TÜV-Report 2026: BMW
Marken-Check: So schneiden die BMW-Modelle beim TÜV ab

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Vom i3 bis zum X5: Diese BMW-Modelle überzeugen bei der Hauptuntersuchung – und hier liegen ihre Schwächen!
Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD
BMW zeigt im TÜV-Report 2026 ein differenziertes Bild. Die Münchner stellen einige der zuverlässigsten Modelle im gesamten Datenbestand, leisten sich bei einzelnen Baureihen aber auch auffällige Schwächen. Besonders gut schlagen sich die jüngeren Generationen von 1er, 3er, X1 und X3. Dagegen kämpfen ältere 5er-, X5- und X6-Baureihen überdurchschnittlich häufig mit Fahrwerks- und Motormanagementproblemen. Insgesamt zeigt sich: Moderne BMW sind meist deutlich besser als ihr Ruf.
BMW 1er/2er: Der Kompakte gehört zu den Besten
Der aktuelle BMW 1er zählt zu den größten Überraschungen im TÜV-Report. Die Münchner Kompaktklasse präsentiert sich außergewöhnlich mängelarm und erreicht Spitzenwerte in nahezu allen wichtigen Kategorien.

Der BMW 1er zählt beim TÜV zu den Besten seiner Klasse, während ältere 2er vor allem am Fahrwerk erste Alterserscheinungen zeigen.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Die aktuelle Baureihe F40 kommt bei den 2- bis 3-Jährigen auf lediglich 1,9 Prozent erhebliche Mängel gegenüber 4,0 Prozent im Durchschnitt. Auch bei den 4- bis 5-Jährigen liegt die Quote mit 2,5 statt 5,3 Prozent deutlich unter dem Vergleichswert. Besonders positiv fallen Fahrwerk, Bremsscheiben, Ölverlust und Beleuchtung auf. Eine echte Schwachstelle lässt sich bei den jüngeren Fahrzeugen kaum erkennen.
Die älteren 2er-Versionen der Baureihe F22/F23 zeigen im Alter dagegen die typischen BMW-Themen. Auffällig werden vor allem Achsfedern und Dämpfer sowie die Beleuchtung. Bei den 12- bis 13-Jährigen liegt die Mängelquote für Federn und Dämpfer mit 6,8 Prozent deutlich über dem Durchschnitt von 4,5 Prozent. Dennoch bleiben Bremsscheiben, Ölverlust und Abgasanlage meist besser als beim Durchschnitt aller Fahrzeuge.
BMW 2er Active Tourer/Gran Tourer: Familien-BMW mit überraschend guten TÜV-Werten
Der 2er Active Tourer und sein siebensitziger Ableger Gran Tourer nehmen innerhalb der BMW-Palette eine Sonderstellung ein. Statt auf klassischen Hinterradantrieb setzt die Baureihe auf ein vanartiges Konzept mit viel Platz und hoher Alltagstauglichkeit. Die TÜV-Daten zeigen, dass das Konzept auch langfristig funktioniert.

BMW 2er Active Tourer: Der Familienfreund punktet mit starken TÜV-Werten und bleibt selbst im höheren Alter erstaunlich mängelarm.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Die Baureihe F45/F46 gehört zu den positiven Überraschungen im BMW-Programm. In sämtlichen ausgewerteten Altersklassen liegt die Quote erheblicher Mängel unter dem jeweiligen Durchschnitt. Bei den 2- bis 3-Jährigen werden lediglich 2,8 Prozent erhebliche Mängel registriert, bei den 4- bis 5-Jährigen ebenfalls nur 2,8 statt 5,3 Prozent. Auch im höheren Alter bleibt der Familien-BMW stark: Bei den 8- bis 9-Jährigen stehen 6,2 statt 10,0 Prozent erhebliche Mängel zu Buche, bei den 10- bis 11-Jährigen 7,5 statt 12,4 Prozent. Besonders positiv fallen Fahrwerk, Bremsscheiben, Ölverlust und Beleuchtung auf, die meist deutlich besser abschneiden als der Durchschnitt.
Auffällig wird lediglich das Motormanagement älterer Fahrzeuge. Bei den 8- bis 9-Jährigen liegt die Beanstandungsquote hier mit 4,3 Prozent deutlich über dem Altersklassenschnitt von 2,3 Prozent, bei den 10- bis 11-Jährigen mit 4,0 statt 1,9 Prozent sogar mehr als doppelt so hoch. Insgesamt bleibt die Bilanz dennoch überzeugend: Der 2er Active Tourer gehört zu den stärkeren BMW-Modellen im TÜV-Report 2026.
BMW 3er/4er: Die Kernbaureihe überzeugt
Kaum eine Modellreihe ist für BMW wichtiger als der 3er. Entsprechend bedeutend sind die Ergebnisse dieser Baureihe für die Gesamtbewertung der Marke.

