Vector W8 Twin Turbo: Faszination
Auto oder Ufo? Diesen Supersportwagen kennt niemand
Teile aus einem Kampfjet und einem Panzer, dazu ein V8 mit über 600 PS: Der Vector W8 Twin Turbo sollte ein Starfighter für die Straße sein – und wurde ein riesiger Flop!
Bild: Jan Götze
Der Schweiß läuft mir die Schläfen runter, ich bin komplett nass. Hier drinnen sind gefühlte 50 Grad. Ich sitze aber nicht in der Dampfsauna, sondern im Vector W8 Twin Turbo – einem meiner automobilen Kindheitsträume!
Aber fangen wir vorne an und beginnen mit einer Fangfrage: Welche Erwartungen haben Sie an einen Neuwagen? Moderne Technik, umfangreiche Ausstattung, hoher Sicherheitsstandard? Dass ein nagelneues Auto zuverlässig und vor allem voll funktionstüchtig ist, versteht sich von selbst. Nun, nicht bei diesem Auto. Das ist die verrückte Geschichte des Vector W8 Twin Turbo!
Vector W8 Twin Turbo: der Exot unter den Supersportlern
Sie haben noch nie vom W8 Twin Turbo gehört? Kein Wunder! Zwischen 1990 und 1993 wurden nur 17 Kundenautos plus zwei Vorserienfahrzeuge gebaut. Selten ist also noch maßlos untertrieben. In Europa soll es unbestätigten Quellen zufolge nur drei W8 Twin Turbo geben. Einer steht in Romanshorn in der Schweiz und gehört dem Museum Autobau Erlebniswelt. Chassis 008 ist noch immer im Erstbesitz. Und ich habe heute die Ehre, die "Hightech-Waffe für die Straße" zu fahren, wie Vector den W8 einst bewarb.

Was macht einen Supersportwagen aus? Einzigartiges Design! Der W8 Twin Turbo sieht auch 35 Jahre nach seinem Debüt aus, als stamme er direkt aus der Zukunft.
Bild: Jan Götze
Doch bevor ich den Schlüssel umdrehe, müssen wir eine Geschichtsstunde einlegen. Der Mann hinter diesem Ufo auf Rädern hieß Gerald "Jerry" Wiegert († 2021). Wiegert war ein Ingenieur und Visionär, nur leider kein besonders guter Geschäftsmann. Das hatte zur Folge, dass Vector nie ein profitables Unternehmen wurde und nach mehreren Inhaberwechseln 2021 gänzlich aufgelöst wurde. Heutzutage wirkt ein Vector wie eine automobile Fata Morgana.
Alles begann 1972
Die Idee eines eigenen Sportwagens kam Wiegert bereits 1972. Das Konzept war einfach: Der W2 sollte einen Zweiliter-Vierzylinder mit rund 250 PS haben und günstiger sein als eine Corvette. Doch es kam anders. Wiegert, der technischer Zeichner bei GM war, verließ das Unternehmen im Streit und gründete gemeinsam mit Lee Brown die Vehicle Design Force, aus der im Jahr 1978 die Vector Motors Corporation hervorging. Um es seinen ehemaligen Vorgesetzten zu zeigen, reifte in Wiegert der Plan, den schnellsten Supersportwagen der Welt zu bauen – made in America.
Noch im selben Jahr war der Prototyp des W2 (W steht für Wiegert, 2 für die Anzahl der Turbolader) fahrbereit. Wiegert hatte großes Interesse an der Luft- und Raumfahrt und wollte Teile dieser Technologie auf das Auto übertragen. Dementsprechend spektakulär war der W2 designt. Ab 1978 kam das Projekt jedoch ins Stocken. Zwar wurde der W2 über Jahre hinweg immer wieder medienwirksam gezeigt, mehrfach umlackiert, und bis 1990 soll er sogar über 100.000 Kilometer gesammelt haben – doch kein einziges Kundenauto wurde jemals ausgeliefert. Nur zwei W2 wurden gebaut, von denen einer bei einem Unfall vollständig zerstört wurde und der andere in Wiegerts Besitz verblieb.

Der Vector W8 ist nur 4,37 Meter kurz, dafür 2,08 Meter breit. Die Türen öffnen nach oben – wie es sich für einen Supersportwagen gehört!
