Fünf Tuning-Autos im Schnee

Tuning-Wintertest 2018

Die Renn-Tiere sind los!

Tuningautos im Schnee – kann das funktionieren? Um das herauszufinden, haben wir fünf getunte Allrad-Kompakte in Finnland getestet.
So viel Schnee? Ein Rentier mitten im Wald? Minus 20 Grad? Ja, das geht auch noch im klimawandelgebeutelten Europa. Zum Beispiel bei unserem zusammen mit Continental ausgerichteten, traditionellen Wintertest mit getunten Fahrzeugen. Wir mussten dafür dieses Jahr allerdings in den hohen Norden reisen. Ganz genau bis ins 2800 Kilometer entfernte Rovaniemi – und das liegt in Finnland. Dort hat Rallye-Vizeweltmeister Uwe Nittel sein Wintertrainingsgelände und damit die allerbesten Voraussetzungen, die Performance unserer fünf mitgebrachten Tunerautos zu checken. 

Fünf Tuner stellen sich den Härten des finnischen Winters

Kompaktklasse, Allrad und getunt:  Der Wolf Focus RS passt perfekt zu unseren Vorgaben – und liefert ab.

Ein echtes Reglement bezüglich der Autos gab es nicht, zwei Bedingungen waren aber gesetzt: Allrad und Kompaktklasse. Dafür erscheinen natürlich solche fünftürigen Sportknaller wie Focus RS und Audi RS 3 wie gemacht. Somit standen mit Abt und Wolf die ersten beiden Tuner fest. Was passt noch in die Gruppe? Ein Mercedes AMG A 45 natürlich, den Sportservice Lorinser mit auf dem Lkw packte. Das war es dann aber auch schon mit den typischen Allradern. AC Schnitzer meldete sich noch mit einem 2er Coupé an. Als wir Entwicklungschef Roman Fenners noch einmal auf die Allrad-Voraussetzung hinwiesen, antwortete er mit xDrive. Und mit einer Pressemeldung von JE Design kam Auto Nummer fünf ins Team; der Seat-Tuner steuerte einen optisch veredelten Leon ST Cupra 300 4Drive bei.

Bei der Bereifung ist ein Conti-Pneu Pflichtprogramm

Schneefräse: Alle Autos rollen auf dem Continental WinterContact TS 860 S in der Dimension 235/35 R 19.

Ein handfester Wettkampf ist unser Conti-Wintertest zwar nicht. Dennoch will jeder Tuner sein Bestes geben. Und bevor der Lkw Finnland erreicht, beleuchten wir kurz das Set-up der Boliden. Dazu wollen wir aber nicht in die verschiedenen Funktionsweisen der Allradsysteme mit ihren diversen Sperren abdriften, das wäre zu komplex. Es soll schließlich eine Fun-Geschichte bleiben, gewürzt mit Fahreindrücken und einigen Messwerten. In puncto Reifen gab es keine Ausreden: Continental stellte alle fünf Autos auf den neuen WinterContact TS 860 S in der Dimension 235/35 R 19. Alle mit identischem Geschwindigkeitsindex ohne spezielle Kennung – so, wie man das Gummi beim Reifenhändler kaufen kann. Die Messfahrten machen wir frühmorgens und abends. So sichern wir bei konstanten Temperaturen von -20 Grad Chancengleichheit beim Befahren der Strecken – und die wurden vom Snow-Rally-Rings-Team bestens präpariert.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Uwe Nittel hat gerade auf dem Gelände sein eigenes Wintertraining gestartet, so dauert es noch zwei Stunden, bis er einsteigen kann. Zeit für die Längsdynamik auf Schnee. Hierzu wurde speziell für unseren Test eine große Fläche präpariert: 50 Meter breit, knapp einen Kilometer lang. Das sollte für einen Sprint auf 80 km/h und eine Bremsung genügen. Damit jedes Auto identische Bedingungen hat, starten wir stets eine Spur neben der vorausgegangenen Testfahrt; die Reihenfolge bestimmt das Alphabet.
Alle Details zu den Autos und ihrer Performance finden Sie in der Bildergalerie.

Guido Naumann

Fazit

Breitreifen plus Tuning im Schnee, das kann sehr gut funktionieren. Uwe Nittel und das ganze Team waren überrascht, wie wintertauglich die tiefergelegten und leistungsgesteigerten Autos sind. Klar, ein guter Winterreifen ist Voraussetzung. Ohne das "schwarze Gold" kann kein Fahrzeug seine Performance umsetzen. Früher hieß es, je schmaler der Winterpneu, desto besser. Inzwischen ist es umgekehrt; mit den breiten 235er-WinterContact steht einem sportlichen Winter nichts im Wege.

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