3er und 4er überzeugen beim TÜV mit guten Werten, im Alter werden allerdings Fahrwerk und Motormanagement auffälliger.
Bild: Christoph Börris / AUTO BILD
Die aktuelle Generation G2x gehört zu den stärkeren Fahrzeugen im TÜV-Report. Bei den 2- bis 3-Jährigen werden lediglich 3,3 Prozent erhebliche Mängel registriert, bei den 4- bis 5-Jährigen sogar nur 2,9 Prozent. Beide Werte liegen klar unter dem jeweiligen Durchschnitt. Fahrwerk, Bremsen und Umweltkapitel präsentieren sich weitgehend unauffällig.
Die ältere Fx-Baureihe bleibt insgesamt solide, entwickelt mit zunehmendem Alter aber Schwächen bei Achsfedern und Dämpfern sowie beim Motormanagement. Besonders deutlich wird dies bei den 8- bis 9-Jährigen, wo das Motormanagement mit 5,7 Prozent mehr als doppelt so häufig auffällt wie der Altersklassendurchschnitt. Die alte E9x-Generation zeigt zudem überdurchschnittlich viele Fahrwerksmängel, bleibt bei Ölverlust und Abgasanlage jedoch besser als viele Wettbewerber.
BMW 5er/6er: Die Business-Klasse altert nicht immer würdevoll
Der 5er gilt als traditioneller Langstreckenfavorit. Beim TÜV zeigt sich jedoch, dass nicht jede Generation gleichermaßen robust altert.

BMW 5er: Der Langstrecken-BMW startet ordentlich, doch gerade ältere Generationen zeigen zunehmend Schwächen bei Fahrwerk und Motormanagement.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Die aktuelle G3x-Baureihe startet solide ins Fahrzeugleben. Die Quote erheblicher Mängel liegt bei den 2- bis 3-Jährigen unter dem Durchschnitt. Auffällig werden allerdings bereits bei jüngeren Fahrzeugen Probleme rund um Motormanagement und Abgasuntersuchung.
Deutlich kritischer fällt die Bilanz der älteren Fxx-Generation aus. Hier häufen sich Mängel an Achsfedern und Dämpfern sowie beim Motormanagement. Bei den 8- bis 9-Jährigen erreicht das Motormanagement Werte, die deutlich über dem Durchschnitt liegen. Auch Ölverlust wird im höheren Alter zunehmend zum Thema. Positiv bleibt immerhin die Bremsanlage, die meist besser abschneidet als der Durchschnitt.
BMW i3: Der Elektro-Pionier wird zum TÜV-Star
Der BMW i3 zählt zu den ungewöhnlichsten Fahrzeugen im BMW-Programm. Sein technisches Konzept mit Carbon-Karosserie und Elektroantrieb scheint langfristig aufzugehen.

BMW i3: Der ungewöhnliche Elektro-Pionier schlägt sich beim TÜV hervorragend und bleibt auch im Alter mängelarm.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Der i3 gehört zu den besten Fahrzeugen des gesamten TÜV-Reports. Bei den 2- bis 3-Jährigen werden lediglich 1,8 Prozent erhebliche Mängel registriert, bei den 4- bis 5-Jährigen 2,5 Prozent. Fahrwerk, Umweltkapitel und Bremsen präsentieren sich überdurchschnittlich gut. Ölverlust spielt naturgemäß praktisch keine Rolle. Lediglich einzelne Beanstandungen an Beleuchtung und Bremsfunktion treten etwas häufiger auf. Die Gesamtbilanz bleibt dennoch hervorragend.
BMW X1: einer der heimlichen Gewinner
Der X1 zählt zu den positivsten Überraschungen des BMW-Portfolios. Die SUV-Baureihe schneidet über nahezu alle Altersklassen hinweg besser ab als der Durchschnitt.