Bild: Jan Götze
Doch Wiegert gab nicht auf und hielt an seiner Vision fest. 1987 wurde die Firma in Vector Aeromotive Corporation umbenannt, und Wiegert konnte endlich Investoren für sein Projekt gewinnen, mit deren Hilfe das Unternehmen auf zeitweise bis zu 80 Mitarbeiter anwuchs. 1990 wurde mit dem W8 Twin Turbo der erste serienreife Vector auf der New York Auto Show präsentiert – knapp 20 Jahre nachdem Wiegert den Grundstein legte.
Der W8 ist offiziell ein Oldtimer
Wir spulen noch mal 35 Jahre vor. Ich stehe vor einem schwarzen Vector W8 Twin Turbo und bin sprachlos. Würde ich es nicht besser wissen, käme ich nie darauf, dass dieses Ufo offiziell ein Oldtimer ist und das Grunddesign schon fast 50 (!) Jahre alt. Denn auch wenn der W8 seinerzeit grundlegend neu entwickelt wurde: Das futuristische Design geht auf den W2 zurück.
Meine erste Berührung mit dem gleichermaßen skurrilen wie faszinierenden Vector hatte ich im Jahr 2000, als der neunjährige Jan das Rennspiel "Gran Turismo 2" stundenlang gespielt und sich einen gelben W8 Twin Turbo für 420.000 Credits gekauft hatte.
Umso bewegender ist dieser Moment. Ich stehe vor einem meiner automobilen Kindheitsträume – ein Auto, das so selten ist, dass die allerwenigsten Leute überhaupt jemals davon gehört, geschweige denn je eines gesehen haben. Voller Ehrfurcht bewundere ich das nur 1,08 Meter flache, aber 2,08 Meter breite Ungetüm – Gerüchte besagen, dass das keilförmige Design auf den Alfa Romeo Carabo zurückgehen soll, aber in meinen Augen sieht der W8 ehrlicherweise noch spektakulärer aus.
Alle Teile stammen aus den USA
Türen und Motorhaube sind aus Aluminium gefertigt, die restliche Karosserie besteht aus einem Kohlefaser-Kevlar-Mix und soll nur 45 Kilo auf die Waage bringen. Das Monocoque ist eine Art Rohrrahmen, der mit Alu-Honeycomb-Waben verbunden ist. Für die Fertigung eines jeden W8 sollen insgesamt 5000 Nieten aus der Luftfahrt verwendet worden sein. Trotz des enormen Hightech-Aufwands soll der nur 4,37 Meter kurze W8 rund 1500 Kilo wiegen. Das liegt unter anderem daran, dass Wiegert nicht auf Luxus verzichten wollte. So wurde der W8 mit einer Klimaanlage, elektrisch einstellbaren Ledersitzen, Tempomat und sogar einem Zehnfach-CD-Wechsler ausgeliefert. Angeblich sollen sogar ein Head-up-Display und eine Rückfahrkamera angedacht gewesen sein. Einzige Bedingung von Wiegert: Sämtliche Teile mussten in den USA hergestellt werden.

Bis heute hält sich das Gerücht, dass der W8 angeblich auch mit drei Sitzen geordert werden konnte. Beim Blick ins Cockpit wirkt das allerdings mehr als unwahrscheinlich.
Bild: Jan Götze
Dass das Beste für Wiegert gerade gut genug erschien, zeigen Details wie die aus den Vollen gefrästen Lüftungsdüsen, die aus einem Kampfjet stammen, sowie das monochrome Multifunktionsdisplay links neben dem Fahrer, das einem Abrams-Panzer entliehen wurde. Neben Drehzahl und Geschwindigkeit kann der Fahrer hier in vier unterschiedlichen Modi unzählige Informationen über den W8 abrufen. Bemerkenswert ist, dass das Display knapp 35 Jahre nach Auslieferung noch einwandfrei funktioniert und sogar anzeigt, ob eine Tür oder die Motorhaube geöffnet ist. Ein Verdienst, der auf das Konto von Besitzer Alfred "Fredy" Lienhard und dem Team von Autobau Erlebniswelt geht. Womit wir zu einer weiteren unglaublichen Wendung in der Geschichte des W8 Twin Turbo kommen.

Bild: Jan Götze
Ist der Ruf erst ruiniert ...
