Toyota GR Supra (2019)

Toyota GR Supra (2019)

Toyota GR Supra (2019): Test, Preis und Infos

Alle Infos zum neuen Supra

Der neue Supra kommt mit Reihensechszylinder und Hinterradantrieb! Entwickelt wurde er zusammen mit BMW. AUTO BILD hat alle Infos und die Sitzprobe!

Vorstellung: Der Supra ist zurück

Der Toyota Supra ist wieder da! Die fünfte Generation des japanischen Sportwagens hört auf den internen Baucode "A90". Der neue Supra (offizielle Sprachregelung von Toyota: "der" Supra) tritt nach 17 Jahren Unterbrechung die Nachfolge des mittlerweile legendären Supra Mk. IV an, der speziell durch Filme wie "The Fast and the Furious" oder Videospiele wie "Gran Turismo" zu einer Ikone der JDM-Fangemeinde wurde. Die Grundkonstruktion bleibt dabei unverändert: Reihensechszylinder mit Turboaufladung, Hinterradantrieb und eine Karosserie mit langer Haube, zwei Türen und einem gedrungenen Heck. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Kooperation zwischen Toyota und BMW. Die beiden Hersteller teilen sich die Entwicklung von Supra und Z4. Beide Sportwagen stehen auf der gleichen Plattform, und auch der Reihensechszylinder-Motor des Supra stammt aus München.

Neue Sportwagen (2019, 2020, 2021, 2022 und 2023)

Design ist an den FT-1 angelehnt

Offiziell firmiert der Supra unter dem Toyota-eigenen Rennspor-Label "GR" (Gazoo Racing).

Das Design des neuen Supra ist dagegen vollkommen eigenständig und lehnt sich stark an die 2014 in Detroit vorgestellte Studie FT-1 an – obwohl die Proportionen zierlicher sind als die des Concept Cars. Der Supra hat recht kompakte Ausmaße: Von Stoßstange zu Stoßstange misst der Japaner mit bayerischem Herzen runde 4,38 Meter. In der Breite sind es 1,85 Meter, die Höhe gibt Toyota mit 1,29 Meter an. Der Radstand von 2,47 Meter soll im Zusammenspiel mit der Spur (1594 mm vorne/1589 mm hinten) einen optimalen Kompromiss zwischen Agilität und Stabilität gewährleisten. Besonderen Wiedererkennungwert besitzen die Scheinwerfer mit ihrer charakteristischen Leuchtengrafik und die geschwungene Karosserie mit den stark ausgeformten Radläufen und dem Double-Bubble-Dach mit mittiger Einwölbung. Das Heck des Supra wird dominiert vom in den Kofferraumdeckel integrierten Bürzel-Spoiler, den weit ausgestellten und durch Luftauslässe betonten Radhäusern und dem Diffusoreinsatz der Heckschürze. Zentral im Diffusor ist die kombinierte Nebelschluss- und Rückfahrleuchte integriert – ein Zitat an den Rennsport.

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Marktstart, Produktion und Preis: Supra wird kein Preisbrecher

Bestellungen für den neuen Supra nimmt Toyota bereits entgegen. Bis zur Auslieferung könnte es jedoch noch etwas dauern, denn obwohl die Produktion bei Magna in Graz bereits im März anlaufen soll, kommen von den insgesamt 900 für Europa bestimmten Supra im Sommer 2019 zunächst nur 300 Stück zu Händlern nach Deutschland. Der Einstiegspreis wird bei 62.900 Euro liegen!

Innenraum: Viel BMW und sehr gute Ergonomie (Update!)

Das Cockpit hat viele Gleichteile mit dem Z4. Der Supra erhält sogar ein iDrive.

Für den Innenraum verspricht Toyota, viel Wert auf Ergonomie und Funktionalität gelegt zu haben. Und tatsächlich präsentiert sich der Supra bei unserer Sitzprobe in Bestform. Die Sitzposition ist tief, Lenkrad und Sitz lassen sich optimal positionieren, und selbst mit 1,95 Meter Körpergröße ist dank des Double-Bubble-Dachs gerade noch genug Platz nach oben. Wer allerdings mit dem Gedanken spielt, an einem Trackday teilzunehmen und dementsprechend mit Helm unterwegs ist, sollte wohl nicht größer als 1,80 Meter sein. Und wo wir schon beim Thema Rennstrecke sind: Wie in der Studie FT-1 ist der Fahrer gut ins Cockpit eingebaut, es kommt das Gefühl auf, in einem Monocoque zu sitzen. Die Mittelkonsole umschließt den Fahrer von rechts. Damit man sich auf der Rennstrecke nicht den Oberschenkel blau schlägt, ist die Seitenwand des Mitteltunnels gepolstert. Wichtig für ambitionierte Fahrer: Der Gangwahlhebel wechselt im manuellen Modus die Gänge wie im Motorsport – nach hinten ziehen bedeutet hochschalten, nach vorne drücken runterschalten. Geschmacksache: Das etwas unförmige Lenkrad mit dem großen Pralltopf. Die Anordnung der allermeisten Knöpfe und Schalter lassen die große konstruktive Ähnlichkeit zum BMW Z4 schnell erkennen. Eins zu eins übernommen sind der iDrive-Drehdrücksteller und Details wie die Türpins. Die Motorhaube entriegelt BMW-typisch nach zweifachem Ziehen des Haubenöffners. Die Klimabedienung ist im Supra unter die Audio-Leiste mit den Programmtasten gerückt. Positiv aufgefallen sind uns die Instrumente mit dem großen, zentralen Drehzahlmesser mit animierter Nadel.

