Test-Empfehlung

Vmax

Vmax New VX2 Hub

1,5
gut
  • Pro Iconsehr kräftiger Antrieb
  • Pro Iconhohe Testreichweite
  • Contra IconGewicht
Große Akkus, starke Motoren und eine Vollfederung sorgen bei E-Scootern häufig für ausladende Abmessungen und mehr als 30 Kilogramm Gewicht. Der Vmax New VX2 Hub bleibt trotz seines 874-Wh-Akkus und einer angegebenen Spitzenleistung von bis zu 1900 Watt vergleichsweise kompakt. Doch wie schlägt sich der E-Scooter im Alltag? AUTO BILD hat den E-Scooter auf Herz und Nieren getestet!

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Der Vmax New VX2 Hub im AUTO BILD-Test

Detailaufnahme einer Hand am Hebel des Klappmechanismus eines E-Scooters. Bei halb geöffneter Lenksäule ist die schwarze Ummantelung der innen geführten Kabel sichtbar.
Sauber gemacht: Der Klappmechanismus sitzt spielfrei, die Kabel verlaufen geschützt in der Lenksäule.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD

Erstmontage: in wenigen Schritten fahrbereit

Der New VX2 Hub kommt weitgehend vormontiert aus dem Karton. Für den Aufbau wird lediglich der Lenker eingesetzt und mit vier Schrauben befestigt sowie die Kennzeichenhalterung montiert. Vor der ersten Fahrt empfiehlt es sich, den Reifendruck der 10-Zoll-Tubeless-Reifen zu kontrollieren und die Vmax-App einzurichten, über die sich zusätzliche Fahrdaten abrufen und Einstellungen vornehmen lassen.
Person mit rotem T-Shirt, dunkler Jeans und dunklem Helm fährt auf einem schwarzen E-Scooter eine betonierte Rampe hinauf. Seitlich verlaufen eine Betonwand und ein Metallgeländer, im Hintergrund ist die Einfahrt einer Tiefgarage zu sehen.
Auch auf längeren Steigungen hält der VX2 sein Tempo.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Beim Zusammenbau zeigt sich schnell, wie der VX2 Hub gemacht ist: Rahmen und Lenksäule wirken verwindungssteif, die Bauteile sitzen sauber, und die Kabel sind geschützt geführt. Auffälliges Spiel oder unsaubere Passungen sind am Testfahrzeug nicht festzustellen.

Fahrleistung: kraftvoller Antritt, viel Zug am Berg

Beim Anfahren legt der VX2 Hub sofort kräftig los. Die Leistung setzt direkt ein, lässt sich über den Gashebel aber gut dosieren. Im "Zero Start"-Modus fährt der Scooter aus dem Stand an. Wer das vermeiden möchte, wählt in der App den "Kick Start" und muss den Roller zunächst anschieben. Wer von einem schwächeren E-Scooter umsteigt, muss sich an den energischen Antritt zunächst gewöhnen.
Detailaufnahme eines schwarzen E-Scooters während der Fahrt mit sichtbarer Vorder- und Hinterradfederung; zwei Füße in weißen Schuhen stehen auf dem Trittbrett.
Vorn Öldruck, hinten Elastomer: Die Vollfederung arbeitet wirkungsvoll, aber straff.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Die erlaubten 20 km/h erreicht der Roller entsprechend schnell. Auch längere Steigungen bringen ihn nicht aus dem Tritt: Der VX2 Hub hält sein Tempo und zieht kraftvoll weiter.

Komfort: straff abgestimmt, kompakt geschnitten

Vorn arbeitet eine Öldruck-Federgabel, hinten eine Elastomerfederung. Zusammen mit den 10-Zoll-Tubeless-Reifen fängt das Fahrwerk Asphaltaufbrüche, abgesenkte Bordsteine und Bodenwellen wirkungsvoll ab. Die Abstimmung bleibt jedoch straff: Kurze, harte Stöße kommen durch, ohne den VX2 Hub auf unruhigem Untergrund aus der Ruhe zu bringen.
Person mit rotem T-Shirt und Helm fährt auf einem schwarzen E-Scooter; im verwischten Hintergrund sind zwei Fußgänger und ein silbernes Fahrzeug zu sehen.
Der VX2 Hub bleibt stabil auf Linie und reagiert direkt auf Lenkbewegungen.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Das Trittbrett bietet ausreichend Platz, fällt passend zur kompakten Bauweise aber nicht übermäßig großzügig aus. Die ansteigende Heckpartie eignet sich gut, um einen Fuß weiter hinten abzustützen. Etwas mehr Lenkerbreite käme der Ergonomie entgegen. Die festen Griffe bieten ordentlich Grip, fühlen sich aber in den Händen wenig schmeichelhaft an und verzichten auf eine ergonomische Handflächenauflage.