Bild: Michael Nehrmann / AUTO BILD
Die Baureihe F48 erreicht bei den 2- bis 3-Jährigen lediglich 2,4 Prozent erhebliche Mängel und bei den 4- bis 5-Jährigen 3,0 Prozent. Selbst bei den 8- bis 9-Jährigen bleibt der X1 mit 6,7 statt 10,0 Prozent deutlich besser als der Durchschnitt. Fahrwerk, Bremsen und Umweltkapitel zählen zu den größten Stärken. Auffällig ist lediglich das Motormanagement älterer F48-Modelle, das überdurchschnittlich häufig beanstandet wird.
Auch die ältere Generation E84 schlägt sich überraschend gut. Sie bleibt bei den erheblichen Mängeln ebenfalls unter dem Durchschnitt und überzeugt durch solide Fahrwerkswerte sowie vergleichsweise geringe Ölverlustquoten.
BMW X3/X4: Das beste BMW-SUV
Die SUV-Baureihen X3 und X4 gehören zu den überzeugendsten BMW-Modellen im TÜV-Report. Über nahezu alle Altersklassen hinweg schneiden sie besser ab als der Durchschnitt.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Die aktuelle Generation präsentiert sich besonders ausgewogen. Die Mängelquoten liegen in allen Altersklassen unter den Vergleichswerten. Fahrwerk, Bremsen, Abgasanlage und Ölverlust zeigen kaum Auffälligkeiten. Besonders bemerkenswert ist die Ausgeglichenheit der Baureihe, da keine Baugruppe systematisch negativ auffällt.
Die ältere Generation entwickelt zwar typische BMW-Schwächen bei Fahrwerk und Motormanagement, bleibt insgesamt aber ebenfalls auf einem guten Niveau. Damit zählt der X3/X4 zu den stärksten Premium-SUV im TÜV-Report 2026.
BMW X5/X6: Luxus-SUV mit Alterungsproblemen
Während die jüngsten X5- und X6-Modelle noch ordentlich abschneiden, offenbaren die Daten der älteren Generationen deutliche Schwächen.

Bild: BMW Group
Die aktuelle Generation G5/G6 erreicht bei den 4- bis 5-Jährigen zwar gute Werte, fällt jedoch bereits früh durch erhöhte Auffälligkeiten bei Achsaufhängung, Motormanagement und Ölverlust auf.
Die ältere F1x-Baureihe entwickelt sich zu einer der problematischeren BMW-Baureihen im Datensatz. Besonders Achsaufhängung, Motormanagement und Ölverlust liegen teilweise deutlich über den Durchschnittswerten. Der alte X5/X6 E7x fällt vor allem durch hohe Ölverlustquoten auf. Damit gehört die große SUV-Baureihe zu den wenigen BMW-Modellen, die den ansonsten positiven Markeneindruck spürbar trüben.
Fazit
BMW zählt im TÜV-Report 2026 insgesamt zu den stärkeren Marken. Besonders die jüngeren Generationen von 1er, 3er, X1, X3, X4 sowie dem 2er Active Tourer überzeugen mit meist deutlich unterdurchschnittlichen Mängelquoten. Der i3 gehört sogar zu den zuverlässigsten Fahrzeugen des gesamten Reports. Wiederkehrende Pluspunkte sind gute Bremsen, geringe Ölverlustquoten und robuste Fahrwerke moderner Baureihen.
Auf der anderen Seite zeigen mehrere ältere BMW-Baureihen typische Schwächen bei Achsfedern und Dämpfern, Achsaufhängungen sowie beim Motormanagement. Besonders betroffen sind ältere 5er-, X5- und X6-Modelle. Insgesamt fällt das Urteil dennoch positiv aus: Moderne BMW schneiden beim TÜV meist deutlich besser ab, als es ihr Ruf vermuten lässt.
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