VLN mit zahlreichen Neuerungen

VLN mit zahlreichen Neuerungen

Neuer Name für die VLN

Die VLN startet auch 2020 auf der legendären Nürburgring-Nordschleife – allerdings mit neuem Namen, neuen Klassen und mehreren Veränderungen.
Die VLN Langstreckenmeisterschaft auf der legendären Nordschleifen des Nürburgrings gilt als größte Breitensportserie der Welt. Bei jedem Rennen sind durchschnittlich 170 Rennwagen am Start – vom kleinen Renault Clio bis zum bulligen GT3-Renner. Seit mehreren Jahren ist die Serie erfolgreich. In der Saison 2020 überrascht die VLN jedoch mit zahlreichen Neuerungen und Umstrukturierungen. Die wichtigsten Änderungen im Überblick.
Rennkalender für 2020: Alle Termine im Überblick

Neuer Name: Aus VLN wird NLS

Langstrecken-Serie: Die VLN bekommt ein neues Gesicht

Die größte Änderung betrifft den Markenauftritt. Im kommenden Jahr wird das Championat nicht mehr als VLN, sondern als „Nürburgring Langstrecken-Serie“, kurz NLS, ausgetragen. An der Struktur und der Organisation dahinter ändert sich jedoch nichts.
Dabei soll der neue Name vor allem die einzigartige Bindung zum Nürburgring unterstreichen. „Mit der Wortmarke Nürburgring im Logo ist die sportliche Heimat der Rennserie auf den ersten Blick erkennbar“, sagt Christian Stephani, der ab dem 1. Januar 2020 die Geschäftsführung der VLN VV GmbH & Co. KG übernimmt.
Neben dem neuen Namen erhält die Serie auch ein neues Logo, das im kommenden Jahr eingeführt wird. Im Rahmen der Essen Motorshow wurde das neue Design, das unter anderem das legendäre Caracciola-Karussell der Nordschleife enthält, vorgestellt.

Überarbeitung der Nordschleifen Permit

Die Nordschleifen-Permit wurde für 2020 überarbeitet

Eine weitere Änderung betrifft die Fahrer und vor allem die Teilnehmer am 24-Stunden-Rennen: Das System der Nordschleifen Permit wurde vom Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) überarbeitet. Die Teilnahme am Langstreckenklassiker ist nun auch mit einer DPN Stufe B möglich, bisher war dies den Inhabern der DPN Stufe A vorenthalten.
Im Gegenzug wird es deutlich schwieriger, den „Nordschleifen-Führerschein“ der Stufe A zu erlangen.  Denn dafür sind wie bisher zwei Rennen mit mindestens 18 absolvierten Runden notwendig, in denen der Fahrer nun jedoch eine Platzierung unter den ersten 33 Prozent der gestarteten Teilnehmer in der Klasse erreichen muss. Gleichzeitig muss der entsprechende Pilot einen Mindestfahranteil von 33 Prozent der Gesamtrundenanzahl des Teams vorweisen.
Im zweiten Rennen reicht wie bisher die Platzierung unter den ersten 75 Prozent der Klasse. Mit der neuen Regelung möchte der DMSB verhindern, dass sich langsame Fahrer mit Hilfe starker Teamkollegen zur DPN Stufe A fahren lassen. Gleichzeitig hält sich das DPN-Entscheidungsgremium die Möglichkeit einer Einzelfallprüfung offen.

Positive Zeichen für die TCR-Klasse

Der TCR-Klasse soll im kommenden Jahr weiter wachsen

Der TCR-Klasse steht eine positive Zukunft mit zahlreichen Fahrzeugen bevor. Denn bisher war es möglich, die TCR-Fahrzeuge auch in der Klasse SP3T einzusetzen, was der eigentlichen TCR-Klasse die Starter kostete. Nun gilt die Vorgabe, dass die TCR-Fahrzeuge ausschließlich nur noch in TCR-Serien und -Klassen fahren dürfen.
Um die TCR-Klasse auch für ambitionierte Amateure schmackhaft zu machen, wird die Wertung in zwei Unterkategorien, nämlich Pro für Profis und Am für Amateure, vorgenommen. Der Vertrag mit dem ADAC, der die TCR-Rechte für Deutschland hält, wurde auf zwei Jahre ausgelegt.

Neue Klasse für Opel Astra OPC-Fahrzeuge

Bereits vor einigen Jahren hatte die VLN eine entsprechende Cup-Wertung für die Opel Astra Fahrzeuge ausgeschrieben. Da es noch immer zahlreiche Fahrzeuge gibt, wird die Klasse wieder eingeführt und das technische Reglement angeglichen.
Die Opel Astra OPC Cup werden künftig mit einem Leistungsgewicht eingestuft, sodass auch Fahrer mit einer Nordschleifen Permit der Stufe B mit diesen Fahrzeugen an den Rennen der VLN teilnehmen können.

Kleine Änderungen in allen Bereichen

In der Boxengasse gelten künftig Mindeststandzeiten

Auch in anderen Bereichen planen die Veranstalter zahlreiche Neuerungen. So sollen beispielsweise die Abläufe der Technischen Abnahme vereinfacht werden. Zudem ist die Fahrerbesprechung, die bisher bei jedem Rennen absolviert werden musste, nur noch bei der ersten jährlichen Teilnahme an einer Veranstaltung verpflichtend.
In der Boxengasse gelten künftig Mindeststandzeiten, um die Sicherheit der Teilnehmer zu erhöhen. Damit sollen auch die Diskussionen über ungleiche Durchflussmengen an den Zapfsäulen eingebremst werden. Laut aktuellen Planungen soll es eine vorgeschriebene Gesamt-Boxenzeit auf die gesamte Renndauer geben.

Keine Änderungen am Rennkalender

Keine Änderungen gibt es hingegen am Rennkalender der Serie. Alle Rennen werden auch im kommenden Jahr auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings ausgetragen. Der Terminkalender umfasst neun Rennen: Acht Läufe dauern vier Stunden, der Saisonhöhepunkt wird über eine Distanz von sechs Stunden ausgetragen. Der Saisonstart erfolgt am 21. März 2020.

Autor: Sönke Brederlow

Fotos: Patrick Funk, VLN

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