Toyota Yaris Cross Facelift: Fahrbericht
Toyota Yaris Cross Facelift: mehr Power und Eleganz für das kleine SUV
Toyota Yaris Cross Facelift im ersten Check
Nach den reinen Zulassungszahlen rangiert der Toyota Yaris Cross noch vor dem Corolla. Damit das so bleibt, haben die Japaner dem kleinen SUV jetzt ein Update verpasst. Erste Fahrt!
Bild: Toyota
Zugegeben, mit Sport hat der Toyota Yaris Cross nach wie vor nicht viel am Hut. Zwar gibt es beim Facelift-Modell nun eine dynamisch angehauchte GR-Sport-Variante, an der Optik hatte es aber eigentlich auch vorher nicht gemangelt. Das kleine SUV sah immer flotter aus, als er sich fuhr. Es fehlte also eher ein passender dynamischer Antrieb zur vollkommenen Glückseligkeit.
Aber der Reihe nach. Einen neuen Top-Antrieb haben die Japaner jetzt ja sogar im Programm. Den Vollhybrid gibt es nun auch in einer stärkeren Version. Dafür tut sich ein nach wie vor 92 PS leistender 1,5-Liter-Dreizylinder-Sauger mit einem Elektromotor zusammen. Der ist um 4 PS auf 84 PS erstarkt, damit steigt die Systemleistung von 116 auf 130 PS.

Matrix-LED-Scheinwerfer sind ab der vierten Ausstattungslinie zu haben, dann teilweise sogar Serie.
Bild: Toyota
Neue Motorsteuerung beim Vollhybrid-Yaris
Falls Sie sich nun von ihren Mathematik-Kenntnissen im Stich gelassen fühlen: Da wäre auch noch ein neues, frisch programmiertes Motorsteuergerät, das für den überproportionalen PS-Zuwachs verantwortlich zeichnen soll, indem es die Leistungskurven beider Maschinen effektiver miteinander in Einklang bringt.

Die Lenkung spricht linear an. Auf Dynamik ist der Yaris Cross aber nicht wirklich ausgelegt.
Bild: Toyota
So weit die Theorie. In der Praxis fällt eher auf, dass sich auch das maximale Drehmoment erhöht hat – und zwar um üppige 30 Prozent (einen genauen Wert für das gesamte System gibt Toyota nicht an). Das wiederum trägt dazu bei, dass der Dreizylinder unter Volllast nicht mehr so laut plärrt, wenn die Fuhre in nun 10,7 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Der gefahrene Allradler braucht sechs Zehntel länger.

10,5-Zoll-Screen ab "Team Deutschland", serienmäßig sind 9 Zoll. Der EV-Mode lässt sich manuell abrufen, allerdings nur bei niedriger Geschwindigkeit. Die Bedienelemente am Lenkrad sind bekannt, ebenso der Gangwahlhebel, der etwas klobig wirkt.
Bild: Toyota
Fahrzeugdaten
Modell | Toyota Yaris Cross 1.5 Hybrid | Toyota Yaris Cross 1.5 Hybrid | Toyota Yaris Cross 1.5 Hybrid AWD |
|---|---|---|---|
Motor/Einbaulage | R3, vorn quer + E-Motor | R3, vorn quer + E-Motor | R3, vorn quer + E-Motor |
Systemleistung | 85 kW (116 PS) | 96 kW (130 PS) | 96 kW (130 PS) |
Leistung Verbrenner | 68 kW (92 PS) | 68 kW (92 PS) | 68 kW (92 PS) |
Drehmoment Verbrenner | 120 Nm | 120 Nm | 120 Nm |
Leistung E-Motor | 59 kW (80 PS) | 62 kW (84 PS) | 62 kW (84 PS) |
Drehmoment E-Motor | 141 Nm | 185 Nm | 185 Nm |
0-100 km/h | 11,2 s | 10,7 s | 11,3 s |
Vmax | 170 km/h | 170 km/h | 170 km/h |
Verbrauch* | 4,5 l/100 km (Super) | 4,5 l/100 km (Super) | 4,5 l/100 km (Super) |
Preise | |||
Comfort | 28.540 Euro | - | - |
Business Edition | 28.280 Euro | - | - |
Team Deutschland | - | 30.590 Euro | 33.290 Euro |
Style | - | 36.600 Euro | - |
Style Plus | - | 36.600 Euro | 39.300 Euro |
GR Sport | - | 37.100 Euro | - |
Premiere Edition | - | - | 39.600 Euro |
Bessere Dämmung soll den Yaris leiser machen
Zum anderen sollen auch dickere Scheiben vorn und seitlich sowie diverse Maßnahmen im Motorraum – darunter eine üppigere Dämmmatte an der Spritzwand – den Yaris Cross leiser machen. Subjektiv klappt das ganz gut, wenn man den Vorgänger noch im Ohr hat. Objektiv zählt der Toyota aber immer noch nicht zu den Leisetretern seiner Klasse.

Die im Verhältnis zum Yaris erhöhte Sitzposition hilft Rückenleidenden. Aber: kurze Beinauflagen und wenig Platz im Fond.
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Entspanntes Cruisen ist eher seins, dann stehen ohne Mühe weniger als fünf Liter auf der Uhr. Im Stop-and-go klappt es mittlerweile länger als früher bei Toyota, die Kolben des Verbrenners ruhen zu lassen. Zum Fahrverhalten gibt es dagegen ansonsten nichts Neues zu sagen, geblieben sind die linear ansprechende, recht leichtgängige Lenkung sowie eine ausreichend straffe Grundabstimmung.

Mit Allrad schrumpft der Kofferraum von 378 auf 320 Liter. Lehne optional 40/20/40 geteilt mit Cup-Holdern.
Bild: Toyota
Ein teures Vergnügen
Schon erwähnenswerter wären die neuen Bildschirme im Cockpit. Der 10,5 Zoll große, deutlich höher aufgelöste zentrale Screen ist serienmäßig ab der dritten Ausstattungslinie, das große 12,3-Zoll-Cockpit ab der vierten. Dazu kommen einige neue Assistenzsysteme, darunter ein Emergency Assist, der den Yaris Cross komplett von allein zum Stillstand bringen kann.

Bild: Toyota
Die gefahrene Premiere Edition entpuppt sich als teures Vergnügen. Zwar darf man die Ausstattung guten Gewissens als "tutto completto" bezeichnen – weitere Optionen gibt es nicht –, aber 39.600 Euro tun auch so noch weh. Wer auf Allrad verzichtet und sich beim "Team Deutschland" das Winterpaket gönnt, fährt schon gut ausgerüstet, zahlt 31.290 Euro und hat auch die 130 PS.
Diese Reise wurde unterstützt von Toyota. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
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