Hatten Sie schon einmal Probleme mit Ihrem Motor? Vermutlich wären Sie dabei nicht auf die Idee gekommen, ihn mit einem Hammer zu bearbeiten. Bei Toyota gehört genau das jetzt zum Diagnoseverfahren.

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Konkret geht es um mehr als eine Viertelmillion Toyota- und Lexus-Trucks sowie SUV, die wegen möglicher Schäden an ihren V6-Motoren zurückgerufen wurden. Um die betroffenen Motoren zu überprüfen, haben die Ingenieure ein ungewöhnliches Werkzeug entwickelt: einen kleinen Plastikhammer.

Schwingungen statt Zerlegen

Der Hammer erzeugt messbare Vibrationen im Motor. Diese Schwingungen werden anschließend analysiert, um Rückschlüsse auf den Zustand wichtiger Bauteile zu ziehen. Der große Vorteil: Der Motor muss für die Diagnose nicht aufwendig und kostspielig zerlegt werden.
Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei einer Stimmgabel. Allerdings muss der Schlag exakt dosiert sein. Der spezielle Hammer gibt den Technikern deshalb direkt Rückmeldung darüber, ob der Schlag zu schwach, zu stark oder genau richtig war.

Verschleiß frühzeitig erkennen

"Diese Prüfung nutzt im Wesentlichen die Resonanzfrequenz der Kurbelwellenvorderseite, um den Zustand des Hauptlagers Nr. 1 zu beurteilen", erklärt Toyota. Auf diese Weise lässt sich ungewöhnlicher Verschleiß erkennen.
In Kombination mit einer Softwareanalyse können die Techniker anschließend mit hoher Genauigkeit feststellen, ob ein Motor Auffälligkeiten zeigt oder nicht. Im Idealfall wird ein betroffenes Triebwerk ausgetauscht, bevor überhaupt größere Schäden auftreten. Das Verfahren dient also vor allem der vorbeugenden Diagnose.
Zeigt das Fahrzeug jedoch bereits Symptome wie Klopfgeräusche oder Startprobleme, könnte der Schaden unter Umständen schon weiter fortgeschritten sein. In diesem Fall empfiehlt sich eine gründliche Überprüfung in der Werkstatt.