Nachdem 1990 drei W8 fertiggestellt wurden, gingen im darauffolgenden Jahr drei Exemplare an ihre neuen Besitzer. Einer dieser Kunden war der Tennisstar Andre Agassi, der Chassisnummer 005 kaufte und darauf bestand, das Auto pünktlich zu seinem 21. Geburtstag geliefert zu bekommen. Die Geschichte besagt, dass Wiegert Agassi mehrfach darauf hingewiesen habe, dass er diesen Zeitplan nicht einhalten könne. Agassi jedoch insistierte, den W8 am 29. April zu erhalten. Schlussendlich gab Wiegert nach und lieferte ein unfertiges Auto aus – mutmaßlich um andere prominente Kunden nicht abzuschrecken. Wie zu erwarten ging dieses Vorhaben nach hinten los, denn es kam, was kommen musste: Agassi, unzufrieden mit seinem nicht voll funktionstüchtigen W8, soll öffentlich zu Wiegert gesagt haben: "Bau mir ein Auto, das ich ohne Explosionsgefahr aus der Garage holen kann, dann kaufe ich es!" Damit war der Ruf von Vector nachhaltig beschädigt. Auch wenn sich 1992 mit neun ausgelieferten Fahrzeugen zum erfolgreichsten Jahr von Vector entwickeln sollte, geriet die Firma in finanzielle Schieflage.
Neupreis von 489.000 Dollar
Wie es der Zufall wollte, übernahm Unternehmer und Rennfahrer Fredy Lienhard mit seiner Firma Lista Anfang der 90er-Jahre einen Auftrag und lieferte Lagereinrichtungen in die USA an ein Unternehmen namens Vector Aeromotive Corporation. Als dieses die offenen Rechnungen nicht bezahlen konnte, kam es zu einem kuriosen Tauschgeschäft: Wiegert bot Lienhard an, einen fertigen W8 Twin Turbo zum Bruchteil des eigentlichen Neupreises zu kaufen. Statt eines kolportierten Neupreises von 489.000 Dollar bezahlte Lienhard 189.000 Dollar.
Als der W8 mit der Chassisnummer 008 (kurioserweise wurden nicht alle Chassisnummern durchgängig vergeben, dafür einige doppelt) einige Monate später in der Schweiz ankam, begann die eigentliche Arbeit, wie mir Fredy Lienhard Jr. aus erster Hand berichtet. Die ersten fünf Jahre war das Auto praktisch nur in der Werkstatt und musste erst mal fertiggestellt werden. Bei einer Probefahrt fing der Vector sogar Feuer, was glücklicherweise schnell gelöscht werden konnte. Das erklärt jedoch auch den XXL-Feuerlöscher im Fußraum des W8. Mittlerweile läuft der Vector zuverlässig, was auf viel Ausprobieren und mühselige Detailarbeit zurückzuführen ist.
Es gibt keinen Mitteltunnel
Für mich ist der große Moment gekommen. Ich öffne die Scherentür, deren aufwendiger Griff allein 800 Dollar gekostet haben soll, und schwinge mich in das kanzelartige Cockpit. Die schwarzen Recaro-Ledersitze sind tief montiert, aber überraschend bequem. Die Sitzposition ist, vorsichtig ausgedrückt, gewöhnungsbedürftig: Der Fahrersitz ist leicht nach rechts geneigt, doch das Lenkrad, das mit seinem wulstigen Pralltopf aussieht, als wäre es aus einem Autoscooter, ist noch weiter in die Mitte versetzt. Klingt skurril, ist aber noch nichts gegen die Position der Pedale. Die sind ebenfalls nach rechts versetzt, können aufgrund des fehlenden Mitteltunnels aber theoretisch auch vom Beifahrer betätigt werden. Verrückt.

Kein Mitteltunnel bedeutet, dass auch der Beifahrer Gas geben kann – zumindest in der Theorie.
Bild: Jan Götze
Angeblich soll es damals auch die Möglichkeit gegeben haben, den Vector W8 mit einem dritten Sitz zu bestellen – doch das würde ich unter Ammenmärchen abstempeln. Keiner der 19 gebauten W8 ist ein Dreisitzer.
