-Klasse wahrscheinlich an der elektrischen G-Klasse orientieren, doch unter dem Blech könnte Mercedes auf eine andere Strategie setzen.

So stellt sich der AUTO BILD-Illustrator den Baby-G vor: Optisch könnte sich die kleine Mercedes g-Klasse demnach an der elektrischen G-Klasse orientieren.
Bild: B.Reichel
Verbrenner statt Elektro?
Bislang war davon auszugehen, dass die Mini-G-Klasse auch einen elektrischen Antrieb mit 800-Volt-Technik und rund 500 Kilometern Reichweite bekommen könnte – auf derselben MMA-Plattform wie die neue Generation des CLA, die im März 2025 ihr großes Debüt feierte.
Doch laut einem Bericht des "Handelsblatts" erwägt der Autohersteller – aufgrund der schlechten Verkaufszahlen der elektrischen G-Klasse – seine geplante Baby-G-Klasse auf einen Verbrennungsmotor umzustellen, um einen Flop der kleinen Version abzuwenden. Denn im Gegensatz zum elektrischen G läuft es bei ihrem Verbrenner-Pendant gut. Eine Mildhybrid‑Version auf Basis eines neuen 1,5‑Liter‑Vierzylinder‑Benziners wohl am wahrscheinlichsten.
Alltagstauglicher dank kleinerer Abmessungen
Über die Abmessungen kann zurzeit nur spekuliert werden. Sicher ist aber, dass der Geländewagen kürzer sein wird als die 4,82 Meter lange G-Klasse. Eine Länge von 4,30 bis 4,50 Metern würde sein Mini-Ableger praktischer für den städtischen Alltag machen.
Vielleicht wird es auch eine dreitürige Variante geben. Mit Allradantrieb wäre die Mini-G-Klasse auch geländetauglich. Gleichzeitig dürfte es im Innenraum große Displays mit der neuesten MB.OS-Software-Generation und der aktuellsten MBUX-Version geben.

Angekündigt hat Mercedes die Mini-G-Klasse schon auf der IAA 2023: kastig wie der Große G, aber mit praktischeren Abmessungen.
Bild: AUTO BILD
Marktstart und Preis
Der zunächst erwartete Marktstart des Baby‑G im Laufe des Jahres 2026 steht durch die mögliche Umplanung beim Antrieb laut Handelsblatt auf der Kippe. Es könnte also noch bis 2027 dauern.
Mercedes hat zudem noch einiges in der Pipeline, was Vorrang haben dürfte: neue Versionen von GLA/EQA und GLB/EQB sowie elektrische Varianten der C-Klasse, E-Klasse und des GLC, den sie gerade auf der IAA präsentierten. Im Premium-Segment erhält außerdem die S-Klasse 2026 ein umfassendes Update, und auch AMG hat zwei komplett inhouse entwickelte E-Fahrzeuge im Köcher, wie das Concept AMG GT XX zeigt.
Neben der Markteinführung der Mini-G-Klasse bleibt es nach wie vor spannend bei der Frage nach dem Preis: Während die große G-Klasse mittlerweile bei gut 124.000 Euro startet, sollte die kleine Version mit etwas Abstand günstiger sein.
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