Umweltministerin: Bonus-Malus-System beim Autokauf

E-Autos bis 40.000 Euro

Umweltministerin: Bonus-Malus-System beim Autokauf

Ministerin will SUVs teurer machen

Sollen Käufer großer SUVs fürs Klima und den E-Auto-Durchbruch mehr zahlen? Umweltministerin Schulze (SPD) wäre ein Bonus-Malus-System sehr recht.
Wie werden Elektroautos endlich erschwinglich? Bundesumweltministerin Svenja Schulze würde dafür gerne Käufer von Fahrzeugen mit hohem CO2-Ausstoß – meist die beliebten SUVs – verstärkt zur Kasse bitten. Die SPD-Politikerin sprach sich für ein sogenanntes Bonus-Malus-System beim Autokauf aus: Spritfresser werden teurer, klimaschonende E-Autos günstiger. "Ich glaube, dass es sehr gut wäre, wenn diejenigen, die die großen, spritfressenden Autos kaufen, einfach etwas mehr zahlen, einfach einen Aufschlag bekommen", sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe noch Regelungsbedarf im Detail, so die Umweltministerin. "Aber das System ist machbar. Wir zahlen ja heute auch Prämien für diejenigen, die Elektrofahrzeuge kaufen."

E-Autos bis 40.000 Euro

Elektro-Kaufprämie noch nicht umgesetzt

Umweltministerin Svenja Schulze hält ein Bonus-Malus-System beim Autokauf für eine "sehr, sehr gute Idee".

Die Große Koalition hatte sich bereits in ihrem Klimaschutzprogramm auf eine Reform der Kfz-Steuer verständigt, die stärker an den CO2-Emissionen ausgerichtet werden soll. Viele Experten bezweifeln, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen für das Erreichen der Klimaziele bis 2030 ausreichen. E-Autos und Plug-in-Hybride warten in Deutschland weiter auf den Durchbruch. Eine Erhöhung der Elektro-Kaufprämie ist zwar politisch beschlossen, aber trotz gegenteiliger Ankündigung noch nicht umgesetzt.

E-Autos mit Garantie

ADAC warnt: "Bogen nicht überspannen"

Grüne und Umweltverbände begrüßten die Aussagen Schulzes. "Um die verheerende Klimabilanz im Verkehr schnell zu bessern, führt kein Weg daran vorbei, schwere Spritfresser teurer und klimafreundliche E-Autos billiger zu machen", sagte Greenpeace-Verkehrsexperte Tobias Austrup. Kritik kam dagegen unter anderem vom SPD-Koalitionspartner CSU. Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein warnte vor dem "pauschalen Urteil: Große Autos sind böse, kleine Autos, aber bitte nur solche mit Elektromotor, sind gut". Der ADAC-Vizepräsident Verkehr, Gerhard Hillebrand, sagte: "Mit einem Bonus-Malus-System verbinden viele eine sehr starke Spreizung der Kfz-Steuer und hohe Belastungen für größere Fahrzeuge, wie sie auch Familien benötigen. Ich warne davor, angesichts der absehbaren CO2-Bepreisung den Bogen zu überspannen."
Mit Material von dpa

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