US-Motoren werden kleiner
Die Amis lassen den V8 sterben

Andere Länder, andere Sitten: Bisher dominierten in den USA Motoren mit sechs oder acht Zylindern. Bisher. Denn die Bastion der Big-Blocks bröckelt in Zeiten höherer Spritpreise.
- Stephan Bähnisch
Früher war es eine Frage des guten Tons: Unter die Haube eines großen Autos gehörte ein großer Motor, am besten mit acht Zylindern und der Weisheit folgend: "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen." Das Blubbern ließ die Seele des Besitzers erzittern, die Benzinrechnung hingegen ließ ihn kalt. Und wenn schon kein Achtender für Power sorgte, musste es ein potenter V6 sein. Damit ist es vorbei. Wie das Informationsportal Wards.com jetzt in den USA mitteilte, sinkt die Präsenz der großen Motoren in US-Modellen dramatisch. Lag der Anteil von V6- und V8-Aggregaten in Neuwagen 2004 noch bei 76 Prozent, waren es 2008 immerhin noch 64 Prozent. 2009 sind nur noch 57 Prozent der Motoren mit mindestens sechs Töpfen bestückt worden. Hält der Trend an, werden schon bald schnöde Vierzylinder die Mehrheit der Motoren stellen.
Ein Blick zurück: Drei Achtzylinder aus drei Epochen

Bild: Werk
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