Fahrstabilität: ruhig auf Kurs, präzise in Kurven

Trotz seiner kompakten Bauform läuft der VX2 Hub ruhig und spurtreu. Lenkbefehle setzt er direkt um, ohne auf kleine Korrekturen nervös zu reagieren. Auch in Kurven lässt er sich präzise führen. Erst in sehr engen Passagen macht sich die Masse des Rollers bemerkbar.
Detailaufnahme des Hinterrads eines schwarzen E-Scooters mit gelochter Bremsscheibe, Bremssattel, Radschwinge und Schutzblech auf grauem Betonboden.
Die hintere Scheibenbremse packt kräftig zu und bleibt gut dosierbar.
Bild: Sven Krieger/ Auto Bild

Bremssicherheit: kräftig bremsen, gut dosieren

Vorn verzögert eine Trommelbremse, hinten greifen eine mechanische Scheibenbremse und die elektronische Rekuperation ein. Beide Räder lassen sich über separate Bremshebel ansteuern. Die Bremskraft baut sich kontrolliert auf und lässt sich fein dosieren. Auch bei kräftigen Bremsmanövern bleibt der VX2 Hub weitgehend auf Linie.
Detailaufnahme des Lenkers eines schwarzen E-Scooters mit rundem Frontscheinwerfer unterhalb des Lenkers; Kabel verlaufen seitlich an der Lenksäule entlang.
Das Frontlicht sitzt zentral unter dem Lenker und leuchtet die Fahrbahn gut aus.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Auf nasser Fahrbahn bleibt die Verzögerung berechenbar. Bei wenig Grip verlangt stärkeres Bremsen jedoch mehr Gefühl am Hebel.

Sichtbarkeit: gute Sicht nach vorn und hinten

Im Dunkeln leuchtet das Frontlicht die Fahrbahn gut aus. Bei nachlassendem Umgebungslicht schaltet es sich automatisch ein. Rück- und Bremslicht sind klar erkennbar. Die Blinker vorn und hinten zeigen Richtungswechsel deutlich an, ein Signalton erinnert an den eingeschalteten Blinker.
Detailaufnahme des zentralen Farbdisplays am Lenker eines E-Scooters, daneben eine Hand mit einem Smartphone, auf dem die zugehörige App geöffnet ist.
Display und App halten Fahrdaten und Einstellungen griffbereit.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Für bessere Sichtbarkeit von der Seite sitzt an beiden Seiten der Vorderradgabel jeweils ein orangefarbener Reflektor. Die fast vollständig schwarze Gestaltung fällt dagegen wenig auf.

Bedienung und Funktionen: klare Anzeige, viele Optionen

Das 3,5-Zoll-TFT-Display ist übersichtlich aufgebaut und während der Fahrt gut ablesbar. Geschwindigkeit, Fahrmodus und Akkustand lassen sich schnell erfassen. Bei aktiver Navigation erscheinen die Routenhinweise direkt auf dem Display, sodass das Smartphone in der Tasche bleiben kann.
Die App liefert zusätzliche Fahrdaten, prognostiziert die Restreichweite, plant Routen und zeichnet Touren auf. Weitere Einstellungen stehen sowohl in der App als auch im Display-Menü bereit. Einrichtung und Verbindung funktionieren im Test stabil, der große Funktionsumfang verlangt anfangs jedoch etwas Orientierung.
Detailaufnahme des linken Lenkergriffs eines E-Scooters mit Bedientasten und Kippschalter für den Blinker; am Lenkerende leuchtet der linke Blinker orange.
Kurze Wege am Lenker: Griff, Tasten und Blinker liegen gut erreichbar beieinander.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Eine vierstellige Codesperre verhindert das Einschalten ohne Passwort. Ein zusätzliches Schloss bleibt dennoch ratsam, um das schnelle Wegtragen oder Verladen des Scooters zu erschweren.

Handhabung: Handling ohne Umwege

Mit knapp 26 Kilogramm ist der VX2 Hub nicht besonders handlich, wenn regelmäßig Treppen anstehen. Ist der Scooter erst mal auf Straßenniveau, geht der Umgang dagegen leicht von der Hand. Tasten, Brems- und Gashebel liegen gut erreichbar am Lenker.
Der gute alte Kippschalter zeigt, dass Bedienung nicht kompliziert sein muss: links oder rechts zum Blinken, zurück in die Mitte zum Ausschalten. Das funktioniert intuitiv und ohne Mehrfachklicks.
Detailaufnahme des hinteren Trittbrettbereichs eines schwarzen E-Scooters mit angeschlossenem Ladekabel; das schwarze Ladegerät liegt auf grauem Betonboden.
Der große Akku lädt in rund vier Stunden wieder vollständig auf.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Auch der Klappmechanismus macht keine Umstände. Er lässt sich mit wenigen Handgriffen bedienen und verriegelt anschließend sauber. Beim Rangieren fällt das Gewicht kaum auf, beim Anheben oder Verladen dagegen umso mehr. Der eher schlanke Seitenständer wirkt zwar nicht überdimensioniert, hält den VX2 Hub auf geeignetem Untergrund aber zuverlässig in Position.

