Toyota RAV4 III: Gebrauchtwagen-Test
Da macht man wenig falsch

Ein typisch zuverlässiger Toyota? Das gilt auch für die dritte Generation des RAV4 – aber mit einer Ausnahme in dessen Modellpalette.
- Martin Braun
Toyota hat den Dieselmotor bereits aufgegeben. Diesel gibt es als Neuwagen nur noch in großen Geländewagen wie Land Cruiser und Hilux oder in ein paar Notversionen der kleineren Toyota-Modelle, für die die Japaner einen älteren BMW-Zweiliter Turbodiesel einkaufen. Seit Einführung der EU6-Norm scheint Toyota die Lust am Selbstzünder verloren zu haben. Kein Wunder: Für einen weltweit aktiven Hersteller wie Toyota sind kleine Dieselmotoren in relativ kompakten Autos eher unwichtig, weil so etwas praktisch nur in Europa verkauft wird. Der Rest der Welt fuhr und fährt mit Benzinmotoren.
Der 2.2 D-CAT mit 177 PS vermiest die Zuverlässigkeitsbilanz

Die RAV4 III-Kunden griffen gerne bei den Dieseln zu, deshalb ist der Gebrauchtwagenmarkt gut bestückt. Doch einige Kandidaten machen Probleme.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Übersicht: Alles zum Toyota RAV4
Das Abgasrückführungsventil sorgt für hohe Rechnungen

Bei knackiger Kälte bleiben die Diesel zuweilen stehen. Da hilft ein frischer Kraftstofffilter vor der Wintersaison.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Die Wiederkaufquoten sind niedrig
Traditionell bei Toyota sind die Besitzer überdurchschnittlich zufrieden mit den Vertragswerkstätten. Satte 88 Prozent haben nichts auszusetzen. Das gilt offenbar auch für die dortigen Preise. Als Preis für eine große Inspektion werden im Durchschnitt 550 Euro angegeben. Trotzdem erreicht der RAV4 nur erschreckend schwache Wiederkaufquoten. Klar, die Dieselfahrer mit höheren Jahreskilometerleistungen wenden sich zunehmend von Toyota ab, weil Toyota das Dieselangebot immer weiter ausdünnt. Trotzdem ist eine Wiederkaufquote von nur 28 Prozent ein Alarmsignal für die japanische Marke. Die Wechselwilligen steigen zu fast gleichen Anteilen um auf VW, Seat, Skoda, Hyundai und Kia.
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