6,0-Liter-V8 mit 634 PS
Das Anlassen des W8 Twin Turbo ist unspektakulär. Während der W2 noch mit einer Zahlenkombination gestartet werden sollte, genügt beim W8 ein konventioneller Schlüssel, um den quer verbauten V8 zum Leben zu erwecken. Die Leistungsdaten habe ich mir bei diesem Auto bewusst bis zu dieser Stelle aufgespart, denn in meiner Wahrnehmung werden Supersportwagen allzu oft auf die reinen Zahlen reduziert. Zahlen, die im Fall des W8 Twin Turbo allerdings auch heute noch beeindruckend klingen: Der 6,0-Liter-V8 mit Trockensumpfschmierung ist in seinen Grundzügen ein Chevrolet Smallblock, der vom IMSA-Spezialisten Rodeck umfangreich mit Alukolben, elektronischer Einspritzung und Direktzündung modifiziert wurde. Dank zweier Garrett-Turbolader soll die Leistung 625 hp betragen, also umgerechnet 634 PS. Noch beeindruckender ist das maximale Drehmoment von 854 Nm, das jedoch ein nicht unerhebliches Problem mit sich brachte: Ende der 80er-Jahre gab es kein Handschaltgetriebe, das dieser Kraft standhielt.
Vor diesem Hintergrund war es unausweichlich, den W8 Twin Turbo mit einem Automatikgetriebe auszurüsten. Wiegert entschied sich für ein GM-Getriebe vom Typ Turbo-Hydramatic 425, das aufwendig modifiziert wurde. Das größte Problem: Dieses Getriebe hat nur drei (!) Stufen, die jedoch extra lang übersetzt sind. So gab Vector die Sprintzeit von 0 auf 100 km/h je nach Quelle mit 3,9 bis 4,3 Sekunden an und versprach über 350 km/h Topspeed. In einigen Berichten ist sogar von 389 km/h die Rede. Werte, die der W8 in den wenigen zeitgenössischen Tests jedoch nie erreichen konnte.

Bild: Jan Götze
Werte, die ich heute auf Schweizer Straßen ebenfalls nicht testen werde. Mir geht es vielmehr um das Erlebnis, einen Vector fahren zu dürfen – und das beginnt schon beim Einlegen der Fahrstufe. Aufgrund des fehlenden Mitteltunnels ist der Gangwahlhebel links in den Schweller gewandert. Das Teil sieht aus wie der Schubhebel eines Flugzeugs und will mit ordentlich Schmackes zuerst nach oben und dann nach hinten gezogen werden. Die erste Stufe ist eingelegt, ich nehme den Fuß von der Bremse und kann es kaum glauben: Ich fahre einen Vector W8 Twin Turbo!
Zulassung? Schwierig!
Ein Blick aufs Display verrät, dass das Auto bisher nur 2247 Kilometer oder umgerechnet 123 Betriebsstunden gefahren wurde – was auch daran liegt, dass der W8 trotz aller Bemühungen in der Schweiz keine offizielle Zulassung erhält.
Dank "Garagennummer", dem Äquivalent zu unserem roten Kennzeichen, darf ich den W8 trotzdem auf öffentlichen Straßen bewegen. Was mir sofort auffällt: Die Lenkung ist überraschend leichtgängig, es erinnert also nicht nur der Pralltopf an einen Autoscooter. Zudem poltert es von der Vorderachse. Abgesehen davon fährt der W8 erst mal zivil. Natürlich ist das Getriebe extra lang übersetzt, weshalb mir Fredy noch mit auf den Weg gegeben hat, die Fahrstufen mittels des Hebels selbst zu wechseln. Nach kurzer Eingewöhnung funktioniert das auch ganz gut.

Der Wahlhebel für die Dreigang-Automatik sitzt im Schweller und will mit Nachdruck bedient werden.
Bild: Jan Götze
Nachdem das Auto Betriebstemperatur erreicht hat, beschleunige ich das erste Mal und bin überrascht: Nach über 600 PS und 800 Nm fühlt sich das definitiv nicht an. Natürlich schnupft die Automatik einiges an Leistung auf, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass da eher 300 bis 400 PS an die Hinterräder gehen. Im Nachgang wird mir Fredy erklären, dass sie den Ladedruck bewusst runtergeschraubt haben, da der W8 notorische Thermik-Probleme hat. Das wiederum ist darauf zurückzuführen, dass der V8 quer hinter mir verbaut ist und die Ladeluftkühler denkbar ungünstig auf der Beifahrerseite platziert sind.