Akku und Reichweite: 71 Kilometer auf der AUTO BILD-Testrunde

Vmax gibt für die getestete Version mit 874-Wh-Akku bis zu 90 Kilometer Reichweite an. Der Hersteller ermittelt diesen Maximalwert im Eco-Modus bei 20 km/h, auf ebener Strecke mit möglichst gleichmäßiger Fahrweise.
Bei AUTO BILD geht es mit vollem Akku und korrekt eingestelltem Reifendruck im Sportmodus auf die festgelegte Testrunde. Steigungen, Gefälle und Stopps sorgen dort immer wieder fürs Abbremsen und erneute Beschleunigen. Unter diesen Bedingungen kommt der VX2 Hub auf 71 Kilometer. Tempo und Durchzug bleiben dabei über weite Teile der Strecke erhalten. Erst auf den letzten Kilometern lässt die Leistung spürbar nach. Für den großen Akku nennt Vmax rund vier Stunden Ladezeit.

Reparatur und Service: Ersatzteile und deutscher Support

Für den New VX2 Hub bietet Vmax zahlreiche Originalteile an, darunter Reifen, Bremskomponenten, Beleuchtung sowie Bauteile des Klappmechanismus. Hinzu kommen ein deutsches Helpcenter, Reparaturanleitungen, telefonischer Support und ein Serviceformular. Größere Arbeiten an Akku, Elektronik oder tragenden Bauteilen gehören dennoch in fachkundige Hände.
Person in Jeans, rotem T-Shirt und dunklem Helm fährt auf einem schwarzen E-Scooter über eine Brücke; im Hintergrund sind Wasser und Gebäude zu sehen.
Hohe Reichweite, kräftiger Antritt, straffes Fahrwerk: Der VX2 Hub setzt klare Schwerpunkte.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD

Test-Fazit zum Vmax New VX2 Hub: Tourer mit Vorwärtsdrang

Der Vmax New VX2 Hub ist kein gemütlicher Kilometerfresser, sondern ein Langstreckenroller mit ausgeprägtem Vorwärtsdrang. Sein Antrieb reagiert unmittelbar, die Lenkung arbeitet präzise und das straffe Fahrwerk hält den Scooter nah an der Straße. Das ergibt einen direkten, sportlichen Fahreindruck, ohne den Roller nervös oder schwer beherrschbar zu machen.
Auf der AUTO-BILD-Testrunde beweist der VX2 Hub mit 71 Kilometern langen Atem. Dafür verlangt sein sportlicher Charakter Zugeständnisse: Knapp 26 Kilogramm erschweren das Tragen, auf schlechten Wegen bleibt die straffe Abstimmung spürbar. Wer hohe Reichweite mit einem direkten Fahrgefühl verbinden möchte und den Scooter nur selten tragen muss, findet im VX2 Hub einen charakterstarken Tourer.

Hinweis

Die wichtigsten Fragen zum Vmax New VX2 Hub

Wie weit kommt der Vmax New VX2 Hub im Test?

Der Vmax New VX2 Hub erreicht auf der AUTO-BILD-Testrunde im Sportmodus 71 Kilometer. Vmax gibt für die getestete Version mit 874-Wh-Akku unter günstigeren Bedingungen bis zu 90 Kilometer an. Tempo und Durchzug bleiben im Test über weite Teile der Strecke erhalten, erst auf den letzten Kilometern lässt die Leistung spürbar nach.

Wie komfortabel fährt der Vmax New VX2 Hub?

Die Öldruck-Federgabel vorn, die Elastomerfederung hinten und die 10-Zoll-Tubeless-Reifen fangen typische Fahrbahnschäden wirkungsvoll ab. Das Fahrwerk bleibt allerdings straff abgestimmt, sodass kurze, harte Stöße auf schlechten Wegen spürbar sind. Der Vmax New VX2 Hub fährt damit eher direkt und sportlich als besonders weich.

Für wen eignet sich der Vmax New VX2 Hub?

Der Vmax New VX2 Hub eignet sich für Fahrer, die hohe Reichweite, kräftigen Antritt und einen direkten Fahrcharakter suchen. Weniger gut passt er zu Nutzern, die den Scooter regelmäßig über Treppen tragen oder ein besonders weich abgestimmtes Fahrwerk bevorzugen. Mit knapp 26 Kilogramm ist die getestete Version für häufiges Anheben und Verladen nur bedingt geeignet.