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Fahren: Der Toyota Supra ist gutmütig abgestimmt

AUTO BILD darf auf dem 1967 gebauten Circuito del Jarama in der Nähe von Madrid mehrere Runden im Vorserienauto drehen. Startknopf drücken – und der aufgeladene Reihensechszylinder klingt sehr zurückhaltend. Los geht's im Normalmodus. Schon beim Kennenlernen der 3,4 Kilometer langen Rennstrecke wird klar, der Reihensechser schiebt unter 3000 U/min ordentlich an. Also in den Sportmodus wechseln. Sofort wird der Supra zwei, drei Stufen lauter, die Gasannahme wird deutlich direkter, und auch die aktiven Dämpfer werden straffer.

Driften? Kein Problem!

Dank abschaltbarem ESP lässt es sich mit dem Supra auch wunderbar driften!

Schon nach wenigen Kurven fällt auf, dass der Supra extrem gutmütig abgestimmt ist. Das liegt sowohl an der perfekten 50:50-Gewichtsverteilung als auch am extrem niedrigen Schwerpunkt (niedriger als beim GT86) und dem Verhältnis von Spurbreite und Radstand. Das Einlenkverhalten ist den Ingenieuren besonders gut gelungen, Untersteuern ist trotz Frontmotor ein Fremdwort. Hier macht sich die ausgiebige Feinarbeit an Fahrwerk und Chassis bezahlt. Und für alle Drift-Freunde sei gesagt, dass sich das ESP komplett abschalten lässt. Dank aktivem Sperrdifferenzial ist so auch das Querfahren kein Problem.
 
Auf der Rennstrecke schlägt sich der Toyota mehr als ordentlich, aber die Japaner verraten, dass hauptsächlich auf öffentlichen Straßen entwickelt und abgestimmt wurde – genau da, wo die Kunden zu 90 Prozent fahren. Also geht es über spanische Land- und Bergstraßen. Vom Sportmodus in den Normalmodus wechseln und das Coupé ist trotz 19-Zöller ausreichend komfortabel, die Achtgangautomatik schaltet früh und der eben noch kernige Sechszylinder-Sound tritt deutlich in den Hintergrund.

Ausstattung: Als Sondermodell auf 90 Stück limitiert

Klare Sache: BMW baut mit dem Z4 einen Roadster, Toyota mit dem Supra das dazugehörige Coupé.

Schon in der Basis verfügt der Supra über eine reichhaltige Ausstattung. Dazu gehören fahrdynamische Merkmale wie das aktive Hinterachsdifferenzial, das adaptive Fahrwerk und 19 Zoll große Leichtmetallfelgen. Ebenfalls serienmäßig an Bord sind Komfort- und Sicherheitsfeatures: ein adaptiver Tempomat mit Start/Stop-Funktion, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Lederlenkrad, das digitale Kombiinstrument und der mittige 8,8-Zoll-Touchscreen, Rückfahrkamera, Regensensor und Navi. Außerdem beinhaltet das Safety+ Paket eine Totwinkelüberwachung, Spurhalteassistent, einen rückwärtigen Querverkehrwarner und Parksensoren mit automatischer Bremsfunktion. Wem das noch nicht genügt, kann zusätzlich das Premium-Paket ordern und bekommt eine schwarze Lederausstattung, zwölf statt zehn Lautsprecher, Head-up-Display und eine induktive Ladefläche fürs Smartphone. Als Auftakt des neuen Supra kann des Weiteren die "A90 Edition" bestellt werden. Die auf 90 Exemplare limitierte Sonderserie ist mattgrau lackiert, trägt mattschwarze Alufelgen und hat eine rote Lederausstattung.

Toyota GR Supra (2019)

Motor und Technik: Mit Reihensechser von BMW

Unter der Haube werkelt ein Reihensechszylinder mit 340 PS.

Zum Marktstart bietet Toyota den Supra mit nur einer Motoren/Getriebekombination an. Dabei handelt es sich um einen drei Liter großen Reihensechszylinder mit Twin-Scroll-Turbolader. Wie in seinem BMW-Bruder Z4 leistet der Sechszylinder im Supra 340 PS und 500 Nm maximales Drehmoment. Geschaltet werden kann über das ebenfalls von BMW bekannte Achtgang-Automatikgetriebe "8HP" von ZF. Das zwischen null und hundert Prozent regelnde aktive Differenzial soll für berechenbares Fahren auf der Rennstrecke sorgen, sodass der Supra seine ausgewogene Gewichtsverteilung von 50:50 noch besser ausnutzen kann. Zu den Fahrleistungen gibt Toyota bisher nur die nötigsten Infos heraus: In 4,3 Sekunden soll der Supra auf Tempo 100 beschleunigen. Bei 250 km/h wird dem Vorwärtsdrang der elektronische Riegel vorgeschoben.

Jan Götze

Fazit

Der neue Toyota Supra ist ein echter Sportwagen. Ich bin auf das finale Design gespannt und hoffe, dass der Supra die Wiedergeburt des BMW Z4 Coupé wird!

Autoren: Peter R. Fischer, Jan Götze

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