Im Cockpit wird es heiß
Hinterm Steuer habe ich jedoch nur bedingt Zeit, mich mit der gefühlten Leistung zu beschäftigen. Denn ich habe ein ganz anderes Problem: Es ist mittlerweile richtig heiß im Cockpit. Im Vorfeld wurde mir noch gesagt, dass die Klimaanlage nicht befüllt ist, da das Auto oft monatelang in der Ausstellung des Museums steht. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Die Fenster lassen sich nicht öffnen. Sowieso ließe sich nur ein kleiner Teil der oberen Scheibe öffnen. Da dieses System jedoch – typisch Vector – mit Unterdruck arbeitet, funktioniert es mittlerweile nicht mehr. Auch das Glasdach lässt sich nicht aufstellen, sondern nur im Ganzen entnehmen. Für mich heißt das: keine Frischluft.
Was sich erst mal halb so wild anhören mag, wird nach einer guten halben Stunde Fahrt langsam kritisch. Die Kombination aus Glasflächen und einem großvolumigen V8 im Rücken an einem 28 Grad warmen Tag führt dazu, dass mir der Schweiß in Rinnsalen die Schläfen herunterläuft. Ich brauche eine Pause – und Wasser.
Ersatzteile gibt es nicht
Zeit, sich den V8 einmal näher anzuschauen. Ich öffne die Motorhaube und blicke in einen Motorraum, in dem jeder Zentimeter genutzt ist. Fredy erklärt mir, welche Änderungen nötig waren, um den W8 überhaupt fahrbereit zu machen. Neben der gesamten Elektronik wurden viele der sündhaft teuren Originalteile gegen günstigere, aber genauso funktionale Parts getauscht. Ein Beispiel: Schlauchschellen aus der Raumfahrt, die einst über 100 Dollar kosteten. Heute tun es Teile für fünf Euro. Von solchen Beispielen gibt es viele, bei der Ersatzteilsuche muss man erfinderisch sein. Schließlich sind nicht mal mehr die originalen Michelin-XGT-Plus-Reifen in 255/45 ZR 16 und 315/40 ZR 16 noch lieferbar.

Bild: Jan Götze
In der Zwischenzeit bin ich etwas abgekühlt und bereit für eine zweite Runde im W8 Twin Turbo. Auch dieses Mal ist das Vergnügen von kurzer Dauer, denn ein plötzlicher Regenschauer macht es unmöglich, den W8 richtig zu testen. Immerhin kann ich auf diese Weise den Scheibenwischer ausprobieren, der von einer Boeing 747 stammen soll. Zum Ende meiner Probefahrt wird es trocken, ich gebe noch mal Gas. Der Sound ist nicht nur aufgrund der Fehlzündungen spektakulär, wirklich schnell ist das Auto trotzdem nicht.
So viel ist ein W8 Twin Turbo heute wert
Als ich zum Gelände der Autobau Erlebniswelt zurückkehre, habe ich gemischte Gefühle. Einerseits bin ich froh, aussteigen zu können, denn die Fahrt im heutzutage zwischen 500.000 und 800.000 Euro wertvollen W8 war körperlich anstrengend. Andererseits war das Fahrerlebnis nicht so spektakulär wie gedacht. Der Vector W8 Twin Turbo lebt von seiner unfassbaren Optik und den unzähligen Details – und so ist es nicht verwunderlich, dass es eine große Vector-Fangemeinde gibt. Dazu passt auch Fredys Anmerkung, dass einige Besucher nur wegen des W8 in die Autobau Erlebniswelt kommen. Kann ich verstehen.
Während ich erneut abkühle, schleiche ich langsam um dieses schwarze Ufo herum, sauge jedes Detail auf und bin immer noch sprachlos angesichts dieses Designs und des Muts, ein solches Auto Realität werden zu lassen. Ich ziehe meinen imaginären Hut vor Gerald Jerry Wiegert und seiner Vision. Der Vector W8 Twin Turbo ist und bleibt einer meiner automobilen Kindheitsträume!
Fazit
Ich bin schon viele spektakuläre Autos gefahren, aber der Vector W8 Twin Turbo toppt sie alle. Die Optik, der Detailreichtum und die Exklusivität sind unvergleichlich und trösten über das eher überschaubare Fahrverhalten hinweg. In meinen Augen hat der Vector W8 Twin Turbo nie die Anerkennung erhalten, die er verdient!
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