Wann muss ein Auto wieder zum TÜV? Der Blick auf die Prüfplakette (oft auch TÜV-Plakette genannt) verrät es schnell: Auf der Plakette, die immer auf dem hinteren Kfz-Kennzeichen klebt, sind Jahr und Monat ablesbar, in dem die Frist für die nächste Hauptuntersuchung (HU) abläuft. Damit die Plakette aber nicht nur aus kürzester Distanz zu lesen ist, werden zusätzlich Farbcodes und besondere Markierungen eingesetzt. Wer diese Codes kennt, kann auf den ersten Blick sehen, wann die nächste HU fällig wird. Natürlich helfen die Codes auch der Polizei, schnell zu erkennen, ob eine TÜV-Plakette bereits abgelaufen ist.

2020 wieder zur HU? Dann ist die TÜV-Plakette blau

HU-Plaketten in unterschiedlichen Farben
Jede Farbe steht für ein bestimmtes Jahr. Autos mit blauer Plakette müssen noch im Jahr 2020 zur Prüfung.
Jedes Jahr bekommt die TÜV-Plakette eine neue Farbe. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Farbtöne – Blau, Gelb, Braun, Rosa, Grün und Orange –, die alle sechs Jahre in dieser Reihenfolge wiederholt werden. Wer 2020 mit einem gelben oder gar braunen Aufkleber unterwegs ist, hat also noch Zeit und muss seinen Wagen erst wieder im Jahr 2021 bzw. 2022 zur Prüfung vorführen. Blau bedeutet: Das Auto muss 2020 wieder zum TÜV. Bei einer orangefarbenen Plakette ist die Frist bereits abgelaufen, und der Halter des Fahrzeugs sollte sich schleunigst um einen Termin für die HU kümmern. Das Überziehen des TÜV-Termins ist eine Ordnungswidrigkeit: Ist die Frist für die nächste HU bereits um mehr als zwei Monate abgelaufen und das Auto im Straßenverkehr unterwegs, drohen 15 Euro Verwarnungsgeld. Zudem ist die Prüforganisation bei einem Verzug von mehr als zwei Monaten verpflichtet, eine erweitere HU durchzuführen, bei der höhere Gebühren anfallen. (Eine Übersicht der TÜV-Kosten finden Sie hier.)
TÜV-Plakette Farbcodes mit entsprechenden Jahreszahlen
- Orange = 2019
- Blau = 2020
- Gelb = 2021
- Braun = 2022
- Rosa = 2023
- Grün = 2024

So erkennen Sie, in welchem Monat die HU fällig wird

TÜV-Plakette braun (Prüfung 2022)
"22" steht in der Mitte, "6" oben: Das Auto muss bis Ende Juni 2022 wieder zum TÜV.
Neben der Farbe zeigt auch die Zahl in der Mitte der Plakette das Jahr an, in dem die nächste Überprüfung stattfinden muss (Beispiel: "22" bedeutet TÜV-Termin im Laufe des Jahres 2022). Der äußere Zahlenring von eins bis zwölf zeigt außerdem an, in welchem Monat die Prüfung fällig wird. Die Zahl, die auf der Plakette oben steht, gibt den Monat an. Die Plakette wird nämlich immer so auf das Kennzeichen geklebt, dass die entsprechende Monatszahl in 12-Uhr-Position steht. Steht etwa die Sechs oben, muss das Auto bis Ende Juni zum TÜV. Die beiden schwarzen Balken am äußeren Rand der Plakette sind dagegen eine Hilfe zum schnellen Ablesen. Die Balken befinden sich immer über der Zwölf. Dadurch, dass die Zahl des Prüfungs-Monats immer oben steht, befinden sich die schnell erkennbaren Balken immer in entsprechenden Positionen. Steht wie im eben genannten Beispiel die Sechs oben, dann befinden sich die Balken unten. Anhand der Position der Balken kann die Polizei sehr schnell erkennen, zu welcher Jahreszeit der TÜV fällig ist: Liegen die schwarzen Balken auf der rechten Seite, weiß jeder Polizist: Das Auto muss in der ersten Jahreshälfte zur Prüfung. Linke Seite bedeutet zweite Jahreshälfte, unten heißt Sommerprüfung, oben Winterprüfung.

Erneuerung der TÜV-Plakette in der Regel alle zwei Jahre

Wann die TÜV-Plakette erneuert werden muss, hängt von der Art des Fahrzeugs ab. So müssen Motorräder zum Beispiel alle zwei Jahre der Prüforganisation vorgeführt werden, Taxis und Mietfahrzeuge sogar jedes Jahr. Die erste technische Überprüfung wurde schon im Jahr 1951 eingeführt, erst seit 1960 übernehmen der TÜV und seine Konkurrenten namens DEKRA, GTÜ und KÜS diese Aufgabe im staatlichen Auftrag. Die Abgasuntersuchung (AU) kam 1985 hinzu und hieß damals noch "Abgassonderuntersuchung" (ASU). Nach bestandener Untersuchung klebt der Prüfer die Plaketten aufs Nummernschild. Übrigens: Den Intervall-Unterschied zwischen HU nach Erstzulassung (drei Jahre) und den Folgeuntersuchungen (alle zwei Jahre) gibt es nur bei Pkw. Bei allen anderen Fahrzeugen wird an dieser Stelle kein Unterschied gemacht.

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